Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Einleitung
Kehldeckelentzündung (Epiglottitis)

Bei der akuten Epiglottitis (Synonyme: Epiglottisentzündung; Laryngitis supraglottica; ICD-10-GM J05.1 Akute Epiglottitis) handelt es sich um eine fulminant (schnell und heftig) verlaufende Entzündung des Kehlkopfdeckels (Epiglottis), die zu einer lebensbedrohlichen Verlegung der Atemwege führen kann.

Die Erkrankung wurde in der Vergangenheit meistens durch das Bakterium Haemophilus influenzae hervorgerufen. Seit Einführung der Schutzimpfung gegen Haemophilus influenzae Typ b (Hib-Impfung) ist das Krankheitsbild seltener geworden. Auslöser sind heutzutage meist andere Bakterien.

Die Kontagiosität (Ansteckungskraft bzw. Übertragungsfähigkeit des Erregers) besteht bis 24 Stunden nach Beginn einer Antibiotikatherapie.

Die Übertragung des Erregers (Infektionsweg) erfolgt entweder über Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges aufgenommen werden (Tröpfcheninfektion) bzw. aerogen, oder über Kontaktinfektion.

Häufigkeitsgipfel: Die Erkrankung tritt vorwiegend zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr auf; seit Einführung der Hib-Impfung hauptsächlich aber bei Ungeimpften und Impfversagern sowie Senioren.

Die Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen) liegt bei Kindern bei ca. 0,2 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr; bei Erwachsenen bei 1,9-3,1 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr.

Verlauf und Prognose: Die Epiglottitis ist ein Notfall! Der Transport in eine Klinik durch den Rettungsdienst muss unter Begleitung eines Notarztes erfolgen. Die Erkrankung beginnt bei Kindern plötzlich mit hohem Fieber (39-40 °C) und heftigen Schluckbeschwerden. Innerhalb von Stunden tritt Atemnot mit inspiratorischem Stridor (Atemgeräusch beim Einatmen) auf. Weitere Leitsymptome sind Sabbern, kloßige Sprache, Schluckbeschwerden und schnorchelnde Atmung. 
Bei Erwachsenen sind Schluckschmerzen, Dysphagie (Schluckstörung) und eine veränderte Stimme typische Beschwerden.

Im Extremfall kommt es zu Erstickungsanfällen, die unbehandelt innerhalb von 24 bis 48 Stunden zum Tod führen können.
Die Prognose einer akuten Epiglottitis ist bei adäquater Therapie gut.

Die Letalität (Sterblichkeit bezogen auf die Gesamtzahl der an der Krankheit Erkrankten) beträgt 10-20 %.


     
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