Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Differentialdiagnosen
Chronische Wunde

Angeborene Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien (Q00-Q99)

  • Faktor V-Mutation – genetisch bedingte Blutgerinnungsstörung, die zu einer erhöhten Thromboseneigung führt
  • Klinefelter-Syndrom – Gonosomen (Geschlechtschromosomen)-Anomalie des männlichen Geschlechts, die zu einem primären Hypogonadismus (Keimdrüsenunterfunktion) führt
  • Spina bifida – embryonale Verschlussstörung im Bereich der Wirbelsäule (Fehlbildung des Neuralrohres; Neuralrohrdefekt) nach kranial oder kaudal ("nach oben oder unten gelegen") unterschiedlicher Ausprägung

Blut, blutbildende Organe – Immunsystem (D50-D90)

  • Morbus Werlhof (idiopathische thrombozytopenische Purpura, ITP) – Autoantikörper-vermittelte Störung der Thrombozyten (Blutplättchen) mit spontanen kleinfleckigen Blutungen
  • Polycythaemia vera – krankhafte Vermehrung von Blutzellen (insbesondere betroffen sind: insbesondere Erythrozyten/rote Blutkörperchen, in geringerem Maße auch Thrombozyten (Blutplättchen) und Leukozyten/weiße Blutkörperchen); stechender Juckreiz nach Kontakt mit Wasser (aquagener Pruritus)
  • Sichelzellenanämie (med.: Drepanozytose; auch Sichelzellanämie, engl.: sickle cell anemia) – genetische Erkrankung mit autosomal-rezessivem Erbgang, die die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) betrifft; sie gehört zur Gruppe der Hämoglobinopathien (Störungen des Hämoglobins; Bildung eines irregulären Hämoglobins, dem sogenannten Sichelzellhämoglobin, HbS)
  • Sideroachrestische Anämie – spezielle Form der aplastischen Anämie (Blutarmut)
  • Sphärozytose (Kugelzellanämie)
  • Thalassämie – autosomal-rezessiv vererbbare Synthesestörung der Alpha- bzw. Beta-Ketten des Proteinanteils (Globin) im Hämoglobin (Hämoglobinopathie/Erkrankungen infolge einer gestörten Bildung von Hämoglobin)
    • α-Thalassämie (HbH-Krankheit, Hydrops fetalis/generalisierte Flüssigkeitsansammlung); Vorkommen: meist bei Südostasiaten
    • β-Thalassämien: weltweit häufigste monogenetische Erkrankung; Vorkommen: Menschen aus Mittelmeerländern, mittlerem Osten, Afghanistan, Indien und Südostasien
  • Thrombozythämie – starke Vermehrung der Blutplättchen

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00-E90)

  • Amyloidose Amyloidose – extrazelluläre ("außerhalb der Zelle") Ablagerungen von Amyloiden (abbauresistente Proteine), die u. a. zu einer Kardiomyopathie (Herzmuskelerkrankung), Neuropathie (Erkrankung des peripheren Nervensystems) und Hepatomegalie (Lebervergrößerung) führen können
  • Calciphylaxie (Synonym: urämisch-kalzifizierende Arteriolopathie, UCA; metastatische Calcifizierung) – schwere und schmerzhafte Verlaufsform des Knochenabbaus durch Nierenerkrankungen (renale Osteodystrophie)
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) mit Wundheilungsstörungen: z. B. Diabetischer Fuß bzw. Diabetisches Fußsyndrom
  • Dysproteinämie – Störung des Eiweißhaushalts im Blut, bei der es zu einem quantitativen Missverhältnis zwischen den Plasmaproteinen kommt
  • Mangelernährung (Mangel an: Protein (Albumin), Vitamin C, Folat, Eisen, Selen, Zink)

Haut und Unterhaut (L00-L99)

