Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Einleitung
Rachenmandelvergrößerung (adenoide Hyperplasie)

Bei einer Rachenmandelhyperplasie (Synonyme: Hyperplasie der Tonsilla pharyngealis; adenoide Hyperplasie; adenoide Rachenmandelhyperplasie; adenoide Vegetationen, adenoide Wucherung oder einfacher Adenoide; ICD-10-GM J35.2: Hyperplasie der Rachenmandel), umgangssprachlich Rachenmandelvergrößerung oder "Polypen" genannt, handelt es sich um eine Vergrößerung (Hyperplasie) der Rachenmandel (Tonsilla pharyngea).

Die Tonsilla pharyngea liegt am Dach des Nasopharynx (Nasen-Rachen-Raum), im Bereich hinter der Nase. Sie ist bei geöffnetem Mund nicht sichtbar.

Sie wächst im Kleinkindalter in der Lernphase des Immunsystems gemeinsam mit den anderen Mandeln.

Beachte: Wenn der Volksmund von „Polypen“ spricht, sind die Adenoide (adenoide Vegetationen; Vergrößerungen (Hypertrophien) des lymphoepithelialen Gewebes, das heißt der Rachentonsille/Rachenmandeln) gemeint. Sie haben nichts mit den "echten" Polypen des Nasenganges zu tun, die meist in der Mehrzahl (Polyposis nasi) vorkommen.

Geschlechterverhältnis: ausgeglichen

Häufigkeitsgipfel: Meistens sind Kinder zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr betroffen; aber auch schon früher oder bis zum jugendlichen Alter.

Verlauf und Prognose: Die Entstehung einer Rachenmandelhyperplasie geht einher mit rezidivierenden (wiederkehrenden) Infektionen. Diese führen zu einer Überforderung der Rachenmandelfunktion, was wiederum zur Zunahme des lymphatischen Gewebes und damit zur Vergrößerung der Rachenmandel führt.
Die Rachenmandelhyperplasie führt zu weitergehenden Problemen, weil sie die zum Nasopharynx (Nasen-Rachen-Raum) hin gelegene Öffnung der Nasenhöhle (Cavitas nasi) (teil)verlegt und zugleich den eng daneben liegenden Eingang zum Mittelohr (Eustachi-Röhre) verschließt. Die daraus resultierenden Folgeerkrankungen sind unter anderem Rhinitis (Schnupfen), wiederholte Infektionen der oberen Atemwege mit Husten (Bronchitis), rezidivierende Otitis media (Mittelohrentzündung) und Hörstörungen.
Bei eindeutiger Symptomatik wie zum Beispiel chronischer Behinderung der Nasenatmung, chronisch-rezidivierende Entzündungen der Rachenmandeln, rezidivierende Otitis media etc. ist eine operative Entfernung der vergrößerten Rachenmandeln (Adenotomie) angezeigt. Falls begleitend ein Paukenerguss besteht, kann im gleichen Eingriff eine Parazentese (Trommelfellschnitt), ggf. mit Einbringen eines Paukenbelüftungsröhrchens, erfolgen.


     
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