Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Symptome – Beschwerden
Arzneimittelexanthem

Folgende Symptome und Beschwerden können gemeinsam mit einem Arzneimittelexanthem auftreten:

Leitsymptom

  • Exanthem (Hautausschlag):
    • vor allem makulös (fleckig) oder makulopapulös (fleckig und mit Papeln, d. h. mit Bläschen; = makulopapulöses Exanthem (MPE)) (Allergie vom Typ IV) (häufigste Form);
    • weitere Formen sind: scarlatiniform ("an Scharlach erinnernd"), ruebeoliform ("an Röteln erinnernd"), morbilliform ("an Masern erinnernd"), psorasiform ("an Schuppenflechte erinnernd")
    Lokalisation:  V. a. Rumpf, seltener Handflächen, Fußsohlen und Schleimhäute (Ausbreitung von Rumpf zu den Extremitäten; DD virales Exanthem (Hautveränderungen): Ausbreitung vom Kopf zum Rumpf)

Begleitsymptome

  • Urtikaria/Nesselsucht (Auftreten seltener als das makulopapulöse Exanthem; Allergie vom Typ I, Sofort-Typ)
  • Fieber und Krankheitsgefühl

Das typische Arzneimittelexanthem tritt meist drei bis sieben (2-14) Tage nach Einnahmebeginn auf*. Die Hautveränderungen können je nach auslösender Noxe unterschiedlich groß, gefärbt, verteilt sein. Nach Absetzen des dafür verantwortlichen Medikamentes kann sich das Arzneimittelexanthem über mehrere Tage verschlechtern, bevor es zu einer Verbesserung innerhalb von ein bis zwei Wochen kommt.

*Das gefährliche Hypersensitivitätssyndrom oder DRESS-Syndrom (= drug rash with eosinophilia and systemic symptoms, Syndrom), tritt dagegen oft erst sechs Wochen nach Beginn der Medikamenteneinnahme auf.

Typische Arzneimittelexantheme und deren Auslöser

Arzneimittel
Exanthem
Ampicillin
 morbilliform ("an Masern erinnernd")
ACE-Hemmer, Betablocker, Furosemid
 lichenoid (flechtenähnlich)

Antibiotika (Ampicillin, Tetrazykline, Metronidazol), Barbiturate, Chinin, Dimenhydrinat, nichtsteroidale  Antirheumatika (NSAR), Sulfonamide (Cotrimoxazol, Dapson)

Beachte: Auch Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte und Tomaten kommen als Auslöser in Betracht; ebenfalls Saccharin oder Hühnereiweiß.

Fixes toxisches Arzneimittelexanthem (FTA; engl. "fixed drug eruption“, FDE; bei wiederholter Einnahme Rezidiv/Wiederauftreten an gleicher Stelle):
  • rundliche, gerötete Makulae (fleckartige, farbliche Veränderungen auf Haut oder Schleimhaut); bei schwerem Verlauf auch bullös (Blasenbildung), im Extremfall nekrotisch (Gewebszerfall); Durchmesser 2 bis 10 cm
  • Prädilektionsstellen (Körperregionen, an denen die Erkrankung bevorzugt auftritt): Akren ( Körperteile bezeichnet, die am weitesten vom Rumpf entfernt sind. Hierzu zählen beispielsweise Körperteile wie Hände, Finger), Genitale (z. B. Glans penis/Eichel), Intertrigines (Hautbezirke u.a. in der Achselhöhle, in der Leistenregion, in der Kniekehle, in der Gesäßfalte), Schleimhäute 
  • Persistenz: Tage bis WochenAbheilung häufig mit bräunlicher Restpigmentierung
     
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