Wurzelresorption – Differentialdiagnosen

Mund, Ösophagus (Speiseröhre), Magen und Darm (K00-K67; K90-K93)

  • Dentindysplasie Typ I (Störung der Zahnbeinbildung) – kurze, konische bzw. abgerundete Zahnwurzeln mit typischer Pulpaobliteration (Verschluss des Zahnmarks); insbesondere bei generalisiertem Befall von erworbener apikaler Wurzelresorption (Wurzelabbau an der Wurzelspitze) abzugrenzen
  • Physiologische Wurzelresorption (natürlicher Abbau der Zahnwurzel) der Milchzähne – dentitionsgerechter, nicht pathologischer Wurzelabbau vor dem Zahnwechsel
  • Short-Root-Anomalie (Kurz-Wurzel-Anomalie) – entwicklungsbedingt kurze, meist abgerundete Wurzeln, häufig symmetrisch; kann insbesondere radiologisch eine externe apikale Wurzelresorption (von außen ausgehender Wurzelabbau an der Wurzelspitze) imitieren
  • Wurzelkaries (Zahnfäule an der Zahnwurzel) – wichtigste klinische Verwechslungsdiagnose einer externen zervikalen Wurzelresorption (von außen ausgehender Wurzelabbau am Zahnhals); Abgrenzung anhand klinischer Sondierung und radiologischer Morphologie

Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98)

  • Zahnwurzelfraktur (Bruch der Zahnwurzel) – Frakturspalt und posttraumatische Konturveränderungen können insbesondere bei zweidimensionaler Bildgebung mit resorptiven Defekten (Abbaubereichen der Zahnwurzel) verwechselt werden

Weiteres

  • Cervical-Burnout-Artefakt – projektionsbedingte zervikale Aufhellung im Röntgenbild, die eine externe zervikale Resorption (von außen ausgehenden Wurzelabbau am Zahnhals) vortäuschen kann