Keuchhusten (Pertussis) – Körperliche Untersuchung
Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:
- Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Körpertemperatur und Atemfrequenz; bei Säuglingen bzw. klinisch schwerem Verlauf zusätzlich Bestimmung der peripheren Sauerstoffsättigung (Sauerstoffgehalt des Blutes); des Weiteren:
- Inspektion und Beobachtung des spontanen Atem- und Hustenmusters
- [Stadium convulsivum (Krampfhustenstadium): anfallsartige Serien stakkatoartiger Hustenstöße mit anschließendem inspiratorischem Ziehen (keuchendes Einatmen) (Keuchen bzw. Stridor (pfeifendes Atemgeräusch)); häufig Hervorwürgen von zähem Schleim und posttussives Erbrechen (Erbrechen nach Husten)]
- [Säuglinge: Apnoen (Atempausen) können im Vordergrund stehen, ggf. auch ohne typische Hustenanfälle]
- Untersuchung der Lunge
- Auskultation der Lunge
- Beurteilung der Atemarbeit und des Atemmusters
- Bei klinisch schwerem Verlauf orientierende neurologische Untersuchung zur Beurteilung von Bewusstseinslage und neurologischem Status (Zustand des Nervensystems)
- Inspektion und Beobachtung des spontanen Atem- und Hustenmusters
Red Flags (Warnzeichen) bei Pertussis (Keuchhusten)
- Apnoen, insbesondere bei Säuglingen
- Zyanose (Blauverfärbung von Haut oder Schleimhäuten) oder Hypoxämie (Sauerstoffmangel im Blut)
- Ausgeprägte Atemnot bzw. zunehmende respiratorische Erschöpfung (Erschöpfung der Atmung)
- Bradykardie (zu langsamer Herzschlag) im Zusammenhang mit Apnoen bei Säuglingen
- Trinkschwäche mit klinischen Zeichen der Dehydratation (Flüssigkeitsmangel) bei Säuglingen und Kleinkindern
- Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen
In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.