Wundrose (Erysipel) – Medikamentöse Therapie
Therapieziele
- Rasche Eradikation (vollständige Beseitigung) der bakteriellen Erreger und Begrenzung der lokalen Infektion (durch Krankheitserreger verursachte Erkrankung)
- Vermeidung von Sepsis (lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion), Abszess (abgekapselte Eiteransammlung), Nekrose (Absterben von Gewebe) und funktionellen Folgeschäden
- Linderung von Schmerzen, Fieber und Ödem (Flüssigkeitsansammlung im Gewebe)
- Behandlung der Eintrittspforte und Senkung des Rezidivrisikos (Risiko für ein Wiederauftreten)
Therapieempfehlungen
- Unverzügliche systemische Antibiotikatherapie: Das typische, nicht eitrige Erysipel (Wundrose) wird überwiegend durch β-hämolysierende Streptokokken (bestimmte kugelförmige Bakterien) verursacht; Penicillin ist Mittel der ersten Wahl [1, 2, LL2, LL3].
- Therapiedauer: In der Regel 7 Tage. Eine Verlängerung auf maximal 10 Tage ist bei sehr schwerem Befund, Rezidiv (Wiederauftreten), komplizierenden Begleiterkrankungen oder verzögertem klinischen Ansprechen zu erwägen [1, LL3]. Eine routinemäßige Behandlung über 10-14 Tage ist nicht erforderlich.
- Diagnose überprüfen: Eiter, Abszess, offene Wunde, Ulkus (tief reichendes Hautgeschwür), livide oder unscharf begrenzte Rötung sowie fehlendes Ansprechen sprechen gegen ein klassisches Erysipel und können eine Phlegmone (flächige bakterielle Entzündung des Unterhautgewebes), eine Infektion durch Staphylococcus aureus (bestimmtes Bakterium) oder eine andere Differenzialdiagnose (andere mögliche Erkrankung) anzeigen [1, LL1].
- Keine routinemäßige Breitspektrumtherapie: Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) allein rechtfertigt weder eine empirische gramnegative Abdeckung noch den Einsatz eines Carbapenems. Ein erweitertes Erregerspektrum ist nur bei entsprechender Eintrittspforte, Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems), spezieller Exposition, komplizierter Infektion oder mikrobiologischem Nachweis abzudecken [1, LL2].
- Verlaufskontrolle: Ausdehnung bei Behandlungsbeginn markieren oder fotografisch dokumentieren; klinische Kontrolle nach 24-48 Stunden. Eine anfängliche Zunahme der Rötung kann trotz wirksamer Therapie vorkommen. Bei fehlender Besserung nach 48-72 Stunden sind Diagnose, Adhärenz, Eintrittspforte, Abszess, Resistenz und eine tiefe beziehungsweise nekrotisierende Infektion (rasch fortschreitende, Gewebe zerstörende Erkrankung) erneut zu prüfen [LL2, LL3].
- Mikrobiologie: Beim typischen unkomplizierten Erysipel sind Blutkulturen und Hautabstriche in der Regel nicht erforderlich. Blutkulturen beziehungsweise geeignetes Material aus Wunde, Blase oder Gewebe sind bei schwerem systemischem Verlauf, Immunsuppression, atypischer Exposition, Therapieversagen oder Verdacht auf ein ungewöhnliches Erregerspektrum möglichst vor Antibiotikagabe zu gewinnen, ohne den Therapiebeginn zu verzögern [LL2].
