Tabakkonsum in der Stillzeit

Kernaussage: Vollständige Tabak- und Nikotinabstinenz ist auch während der Laktationsphase das medizinische Ziel. Gelingt der Rauchstopp nicht unmittelbar, stellt der Tabakkonsum der Mutter jedoch grundsätzlich keine Indikation (medizinischen Grund) zum Abstillen dar. Das Stillen soll fortgeführt werden, während gleichzeitig eine strukturierte Tabakentwöhnung eingeleitet und die Exposition (Belastung) des Säuglings gegenüber Nikotin, Passivrauch und Tabakrauchrückständen konsequent minimiert wird [1, LL1, LL3].

Tabakrauch enthält neben Nikotin zahlreiche toxische und kanzerogene (krebserregende) Substanzen, darunter Kohlenmonoxid, Feinstaub, tabakspezifische Nitrosamine, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Aldehyde und Schwermetalle. Die gesundheitlichen Risiken des mütterlichen Rauchens entstehen daher nicht allein durch Nikotin in der Muttermilch, sondern wesentlich auch durch die pränatale (vor der Geburt bestehende) Exposition, die postnatale (nach der Geburt bestehende) Passivrauchexposition und die Belastung der häuslichen Umgebung [1, 2, LL1].

Formen und Wege der Exposition

Während der Stillzeit sind sämtliche Tabak- und Nikotinprodukte zu erfassen:

  • Konventionelle Zigaretten: Exposition gegenüber Nikotin sowie zahlreichen gas- und partikelförmigen Verbrennungsprodukten
  • Zigarren, Pfeifen und Wasserpfeifen: Exposition gegenüber Nikotin, Kohlenmonoxid und weiteren Verbrennungsprodukten
  • E-Zigaretten: Exposition gegenüber Nikotin und potenziell toxischen Aerosolbestandteilen; belastbare Langzeitdaten für gestillte Säuglinge fehlen
  • Tabakerhitzer: Exposition gegenüber Nikotin und toxischen Aerosolbestandteilen trotz geringerer Konzentrationen einzelner Verbrennungsprodukte
  • Rauchlose Tabakprodukte: z. B. Snus oder Kautabak mit potenziell hoher und länger anhaltender Nikotinaufnahme
  • Nikotinbeutel: keine Verbrennungsprodukte, aber systemische Nikotinaufnahme (Aufnahme in den gesamten Körperkreislauf) und Übertritt in die Muttermilch

Für den Säugling bestehen drei wesentliche Expositionswege:

  • Muttermilch: Übertritt von Nikotin, Cotinin und weiteren aufgenommenen Tabakbestandteilen
  • Passivrauch: Inhalation (Einatmen) des Nebenstromrauchs und des vom Raucher ausgeatmeten Rauchs
  • Tabakrauchrückstände: Ablagerung von Schadstoffen an Haut, Haaren, Kleidung, Möbeln, Teppichen, Autositzen und weiteren Oberflächen

Abstillen beseitigt weder die Passivrauchbelastung noch die Belastung durch Tabakrauchrückstände. Die wirksamste Expositionsminderung besteht deshalb in einem vollständigen Rauchstopp aller Haushaltsmitglieder und einer dauerhaft rauchfreien Umgebung.

Nikotin in der Muttermilch

Nikotin wird nach dem Rauchen oder Inhalieren rasch resorbiert (in den Körper aufgenommen) und tritt aufgrund seines niedrigen Molekulargewichts und seiner physikochemischen Eigenschaften schnell in die Muttermilch über. Durch die im Vergleich zum mütterlichen Plasma (flüssigen Bestandteil des Blutes) etwas niedrigere Acidität (Säuregrad) der Muttermilch kann es zu einer Anreicherung von Nikotin kommen. Das Konzentrationsverhältnis zwischen Muttermilch und Plasma ist jedoch variabel und darf nicht pauschal mit einem festen Faktor angegeben werden [1, 5].

Nach inhalativer Aufnahme wird der maximale systemische Nikotinspiegel innerhalb kurzer Zeit erreicht. Die Plasmahalbwertszeit (Zeit bis zur Halbierung der Konzentration im Blut) beträgt ungefähr 1-2 Stunden. Die Nikotinkonzentration in der Muttermilch wird insbesondere beeinflusst durch:

  • Konsummenge: Anzahl und Nikotingehalt der konsumierten Produkte
  • Konsumfrequenz: wiederholter Konsum in kurzen Abständen kann zu einer nahezu kontinuierlichen Exposition führen
  • Inhalationsverhalten: Inhalationstiefe und individuelle Resorption
  • Produktart: Zigarette, E-Zigarette, Wasserpfeife, Nikotinbeutel oder Nikotinersatzpräparat
  • Zeitlicher Abstand: Abstand zwischen Nikotinkonsum und Stillmahlzeit