  • Dekubitalulzera (Druckgeschwüre) bei Immobilisation/Dekubitus
  • Necrobiosis lipoidica – Entzündung der mittleren Dermis mit Anreicherung von Lipiden, die zur Nekrose (Gewebsuntergang) führt (1 % der Diabetiker; ca. 60 % der Patienten mit einer solchen Hauterkrankung weisen einen Diabetes mellitus auf)
  • Pyoderma gangraenosum – schmerzhafte Erkrankung der Haut, bei der es großflächig, in der Regel an einer Stelle, zu einer Ulzeration oder Ulkus (Geschwürbildung oder Geschwür) und zu einem Gangrän (Gewebsuntergang aufgrund einer Minderdurchblutung oder sonstiger Schädigung) kommt
  • Ulcus cruris venosum – Unterschenkelgeschwür, welches durch eine Veneninsuffizienz bedingt ist (2/3 der Fälle)

Herzkreislaufsystem (I00-I99)

  • Angiodysplasie (Gefäßfehlbildungen)
  • Lymphabflussstörungen
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) – fortschreitende Stenosierung (Verengung) bzw. Okklusion (Verschluss) der die Arme/ (häufiger) Beine versorgenden Arterien, meist aufgrund einer Atherosklerose (Arteriosklerose, Arterienverkalkung)
  • Ulcus cruris arteriosum – Unterschenkelgeschwür, welches durch die arterielle Verschlusskrankheit bedingt ist
  • Ulcus cruris hypertonicum – Unterschenkelgeschwür, welches durch Minderversorgung des Gewebes mit Blut aufgrund einer Angiolitis (Gefäßentzündung) entsteht
  • Ulcus cruris mixtum – Unterschenkelgeschwür, welches durch eine Kombination von arterieller und venöser Zirkulationsstörung entsteht
  • Ulcus cruris varicosum – Unterschenkelgeschwür, welches durch Krampfadern entsteht
  • Vaskulitiden (Gefäßentzündung) wie im Rahmen einer Periarteriitis nodosa oder Pyoderma gangraenosum (schmerzhafte Erkrankung der Haut, bei der es großflächig, in der Regel an einer Stelle, zu einer Ulzeration oder Ulkus (Geschwürbildung oder Geschwür) und zu einem Gangrän (Gewebsuntergang aufgrund einer Minderdurchblutung oder sonstiger Schädigung) kommt)
  • Vaskulopathie wie bei Cholesterinembolien, Calciphylaxie, Nekrobiosis lipoidica

Infektiöse und parasitäre Krankheiten (A00-B99)

  • Hautinfektionen, nicht näher bezeichnet (z. B. Mykobakteriose, Sporotrichiose)

Muskel-Skelett-System (M00-M99)

  • Gicht (Arthritis urica oder tophische Gicht)

Neubildungen – Tumorerkrankungen (C00-D48)

  • Ulzerierte Neubildungen der Haut, nicht näher bezeichnet (z. B. Basalzellkarzinom (BZK; Basaliom), Plattenepithelkarzinom)

Psyche – Nervensystem (F00-F99; G00-G99)

  • Alkoholabusus (Alkoholabhängigkeit)
  • Neuropathien – Sammelbegriff für Erkrankungen des peripheren Nervensystems

Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind (R00-R99)

  • Gangrän – lokaler Gewebsuntergang; man die die trockene und feuchte Gangrän unterscheiden

Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98)

  • Manipulationen
  • Verletzungen

Medikamente

  • Antikoagulantien
  • Cetylpyridiumchlorid
  • Cumarine (indirekte Antikoagulantien/Gerinnungshemmer)
  • Hormone
    • Glucocorticoide (Alclometason, Budenonsid, Dexamethason, Fluticason, Halometason, Hydrocortison, Mometason, Prednicarbat, Prednisolon, Triamcinolon)
  • Immunsuppressiva
  • Zytostatika (u.a. Hydroxyurea)

Operationen

  • Wundheilungsstörungen nach Operationen – Patienten mit einer Depression oder Angststörungen erleiden häufiger Wundkomplikationen nach Operationen [1]

Umweltbelastung – Intoxikationen (Vergiftungen)

  • Chemische oder physikalische Schäden, nicht näher bezeichnet

Literatur

  1. Britton P et al.: Association between psychological health and wound complications after surgery. First published: British Journal of Surgery 14 February 2017 doi: 10.1002/bjs.10474
     
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