Einleitung
Lidrandentzündung (Blepharitis)

Die Blepharitis (Lidrandentzündung; ICD-10 H01.0) bezeichnet die Entzündung des Augenlides (lat. Palpebra, altgriech. Blepharon). Sie stellt eine sehr häufige Erkrankung dar. 

Man kann die folgenden Formen unterscheiden:

  • Blepharitis angularis – Blepharitis der Lidwinkel (bes. lateral/seitlich)
  • Blepharitis ciliaris – Blepharitis, die auf einzelne Haarbälge von Wimpern beschränkt ist
  • Blepharitis follicularis – Blepharitis mit Entzündung der Wimpernfollikel
  • Blepharitis marginalis – Blepharitis mit chronischer Entzündung der Meibomschen Drüsen (auch Tarsaldrüsen genannt; lat.: Glandulae tarsales; sind Talgdrüsen am Rand der Augenlider)
  • Blepharitis parasitaria – Blepharitis durch sich an den Wimpern festsetzende und dort ihre Eier ablegende Parasiten, z. B. Kopf- und Filzläuse
  • Blepharitis squamosa – Blepharitis mit schuppender Entzündung des Lidrands, Ausfall der Wimpern
  • Blepharitis ulcerosa – Blepharitis, die mit gelben Krusten und Ulcerationen einhergeht; führt zu verdickten Lidränder, ggf. Ausfall der Wimpern, Trichiasis (Einwärtsdrehung der Wimpern; Wimpernscheuern)

Die Blepharitis tritt häufig in Kombination mit der Konjunktivitis (Bindehautentzündung) auf und wird dann als Blepharokonjunktivitis bezeichnet.
Auch im Zusammenhang mit dem "trockenen Auge"
(Keratoconjunctivitis sicca) wird die Blepharitis genannt.

Häufigkeitsgipfel: Die Blepharitis angularis tritt häufig bei Jugendlichen in warmen Ländern auf.

Verlauf und Prognose: Eine akute Blepharitis mit Bakterien heilt im Regelfall bei entsprechender Therapie innerhalb weniger Tag bis Wochen aus.
Eine chronische bakterielle Blepharitis mit Staphylokokken kann zu Blepharitis-Episoden führen.
Eine tägliche Lidrandhygiene und Lidrandpflege (Lidkantenpflege) hilft dabei, dass Blepharitiden seltener auftreten.
Die Prognose der Blepharitis ist gut, der Verlauf kann jedoch recht langwierig sein.


     
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