Mit zunehmendem zeitlichem Abstand zwischen dem Nikotinkonsum und der nächsten Stillmahlzeit nimmt die Nikotinkonzentration in der Regel ab. Ein verbindlicher Mindestabstand, nach dessen Ablauf die Muttermilch sicher nikotinfrei wäre, ist jedoch nicht evidenzbasiert. Wird trotz Beratung geraucht, sollte deshalb möglichst zuerst gestillt und erst anschließend geraucht werden, um den Abstand bis zur nächsten Stillmahlzeit zu maximieren [1, LL1].

Ein hungriger Säugling soll nicht über längere Zeit vom Stillen abgehalten werden, um eine willkürlich festgelegte Wartezeit einzuhalten. Die Fortführung des Stillens besitzt Vorrang vor einer starren Zeitregel.

Abpumpen und Verwerfen der Muttermilch beschleunigt die systemische Elimination (Ausscheidung und den Abbau im Körper) von Nikotin nicht. Die Konzentration in der Muttermilch sinkt entsprechend dem Abfall der mütterlichen Plasmakonzentration. Ein routinemäßiges Abpumpen und Verwerfen nach dem Rauchen ist deshalb nicht erforderlich [1].

Einfluss auf Stillbeginn und Stilldauer

Rauchen ist in Beobachtungsstudien konsistent mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit des Stillbeginns, einer kürzeren Stilldauer und einem früheren Abstillen assoziiert [1, 3]. Auch eine Passivrauchexposition der Mutter während der Schwangerschaft war in einer Metaanalyse mit einem erhöhten Risiko für eine verkürzte Stilldauer verbunden [4].

Aktuelle Daten zeigen zudem, dass Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft oder früh in der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufhören, häufiger mit dem Stillen beginnen als Frauen, die bis in spätere Schwangerschaftsphasen weiterrauchen. Der Zusammenhang kann jedoch neben biologischen Mechanismen auch durch Stillintention, sozioökonomische Faktoren, psychische Belastungen und die Verfügbarkeit professioneller Unterstützung beeinflusst sein [1].

Einfluss auf Milchbildung und Milchspendereflex

Rauchen kann mit einer verminderten Milchproduktion assoziiert sein. Als mögliche Mechanismen werden eine Beeinflussung der Prolaktinsekretion (Ausschüttung des milchbildenden Hormons Prolaktin), Veränderungen der neuroendokrinen Regulation (Steuerung durch das Nerven- und Hormonsystem) des Milchspendereflexes (Auslösen des Milchflusses) und eine geringere Stillfrequenz diskutiert [1, 2]. Die kausale Bedeutung einzelner Mechanismen ist nicht abschließend geklärt.

Bei vermuteter unzureichender Milchbildung sind neben dem Tabakkonsum weitere häufige Ursachen zu überprüfen:

  • Stillfrequenz: zu seltenes oder zeitlich stark begrenztes Stillen
  • Anlegetechnik: unzureichendes Erfassen von Brustwarze und Warzenhof
  • Milchtransfer: ineffektives Saugen oder fehlendes hörbares Schlucken
  • Brustentleerung: unvollständige oder unregelmäßige Entleerung
  • Säuglingsbezogene Faktoren: Frühgeburtlichkeit, Erkrankungen, orale Fehlbildungen oder eingeschränkte Saugkoordination
  • Mütterliche Faktoren: endokrine Erkrankungen (hormonelle Erkrankungen), Medikamente, anatomische Besonderheiten, Schmerzen, Erschöpfung oder psychosoziale Belastungen

Eine vermeintlich geringe Milchmenge darf nicht allein dem Rauchen zugeschrieben werden. Eine frühzeitige qualifizierte Stillberatung und eine objektive Beurteilung der Gewichtsentwicklung sind erforderlich.

Zusammensetzung der Muttermilch

Systematische Übersichten zeigen, dass mütterliches Rauchen mit Veränderungen einzelner Bestandteile der Muttermilch assoziiert sein kann. Beschrieben wurden unter anderem Unterschiede bei Fettsäuren, antioxidativen Schutzsystemen, immunologisch aktiven Proteinen (Eiweißen des Abwehrsystems) und einzelnen Mikronährstoffen [2, 11].