Antibiotikatherapie des akuten Erysipels
Die folgenden Angaben beziehen sich auf Erwachsene mit normaler Nieren- und Leberfunktion. Körpergewicht, Organfunktion, Begleitmedikation, Schwangerschaft und lokale Resistenzlage sind zu berücksichtigen.
| Wirkstoff | Besonderheiten |
| Phenoxymethylpenicillin (Penicillin V) | Mittel der ersten Wahl beim unkomplizierten Erysipel; möglichst nüchtern einnehmen. Dosisanpassung und Anwendungshinweise der Fachinformation beachten [1, FI1]. |
| Benzylpenicillin (Penicillin G) | Bei schwerem beziehungsweise kompliziertem Erysipel oder wenn eine orale Therapie nicht möglich ist. Hohe Natrium-/Kaliumzufuhr sowie Nierenfunktion beachten [1, 2, FI2]. Penicillin G wird nicht oral verabreicht. |
| Clindamycin | Alternative nur bei bestätigter β-Lactam-Sofortallergie beziehungsweise schwerer β-Lactam-Allergie. Wegen möglicher Streptokokkenresistenz nach Möglichkeit mikrobiologische Empfindlichkeit und lokale Resistenzlage berücksichtigen. Hohes Risiko einer Clostridioides-difficile-assoziierten Kolitis (durch das Bakterium Clostridioides difficile verursachte Dickdarmentzündung) [1, FI3]. |
- Wirkweise: Penicilline hemmen bakterielle Zellwandsynthese und wirken bakterizid; Clindamycin hemmt die bakterielle Proteinsynthese und wirkt überwiegend bakteriostatisch.
- Indikationen: Penicillin V beim unkomplizierten typischen Erysipel; Penicillin G bei schwerem Verlauf oder fehlender Möglichkeit zur oralen Behandlung; Clindamycin als Reservealternative bei relevanter β-Lactam-Allergie.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen den jeweiligen Wirkstoff; Kreuzallergien bei β-Lactam-Antibiotika beachten. Bei anamnestisch angegebener Penicillinallergie sollen Reaktionstyp und Schweregrad überprüft und gegebenenfalls allergologisch abgeklärt werden.
- Nebenwirkungen: Penicilline: allergische Reaktionen bis zur Anaphylaxie (schwere allergische Sofortreaktion), gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm-Beschwerden), Exanthem (Hautausschlag), selten Blutbildveränderungen oder Neurotoxizität (Schädigung des Nervensystems durch einen Wirkstoff) bei hoher Exposition. Clindamycin: Diarrhoe (Durchfall), Clostridioides-difficile-assoziierte Kolitis, Exanthem, Leberwertanstieg und Blutbildveränderungen.
Wenn der klinische Befund eher einer Phlegmone entspricht, eine eitrige Eintrittspforte vorliegt oder Staphylococcus aureus mit hoher Wahrscheinlichkeit beteiligt ist, muss die Antibiotikatherapie entsprechend der vermuteten Infektionsform und nach Möglichkeit nach Erregernachweis erweitert werden. Bei MRSA-Risiko, Bissverletzung, Wasserexposition, diabetischem Fußsyndrom (durch Diabetes verursachte Schädigung des Fußes), schwerer Immunsuppression oder nekrotisierender Infektion ist eine eigenständige kalkulierte Therapie nach den hierfür geltenden Empfehlungen erforderlich; dies ist keine Standardtherapie des Erysipels [1, LL2].
Symptomatische Pharmakotherapie
| Wirkstoff | Besonderheiten |
| Paracetamol | Zur Behandlung von Schmerzen und Fieber. Bei Körpergewicht unter 50 kg, Dehydratation (Flüssigkeitsmangel), Mangelernährung, chronischem Alkoholkonsum sowie Nieren- oder Leberfunktionsstörung ist die Tageshöchstdosis zu reduzieren beziehungsweise das Dosierungsintervall anzupassen. Paracetamolhaltige Kombinationspräparate in die Gesamtdosis einrechnen [FI5]. |
- Wirkweise: Zentral analgetisch und antipyretisch; keine klinisch relevante antiphlogistische Wirkung.
- Indikationen: Leichte bis mäßig starke Schmerzen und Fieber.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit und schwere Leberfunktionsstörung; weitere Einschränkungen der Fachinformation beachten.
- Nebenwirkungen: In therapeutischer Dosierung selten; bei Überdosierung besteht das Risiko einer schweren Hepatotoxizität (Leberschädigung). Antidot bei relevanter Überdosierung ist N-Acetylcystein.
