Medikamentöse Therapie
Nasenbluten (Epistaxis)

Therapieziel

Blutstillung

Therapieempfehlungen

  • Antifibrinolytikum Tranexamsäure (→ Komplexbildung mit Plasminogen, wodurch dessen Bindung an die Fibrinoberfläche gehemmt wird/ Hemmung der Gerinnselauflösung) auf Watte aufbringen (500 mg in 5 ml) und bei vorderer Blutungsquelle einsetzen
  • Evtl. Kauterisierung (Zerstörung des Gewebes) mit Silbernitrat (Hinweis: Elektrokauterisierung soll wirksamer sein als Silbernitrat-Therapie [1]); Weiteres dazu siehe unter "Weitere Therapie/Spezielle Maßnahmen"
  • Morbus Osler (hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (HHT); autosomal-dominant vererbte Erkrankung, bei der es zu Teleangiektasien/sichtbare Erweiterungen oberflächlich gelegener kleinster Blutgefäße kommt; Symptomatik: spontanes und rezidivierendes Nasenbluten) kann wie folgt therapiert werden:
    • Nasensalbe mit Estriol 0,1 % oder
    • Propranolol, ein  nichtselektiver Betablocker; dieser könnte eine Alternativsubstanz sein, da er ein antiangiogenetisches Potenzial hat: 2 x 40 mg/d reduzierte die Epistaxis-Anfälle im Schnitt von mehrfach pro Tag auf weniger als einmal täglich. Die Dauer des Nasenblutens sank im Mittel von 30 auf 10 Minuten [2].
  • Siehe auch unter "Weitere Therapie".

Hinweise

  • Soll eine Tamponade länger als 24 h liegen bleiben, so sollte eine Antibiose/Antibiotikatherapie (in der Regel Doxycyclin) gegeben werden.

Literatur

  1. Johnson N et al.: A Comparison of Bipolar Electrocautery and Chemical Cautery for Control of Pediatric Recurrent Anterior Epistaxis. Otolaryngol Head Neck Surg 2015, online 30. Juni; doi: 10.1177/0194599815589583
  2. Contis A et al.: Efficacy and safety of propranolol for epistaxis in Hereditary Hemorrhagic Telangiectasia (HHT); retrospective, then prospective study, in a total of 21 patients. Clin Otolaryngol 2016, online 29. Dezember; doi: 10.1111/coa.12821

     
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