Die Studien sind jedoch erheblich heterogen hinsichtlich:

  • Rauchintensität: unterschiedliche Zahl täglich gerauchter Zigaretten
  • Zeitpunkt der Probenentnahme: Kolostrum (Vormilch), Übergangsmilch oder reife Muttermilch
  • Ernährung: unzureichend kontrollierte Unterschiede der mütterlichen Nährstoffzufuhr
  • Pränatale Exposition: häufig fehlende Trennung zwischen Rauchen während der Schwangerschaft und während der Stillzeit
  • Passivrauchexposition: unterschiedliche Belastung durch rauchende Haushaltsmitglieder
  • Sozioökonomische Faktoren: mögliche Residualkonfundierung

Aus den beobachteten biochemischen Unterschieden können daher keine verlässlichen Aussagen über klinisch relevante Veränderungen der Gesamtqualität der Muttermilch oder über konkrete Langzeitfolgen für den Säugling abgeleitet werden. Die Muttermilch einer rauchenden Mutter bleibt grundsätzlich die empfohlene Ernährung gegenüber einem Abstillen allein aufgrund des Tabakkonsums [LL1, LL3].

Jodversorgung

Vergleichsweise gut dokumentiert ist eine verminderte Jodkonzentration in der Muttermilch rauchender Frauen. Thiocyanat aus Tabakrauch kann den Natrium-Jodid-Symporter hemmen und dadurch den Jodtransport in die Brustdrüse beeinträchtigen. In einer klinischen Studie waren sowohl die Jodkonzentration in der Muttermilch als auch die Jodausscheidung der gestillten Säuglinge bei rauchenden Müttern vermindert [9].

Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen:

  • Bedarfsgerechte Jodzufuhr: Die leitliniengerechte Jodversorgung der stillenden Mutter ist sicherzustellen.
  • Indizierte Supplementierung: Eine bedarfsgerechte Jodsupplementierung während der Stillzeit ist sinnvoll und soll bei rauchenden Frauen nicht unterbleiben.
  • Keine Überkompensation: Eine eigenständige hoch dosierte Jodsupplementierung zur vermeintlichen Kompensation des Rauchens ist nicht evidenzbasiert.
  • Kein Ersatz des Rauchstopps: Eine ausreichende Jodzufuhr kann die übrigen toxischen Wirkungen von Tabakrauch und Nikotin nicht ausgleichen.

Die nachgewiesene Verminderung der Jodkonzentration erlaubt nicht die pauschale Schlussfolgerung, dass jeder gestillte Säugling einer rauchenden Mutter eine Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) oder eine kognitive Entwicklungsstörung (Störung der geistigen Entwicklung) entwickelt.

Akute Wirkungen auf den Säugling

In einer kontrollierten Kurzzeitstudie war das Rauchen der Mutter vor dem Stillen mit einer verminderten Schlafdauer des Säuglings verbunden [6]. Eine kleine physiologische Studie zeigte außerdem einen Zusammenhang zwischen der Nikotinkonzentration in der Muttermilch und Veränderungen der Herzfrequenzvariabilität männlicher Säuglinge [7]. Die klinische Langzeitbedeutung dieser Befunde ist nicht abschließend geklärt.

Bei hoher Nikotinexposition können unspezifische Symptome auftreten:

  • Neurologisch (das Nervensystem betreffend): Unruhe, Zittrigkeit, Reizbarkeit oder Schlafstörungen
  • Kardiovaskulär (Herz und Kreislauf betreffend): Tachykardie (Herzrasen)
  • Gastrointestinal (Magen und Darm betreffend): verminderter Appetit, Übelkeit, Erbrechen oder Diarrhoe (Durchfall)
  • Trinkverhalten: unruhiges Trinken oder Trinkschwäche

Diese Symptome sind nicht spezifisch für eine Nikotinexposition und erfordern eine pädiatrische Differentialdiagnostik (Abklärung anderer möglicher Ursachen). Ein isolierter Kausalzusammenhang zwischen der Nikotinaufnahme über die Muttermilch und langfristigen kognitiven Defiziten oder einem verminderten Intelligenzquotienten ist nicht nachgewiesen.

Passivrauch und Atemwegserkrankungen

Die gesundheitlichen Risiken für den Säugling entstehen zu einem erheblichen Teil durch die inhalative Passivrauchexposition. Diese Belastung besteht unabhängig davon, ob der Säugling gestillt oder mit Säuglingsnahrung ernährt wird.

Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse zeigte bei häuslicher Tabakrauchbelastung ein erhöhtes Risiko für Bronchitis (Entzündung der Bronchien), Bronchiolitis (Entzündung der kleinen Atemwege) und weitere Infektionen der unteren Atemwege im Säuglingsalter. Die Exposition durch mehrere rauchende Haushaltsmitglieder war mit einem höheren Risiko verbunden als die Exposition durch nur einen Raucher [8].