Ungewöhnlich starke oder im Verhältnis zum Hautbefund unverhältnismäßige Schmerzen sind kein Anlass zur unkritischen Eskalation auf Opioide, sondern ein Warnsignal für eine tiefe beziehungsweise nekrotisierende Infektion.
Lokale und supportive Therapie
- Hochlagerung: Die betroffene Extremität (Arm oder Bein) hochlagern; lokale Kühlung kann bei subjektiver Linderung eingesetzt werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist anzustreben, sofern keine Kontraindikation besteht.
- Mobilisation: Keine generelle strikte Bettruhe. Mobilisation erfolgt nach Kreislaufstabilität, Schmerzen und Allgemeinzustand.
- Kompression: Bei Erysipel einer ödematösen Extremität (durch Flüssigkeitseinlagerung geschwollene Gliedmaße) kann nach Beginn der Antibiotikatherapie eine frühzeitige, fachgerecht angelegte Kompression die Beschwerden und Entzündungsaktivität reduzieren. Voraussetzung sind Verträglichkeit, ausreichende arterielle Perfusion (Blutversorgung über die Arterien) und das Fehlen lokaler Kontraindikationen [3].
- Eintrittspforte: Interdigitalmykose (Pilzinfektion zwischen den Zehen), Rhagaden (schmale Hauteinrisse), Ekzem (entzündliche Hauterkrankung), Ulkus oder Wunde gezielt behandeln. Antiseptika werden nur an einer geeigneten offenen Eintrittspforte beziehungsweise Wunde eingesetzt; auf intakter erysipelatöser Haut ersetzen Povidon-Iod, Polyhexanid oder Kaliumpermanganat keine systemische Antibiotikatherapie.
- Thromboseprophylaxe: Eine medikamentöse venöse Thromboembolieprophylaxe erfolgt bei stationären oder relevant immobilisierten Patienten risikoadaptiert, nicht routinemäßig bei jedem Erysipel.
Stationäre Behandlung und Sequenztherapie
Eine stationäre Aufnahme beziehungsweise initial intravenöse Behandlung ist insbesondere angezeigt bei:
- hämodynamischer Instabilität (Kreislaufinstabilität), Sepsis oder Organdysfunktion (Störung einer Organfunktion);
- rascher Progression, schweren Allgemeinsymptomen oder ausgeprägter systemischer Entzündungsreaktion (Entzündungsreaktion des gesamten Körpers);
- bullösem (blasenbildendem), hämorrhagischem (mit Blutungen einhergehendem), nekrotischem (mit abgestorbenem Gewebe einhergehendem) oder phlegmonösem (flächig-eitrigem) Befund;
- starken, unverhältnismäßigen Schmerzen oder Verdacht auf eine nekrotisierende Infektion;
- periorbitaler (um die Augenhöhle gelegener) beziehungsweise fazialer (im Gesicht gelegener) Lokalisation mit Verdacht auf tiefere Ausbreitung;
- schwerer Immunsuppression oder klinisch relevanter dekompensierter Begleiterkrankung;
- fehlender Möglichkeit zur oralen Einnahme beziehungsweise Resorption;
- Versagen einer adäquaten ambulanten Therapie oder nicht gesicherter ambulanter Überwachung.
Bei klinischer Stabilisierung, deutlicher lokaler Besserung, Entfieberung und gesicherter oraler Einnahme kann üblicherweise nach 2-3 Tagen auf eine orale Therapie umgestellt werden. Bei Nekrose, Abszess oder Verdacht auf nekrotisierende Fasziitis (lebensbedrohliche Entzündung der bindegewebigen Gewebehüllen) ist unverzüglich eine chirurgische Beurteilung erforderlich [LL2, LL3].
Ein Erysipel im Gesicht ist keine eigenständige Indikation zur Antikoagulation (medikamentöse Hemmung der Blutgerinnung). Antikoagulation beziehungsweise therapeutische Behandlung einer Thrombose (Blutgerinnsel in einem Blutgefäß) erfolgt nur bei gesonderter klinischer Indikation oder nachgewiesener thrombotischer Komplikation.
