Operative Therapie
Nasenbluten (Epistaxis)

Zuvor Therapieversuch mit lokaler Applikation eines Vasokonstriktors (Mittel zur Gefäßverengung) und eines Lokalanästhetikums (Mittel zur örtlichen Betäubung).

Weiteres Vorgehen wie folgt:

  1. Gut einsehbare Blutungen aus dem anterioren Bereich der Nase können mit Silbernitrat oder Elektrokoagulation (Kauterisation) behandelt werden.
    Hinweis: Bei Kindern sollte bei einer persistierenden Blutung die chemische Kauterisation der elektrischen Kauterisation vorgezogen werden, da diese nicht schmerzhaft ist und somit keine Vollnarkose erforderlich ist.
  2. Erfolglose Kauterisation: Versorgung der Epistaxis mittels einer Tamponade (ggf. Tamponade beider Nasenhaupthöhlen, da dadurch ein höherer Okklusionsdruck (Verschlussdruck) im Vergleich zu einer einseitigen Tamponade erreicht wird)
    Der Zeitpunkt zur Entfernung der Tamponade variiert zwischen 12-24 Stunden und 3-5 Tagen.
  3. Operatives Vorgehen nach erneuter relevanter Blutung nach Entfernen der Tamponade.

Operative Therapie

2. Ordnung bei Blutung aus der hinteren unteren Nasenhaupthöhle

  • Clipping (Gefäßunterbindung mittels eines Clips) oder Koagulation (z. B. durch Elektrokoagulation) der Arteria sphenopalatina (Keilbein-Gaumen-Arterie) [1] [Methode der Wahl]
  • Clipping der Arteria maxillaris (Kieferschlagader) – bei schwer stillbarem Nasenbluten

2. Ordnung bei Blutung aus der hinteren oberen Nasenhaupthöhle

  • Clipping oder Koagulation der Arteriae ethmoidales (Siebbeinarterien)

Literatur

  1. Loughran S, Hilmi O, McGarry GW: Endoscopic sphenopalatine artery ligation – when, why and how to do it. An on-line video tutorial. Clin Otolaryngol 2005; 30: 539-43
     
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