Mund-Antrum-Verbindung (MAV) – Einleitung

Bei einer Mund-Antrum-Verbindung (MAV) handelt es sich um eine offene Verbindung zwischen Mund- und Kieferhöhle, selten auch zwischen Mund- und Nasenhöhle.

Synonyme und ICD-10: oroantrale Verbindung; ICD-10-GM T81: Komplikationen bei Eingriffen, andernorts nicht klassifiziert

Formen der Mund-Antrum-Verbindung (MAV)

  • Akute MAV: Tritt unmittelbar nach einem operativen Eingriff auf und wird meist intraoperativ verschlossen.
  • Chronische MAV: Besteht, wenn die akute Verbindung nicht erfolgreich verschlossen wurde oder sich erneut geöffnet hat.

Ursachen der MAV

Eine MAV entsteht zumeist als Komplikation operativer Eingriffe – Zahnextraktionen (Zahnentfernung) oder Wurzelspitzenresektionen (Entfernung (Resektion) einer Wurzelspitze (Apex) des Zahnes) – aufgrund ungünstiger anatomischer Verhältnisse und wird in der Regel intraoperativ verschlossen. Besteht die Verbindung länger, handelt es sich um eine chronische Mund-Antrum-Verbindung.

Epidemiologie

Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) einer Eröffnung der Kieferhöhle liegt bei circa 5 % aller Extraktionen im oberen Seitenzahngebiet. Am häufigsten betroffen sind:

  • Erste Molaren (Backenzähne)
  • Zweite Molaren
  • Zweite Prämolaren (kleine Backenzähne)

Verlauf und Prognose

Mund-Antrum-Verbindung (MAV)

Definition: Bei einer Mund-Antrum-Verbindung (MAV), auch oroantrale Verbindung genannt, handelt es sich um eine offene Verbindung zwischen der Mund- und Kieferhöhle, selten auch zwischen der Mund- und Nasenhöhle.

Ursachen: Eine MAV entsteht zumeist als Komplikation operativer Eingriffe wie Zahnextraktionen oder Wurzelspitzenresektionen aufgrund ungünstiger anatomischer Verhältnisse. In der Regel wird die Verbindung intraoperativ verschlossen. Besteht die Verbindung länger, spricht man von einer chronischen Mund-Antrum-Verbindung.

Formen der MAV

  • Akute MAV: Tritt unmittelbar nach einem operativen Eingriff auf und wird meist intraoperativ verschlossen.
  • Chronische MAV: Besteht, wenn die akute Verbindung nicht erfolgreich verschlossen wurde oder sich erneut geöffnet hat.

Epidemiologie

Die Prävalenz einer Eröffnung der Kieferhöhle liegt bei circa 5 % aller Extraktionen im oberen Seitenzahngebiet. Am häufigsten betroffen sind:

  • Erste Molaren (Backenzähne)
  • Zweite Molaren
  • Zweite Prämolaren (kleine Backenzähne)

Verlauf und Prognose

Verlauf

  • Akute Phase: Eine MAV kann unmittelbar nach dem Eingriff erkannt und verschlossen werden.
  • Chronische Phase: Bei nicht erfolgreichem Verschluss kann die MAV bestehen bleiben und sich zu einer chronischen MAV entwickeln, die häufig mit einer Sinusitis maxillaris (Kieferhöhlenentzündung) assoziiert ist.

Prognose

  • Operative Deckung: Die operative plastische Deckung einer MAV ist nicht immer erfolgreich und kann erneute, technisch aufwendigere Eingriffe nach sich ziehen.
  • Komplikationen: Länger bestehende chronische MAVs können zu einer persistierenden Sinusitis maxillaris führen, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann.

Komorbiditäten

  • Sinusitis maxillaris: Eine länger bestehende chronische MAV wird in aller Regel durch eine Kieferhöhlenentzündung verschlechtert. Dies kann zu chronischen Schmerzen, Schwellungen und eitrigem Ausfluss führen und erfordert häufig antibiotische Behandlung und ggf. chirurgische Eingriffe.

Empfehlungen für das Management

  1. Früherkennung und Prävention: Bei Extraktionen im oberen Seitenzahngebiet sollte die Möglichkeit einer MAV immer in Betracht gezogen und präventive Maßnahmen ergriffen werden.
  2. Intraoperative Kontrolle: Eine gründliche intraoperative Kontrolle und ein sofortiger Verschluss bei Erkennen einer MAV sind essenziell.
  3. Postoperative Überwachung: Engmaschige postoperative Überwachung und rechtzeitige Intervention bei Verdacht auf eine MAV können helfen, chronische Verläufe zu verhindern.
  4. Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Bei chronischen Fällen sollte eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten, HNO-Ärzten und Kieferchirurgen erfolgen, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Diese strukturierte Vorgehensweise und die Berücksichtigung der epidemiologischen Daten sowie des Verlaufs und der Prognose helfen, die Patientenversorgung bei MAV zu optimieren.