Red Flags
- Nekrotisierende Infektion: rasche Ausbreitung, unverhältnismäßig starke Schmerzen, Hautanästhesie (fehlende Hautempfindung), livide Verfärbung, hämorrhagische Bullae (blutgefüllte Blasen), Krepitation (knisterndes Tast- oder Hörgeräusch) oder Nekrose erfordern sofortige chirurgische Exploration und kalkulierte intravenöse Breitspektrumtherapie [LL2].
- Sepsis: Hypotonie (zu niedriger Blutdruck), Bewusstseinsstörung, Tachypnoe (beschleunigte Atmung), Oligurie (verminderte Urinausscheidung), Laktaterhöhung oder andere Zeichen einer Organdysfunktion erfordern notfallmäßige stationäre Behandlung.
- Orbitale Beteiligung (Beteiligung der Augenhöhle): Augenbewegungsschmerz, Ophthalmoplegie (Lähmung der Augenmuskeln), Proptosis (Hervortreten des Augapfels), Visusminderung (Sehverschlechterung) oder afferenter Pupillendefekt (Störung der Lichtreaktion einer Pupille durch Schädigung der zuführenden Sehbahn) bei periorbitaler Rötung erfordern sofortige ophthalmologische und gegebenenfalls HNO-ärztliche Mitbeurteilung.
- Therapieversagen: fehlende Besserung nach 48-72 Stunden oder neue systemische Verschlechterung erfordern erneute Diagnostik und Anpassung des Behandlungskonzepts [LL3].
Rezidivprophylaxe des Erysipels
Vorrangig sind modifizierbare Risikofaktoren zu behandeln: chronisches Ödem beziehungsweise Lymphödem (Schwellung durch Lymphstau), chronisch-venöse Insuffizienz (dauerhafte Schwäche der Beinvenen), Interdigitalmykose, Rhagaden, Ekzeme, Ulzera, Adipositas (starkes Übergewicht) und unzureichende Hautpflege. Bei chronischem Beinödem senkt eine konsequente Kompressionstherapie das Rezidivrisiko [4].
Eine antibiotische Prophylaxe ist keine Maßnahme nach einer einzelnen unkomplizierten Episode. Sie kann nach mindestens einem gesicherten Rezidiv, insbesondere bei häufigen Episoden trotz konsequenter Risikofaktorkontrolle, individuell erwogen werden. Internationale Leitlinien verwenden teils Schwellen von mindestens 2 Episoden innerhalb von 12 Monaten; die Entscheidung soll Häufigkeit, Schweregrad, fortbestehende Risikofaktoren und Patientenpräferenz berücksichtigen [5, 6, LL2, LL3].
| Wirkstoff | Besonderheiten |
| Phenoxymethylpenicillin (Penicillin V) | Beste randomisierte Evidenz für rezidivierende Bein-Erysipele; die Schutzwirkung nimmt nach Absetzen ab [5, 6]. Dosis und verfügbare Wirkstärke sind individuell abzugleichen; prophylaktische Anwendung kann zulassungsüberschreitend sein [FI1]. |
| Benzathin-Benzylpenicillin | Alternative bei unzureichender oraler Adhärenz oder fehlender oraler Durchführbarkeit. Ausschließlich tief intramuskulär und niemals intravenös verabreichen; Anwendung und Dosierung können zulassungsüberschreitend sein [6, FI4]. |
- Wirkweise: Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese mit bakterizider Wirkung auf empfindliche Streptokokken.
- Indikationen: Individuell ausgewählte Patienten mit wiederholten, gesicherten Erysipelrezidiven trotz bestmöglicher Kontrolle prädisponierender Faktoren.
- Kontraindikationen: Penicillinüberempfindlichkeit; weitere Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen der jeweiligen Fachinformation beachten.
- Nebenwirkungen: Allergische Reaktionen bis zur Anaphylaxie, gastrointestinale Beschwerden, lokale Schmerzen nach intramuskulärer Gabe sowie selten Blutbildveränderungen oder neurologische Reaktionen bei hoher Exposition.
