Sick Building-Syndrom (SBS) – Körperliche Untersuchung
Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:
- Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Puls, Körpergewicht, Körpergröße; des Weiteren:
- Beurteilung von Allgemeinzustand und Bewusstseinslage
- Inspektion (Betrachtung) von Haut und sichtbaren Schleimhäuten, insbesondere
- Augen und Konjunktiven (Bindehaut)
- Nase und Oropharynx (Mund-Rachen-Raum)
- Haut
- Auskultation (Abhören) der Lunge, insbesondere bei Husten, Dyspnoe (Atemnot) oder thorakalem (den Brustkorb betreffendem) Engegefühl
- Ggf. orientierende neurologische (das Nervensystem betreffende) Untersuchung – bei Kopfschmerzen, Schwindel oder Konzentrationsstörungen
- Ggf. weiterführende organbezogene Untersuchung – bei objektivierbaren Befunden, persistierenden (anhaltenden) Beschwerden außerhalb des betreffenden Gebäudes oder Hinweisen auf eine spezifische gebäudebezogene Erkrankung (Building-Related Illness; BRI), z. B. Asthma bronchiale (Bronchialasthma), Hypersensitivitätspneumonitis (allergisch bedingte Lungenentzündung), Infektion oder toxische (giftbedingte) Exposition (Einwirkung)
Für das Sick Building-Syndrom sind keine spezifischen objektivierbaren pathologischen (krankhaften) körperlichen Befunde definiert; die körperliche Untersuchung ist typischerweise unauffällig. Objektivierbare Organbefunde erfordern die differentialdiagnostische (andere Ursachen abgrenzende) Abklärung einer spezifischen gebäudebezogenen Erkrankung oder einer anderen organischen (körperlichen) Ursache.
In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.