Lipoprotein (a)-Erhöhung (Hyperlipoproteinämie) – Differentialdiagnosen

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00-E90)

  • Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) – kann die Lipoprotein(a)-Konzentration moderat erhöhen; unter adäquater Schilddrüsenhormonsubstitution (Ersatz von Schilddrüsenhormonen) ist ein Abfall möglich

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (O00-O99)

  • Schwangerschaft – physiologischer, im Verlauf der Schwangerschaft vorübergehender Anstieg der Lipoprotein(a)-Konzentration, teilweise bis etwa auf das Doppelte des Ausgangswertes; postpartal Rückkehr zum Ausgangsniveau

Urogenitalsystem (Nieren, Harnwege – Geschlechtsorgane) (N00-N99)

  • Chronische Nierenkrankheit (langandauernde Nierenerkrankung) – Lipoprotein(a) kann insbesondere bei fortgeschrittener Nierenfunktionsstörung und Dialysepflicht (Notwendigkeit einer Blutwäsche) erhöht sein
  • Menopause (Wechseljahre) – kann mit einem moderaten Anstieg der Lipoprotein(a)-Konzentration einhergehen
  • Nephrotisches Syndrom (Nierenerkrankung mit starkem Eiweißverlust) – klinisch besonders relevante sekundäre Ursache; durch den renalen Proteinverlust (Eiweißverlust über die Nieren) kann Lipoprotein(a) deutlich, teilweise mehrfach, erhöht sein

Medikamente

  • Antiretrovirale Therapie, insbesondere Proteaseinhibitoren – kann die Lipoprotein(a)-Konzentration erhöhen
  • Wachstumshormontherapie mit Somatotropin – kann zu einem ausgeprägten Anstieg der Lipoprotein(a)-Konzentration führen