Nach Ende der Prophylaxe ist das Rezidivrisiko erneut zu bewerten. Bei fortbestehendem Lymphödem oder anderen nicht ausreichend korrigierbaren Risikofaktoren kann nach fachärztlicher Reevaluation eine längere Prophylaxe erforderlich sein [5, 6].
Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)
Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für das Immunsystem sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:
- Vitamine (A, C, E, D3, B1, B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), B6, B12, Folsäure, Biotin)
- Spurenelemente (Chrom, Eisen, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink)
- Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren: Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA))
- Sekundäre Pflanzenstoffe (Beta-Carotin, Flavonoide (Citrusfrüchte), Lycopin (Tomaten), Proanthocyanidine (Cranberrys), Polyphenole)
- Weitere Vitalstoffe (Probiotische Kulturen: Laktobazillen, Bifidobakterien)
Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.
Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.
Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.
Abkürzungsverzeichnis
- AWMF – Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V.
- FI – Fachinformation
- ggf. – gegebenenfalls
- HNO – Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
- LL – Leitlinie
- mg – Milligramm
- MRSA – Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus
- NICE – National Institute for Health and Care Excellence
- S1 – Stufe 1 der AWMF-Leitlinienklassifikation
- z. B. – zum Beispiel
- β – Beta
Literatur
- Sunderkötter C, Schieffers H, Becker K, Ehrchen J: Häufige Haut- und Weichgewebeinfektionen – aktuelle Empfehlungen. Dermatologie 2025;76:470-479. doi: 10.1007/s00105-025-05537-6.
- Schieffers H et al.: Allgemeinsymptome und Ansprechen auf Benzylpenicillin bei Erysipel und unkomplizierter Phlegmone: eine retrospektive monozentrische Studie mit 704 Patienten. J Dtsch Dermatol Ges 2026. doi: 10.1111/ddg.15957_g.
- Dräger S, Kiehne C, Zinser G, Kahle B: Die frühzeitige Behandlung des Erysipels mittels Kompressionstherapie reduziert das C-reaktive Protein und Symptome – Ergebnisse einer randomisiert kontrollierten Studie. J Dtsch Dermatol Ges 2025;23:1274-1281. doi: 10.1111/ddg.15829_g.
- Webb E et al.: Compression Therapy to Prevent Recurrent Cellulitis of the Leg. N Engl J Med 2020;383:630-639. doi: 10.1056/NEJMoa1917197.
- Thomas KS et al.: Penicillin to Prevent Recurrent Leg Cellulitis. N Engl J Med 2013;368:1695-1703. doi: 10.1056/NEJMoa1206300.
- Dalal A et al.: Interventions for prevention of recurrent erysipelas and cellulitis. Cochrane Database Syst Rev 2017;6:CD009758. doi: 10.1002/14651858.CD009758.pub2.
Leitlinien
- S1-Leitlinie: Differentialdiagnose akuter und chronischer Rötungen im Bereich der Unterschenkel (AWMF-Registernummer: 013-100), Dezember 2021 Langfassung [LL1]
- Stevens DL, Bisno AL, Chambers HF et al.: Practice Guidelines for the Diagnosis and Management of Skin and Soft Tissue Infections: 2014 Update by the Infectious Diseases Society of America. Clin Infect Dis 2014;59:e10-e52. doi: 10.1093/cid/ciu444 [LL2]
- National Institute for Health and Care Excellence: Cellulitis and erysipelas: antimicrobial prescribing. NICE Guideline NG141, September 2019. Leitlinie [LL3]
Fachinformationen
- Penicillin V-ratiopharm 1 Mega/1,5 Mega Filmtabletten. Fachinformation [FI1]
- Penicillin G INFECTOPHARM. Stand März 2025. Fachinformation [FI2]
- Clindamycin-ratiopharm 600 mg Filmtabletten. Stand März 2026. Fachinformation [FI3]
- Tardocillin 1200. Fachinformation [FI4]
- Paracetamol BC 500 mg Tabletten. Stand Januar 2025. Fachinformation [FI5]