Die Anamnese – Krankengeschichte – stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik der Multiplen Sklerose dar
Familienanamnese
Soziale Anamnese
Vegetative Anamnese
- Sind Ihnen Symptome wie Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen oder Gangunsicherheit aufgefallen?
Eigenanamnese inklusive Medikamentenanamnese
- Vorerkrankungen
- Durchgemachte Infektionen, vor allem virale Infektionen wie Masern
Folgende diagnostische Kriterien sprechen für eine Multiple Sklerose
- Es müssen klinisch objektivierbare neurologische Störungen vorliegen
- Es muss überwiegend ein Befall der weißen Substanz des zentralen Nervensystems vorliegen
- Anamnestisch oder klinisch müssen mindestens zwei Areale des zentralen Nervensystems betroffen sein
- Der klinische Verlauf muss entweder aus zwei oder mehr Schüben unter Beteiligung verschiedener Läsionsorte bestehen, wobei die Schübe mindestens 24 Stunden andauern und nicht weniger als einen Monat Abstand haben sollen; oder einem kontinuierlichen oder schrittweisen Progress der Erkrankung über mindestens sechs Monate, wenn begleitend spezifische Laborveränderungen bestehen. Die Magnetresonanztomographie gilt als beweisend, wenn mindestens drei Monate nach einem klinisch isolierten Syndrom eine neue Läsion nachweisbar ist.
- Die neurologischen Symptome können nicht mit einer anderen Erkrankung assoziiert werden
Die Multiple Sklerose wird gemäß der oben genannten Kriterien eingeteilt in
- Sichere MS – alle fünf Kriterien sind erfüllt
- Wahrscheinliche MS – alle fünf Kriterien sind erfüllt bis auf (a) nur eine objektive neurologische Störung trotz zweier symptomatischer Episoden oder (b) nur eine symptomatische Episode trotz zweier objektiver neurologischer Befunde
- Risikoperson – die Kriterien 1, 2 und 5 sind erfüllt; der/die Betroffene weist nur eine symptomatische Episode und eine objektive Störung auf












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