Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Medizingerätediagnostik
Myasthenia gravis

Obligate Medizingerätediagnostik

  • Elektrophysiologie – niederfrequente Serienstimulation (3 Hz) des Nervus accessorius oder Nervus facialis
    • ein pathologisches (krankhaftes) Ergebnis liegt vor, wenn die 5. Amplitude mindestens um 10 % kleiner ist als die 1. Amplitude (= Dekrement); ab der 6. Amplitude folgt ein leichter Wiederanstieg (= Inkrement)
    • findet sich bei maximal 20 % der Patienten mit okulärer (die Augen betreffende) und etwa bei 80 % der Patienten mit generalisierter (den gesamten Körper betreffende) Myasthenie
  • Elektromyographie (EMG; Messung der elektrischen Muskelaktivität) – bei längeren Krankheitsverläufen finden sich myopathische Veränderungen
  • Computertomographie des Thorax/Brustkorb (Thorax-CT) oder Magnetresonanztomographie des Thorax/Brustkorb (Thorax-MRT) – zum Ausschluss/Nachweis einer Thymushyperplasie (Vergrößerung des Thymus) und eines Thymoms (Tumor des Thymus)
  • Spirometrie (Basisuntersuchung im Rahmen der Lungenfunktionsdiagnostik) – zur Bestimmung der Vitalkapazität (Kenngröße für die Funktion der Lunge)
  • Transthorakale Sonographie – kann bei Kindern schon aufschlussreich sein

Fakultative Medizingerätediagnostik – in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Anamnese, körperlichen Untersuchung, Labordiagnostik und obligaten Medizingerätediagnostik – zur differentialdiagnostischen Abklärung

  • Röntgenaufnahme des Thorax (Röntgen-Thorax/Brustkorb), in zwei Ebenen – zum Ausschluss/Nachweis einer alten Tuberkulose (Tbc); diese kann bei einer Steroidtherapie zu Komplikationen führen
  • Craniozervikale Magnetresonanztomographie – bei rein okulären oder okulopharyngealen Symptomen, zum Ausschluss/Nachweis einer Raumforderung/Läsion intrakraniell (im Schädel) bzw. im Hirnstamm 

Beachte: Die Einzelfaser-Elektromyographie wird trotz ihrer diagnostischen Empfindlichkeit selten angewandt, da sie sehr aufwendig ist. Zudem ist im Falle der seronegativen Myasthenia gravis kein Nachweis möglich.

Leitlinien

  1. S2k-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Myasthenia gravis und des Lambert-Eaton-Syndroms. (AWMF-Registernummer: 030-087), September 2014 Langfassung
     
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