Medikamentöse Therapie
Kehlkopfentzündung (Laryngitis)

Therapieziele

  • Linderung der Symptome
  • Eliminierung der Erreger
  • Vermeidung von Komplikationen

Therapieempfehlungen

Nachfolgend Therapieempfehlungen für eine akute Laryngitis:

  • Im Vordergrund steht die Stimmschonung d. h. vorübergehender kompletter Verzicht auf Stimmgebrauch; allenfalls, leise vorsichtig mit abgesenkter Stimmlage sprechen
  • Analgetika (Schmerzmittel) zur Linderung der Symptome
  • Antibiotika sind nur in Ausnahmefällen (z. B. Superinfektion/hier: bakterielle Zweitinfektion) indiziert, da der Verlauf einer Laryngitis im Regelfall selbstlimitierend ist, d. h. dass sie ohne therapeutische Maßnahmen zum Erliegen kommt
  • Ggf. Mukolytika (schleimlösende Medikamente)
  • Unterstützende Maßnahmen: Inhalation mit milden Substanzen (Sole oder Salbei-Tee)

Nachfolgend Therapieempfehlungen für eine chronische Laryngitis:

  • Nikotin- und Alkoholrestriktion
  • Verzicht auf scharfe Gewürze
  • Anfeuchtung der trockenen Schleimhäute durch Inhalation; auf optimale Raumfeuchtigkeit achten
  • bei Reflux (Rückfluss von saurem Mageninhalt aus dem Magen in die Speiseröhre (Ösophagus);  Symptom: Sodbrennen) sind Protonenpumpenhemmer Mittel der ersten Wahl

Weitere Hinweise

  • Die Epiglottitis (Epiglottis = gr. Kehldeckel, -itis = Entzündung; Synonym: Laryngitis supraglottica) ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die meistens durch das Bakterium Haemophilus influenzae Typ B verursacht wird. Sie stellt einen Notfall dar; bereits bei Verdacht ist eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich. 
    Häufigkeitsgipfel: Kinder zwischen 2-6 Jahren; typische Symptome sind: bellender, trockener Reizhusten, der zu einer lebensbedrohlichen Atemnot führen kann.
  • Eine  Laryngitis gastrica (nichtbakterielle, entzündliche Reaktion der Schleimhaut im Kehlkopf und umgebendem Rachen durch einen Reflux (lat. refluxus "Rückfluss") von Magensekret), die relativ häufig ist, kann durch eine pflanzliche, mediterrane Diät kombiniert mit dem Trinken von alkalischem Wasser mindestens genauso gut gelindert werden wie durch die  Behandlung mit einem Protonenpumpenhemmer (Protonenpumpeninhibitoren, PPI; Säureblocker) [1].
  •  Siehe auch unter "Weitere Therapie".

Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)

Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für die natürliche Abwehr sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:

  • Vitamine (A, C, E, D3, B1, B2 B3, B5, B6, B12, Folsäure, Biotin)
  • Spurenelemente (Chrom, Eisen, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink)
  • Omega-3-Fettsäuren (Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA))
  • Sekundäre Pflanzenstoffe (z. B. Beta-Carotin, Flavonoide, Lycopin, Polyphenole)
  • Probiotika

Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen. 

Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.

Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.

Literatur

  1. Zalvan CH et al.: A Comparison of Alkaline Water and Mediterranean Diet vs Proton Pump Inhibition for Treatment of Laryngopharyngeal Reflux. JAMA Otolaryngol Head Neck Surg. Published online September 7, 2017. doi:10.1001/jamaoto.2017.1454

     
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