Darüber hinaus ist Passivrauch mit folgenden Gesundheitsrisiken assoziiert:

  • Atemwege: vermehrte Atemwegssymptome, eingeschränkte Lungenfunktion und erhöhtes Asthmarisiko
  • Infektionen: erhöhte Häufigkeit unterer Atemwegsinfektionen
  • Mittelohr: erhöhtes Risiko für Otitis media (Mittelohrentzündung)
  • Schlafbezogene Mortalität: erhöhtes Risiko für plötzlichen Säuglingstod und weitere schlafbezogene Todesfälle

Rauchen am geöffneten Fenster, unter einer Dunstabzugshaube, in einem anderen Zimmer oder bei eingeschalteter Lüftung verhindert die Exposition nicht zuverlässig. Auch Luftreiniger beseitigen nicht sämtliche gas- und partikelförmigen Schadstoffe. Wohnung und Kraftfahrzeug müssen deshalb vollständig rauchfrei bleiben [LL2, FI1].

Tabakrauchrückstände

Tabakrauchbestandteile können nach dem Erlöschen der Zigarette an Haut, Haaren, Kleidung, Möbeln, Teppichen, Kinderwagen und Autositzen verbleiben. Säuglinge können diese Rückstände durch Einatmen aufgewirbelter Partikel, Hautkontakt und Hand-Mund-Kontakt aufnehmen.

Händewaschen, Mundspülung und der Wechsel der äußeren Kleidung nach dem Rauchen können die Verschleppung von Rückständen vermindern, gewährleisten jedoch keine schadstofffreie Exposition. Diese Maßnahmen sind daher lediglich ergänzende Schadensminderungsmaßnahmen und kein Ersatz für den Rauchstopp oder eine vollständig rauchfreie Umgebung.

Plötzlicher Säuglingstod

Pränatale und postnatale Tabakrauchbelastung gehören zu den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren des plötzlichen Säuglingstods. In einer Metaanalyse von 35 Fall-Kontroll-Studien war mütterliches Rauchen sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt mit einer annähernden Verdopplung des Risikos assoziiert. Zusätzlich zeigte sich eine Dosis-Wirkungs-Beziehung [10].

Da viele Frauen sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt rauchen, lassen sich die Auswirkungen der pränatalen Exposition, der postnatalen Passivrauchexposition und des Nikotinübertritts in die Muttermilch nicht vollständig voneinander trennen.

Sicherer Säuglingsschlaf

Bei Tabak- oder Nikotinexposition sind die Empfehlungen zum sicheren Säuglingsschlaf besonders konsequent umzusetzen [LL2, LL4]:

  • Rückenlage: Der Säugling wird für jeden Schlaf auf den Rücken gelegt.
  • Feste Unterlage: Die Matratze muss fest, eben und horizontal sein.
  • Eigenes Kinderbett: Der Säugling soll im Zimmer der Eltern, aber auf einer eigenen Schlaffläche schlafen.
  • Kein Bed-Sharing bei Rauchern: Hat die Mutter während der Schwangerschaft geraucht oder raucht ein Elternteil aktuell, soll der Säugling nicht im Erwachsenenbett schlafen. Dies gilt auch, wenn nicht im Schlafzimmer geraucht wird.
  • Keine Sofas oder Sessel: Gemeinsames Einschlafen mit dem Säugling auf einem Sofa, Sessel oder einer anderen weichen Unterlage ist zu vermeiden.
  • Keine Überwärmung: Übermäßige Bekleidung und zu hohe Raumtemperaturen sind zu vermeiden.
  • Freie Atemwege: Kopfkissen, Fellunterlagen, Nestchen, lose Decken und größere Kuscheltiere gehören nicht in das Säuglingsbett.
  • Rauchfreie Umgebung: Der Säugling muss bereits während der Schwangerschaft und während des gesamten Säuglingsalters in einer rauchfreien Umgebung leben.

Stillen ist mit einem verminderten Risiko für plötzlichen Säuglingstod und weitere schlafbezogene Todesfälle assoziiert. Dies unterstützt die Empfehlung, auch bei fortgesetztem mütterlichem Rauchen grundsätzlich weiterzustillen [LL2-LL4].

E-Zigaretten

E-Zigaretten dürfen während der Stillzeit nicht als gesundheitlich unbedenklich bewertet werden. Nikotin kann auch nach dem Vaping in die Muttermilch übertreten. Die Aerosole können außerdem Lösungsmittel, Aromastoffe, Carbonylverbindungen, ultrafeine Partikel und Metalle enthalten. Die Zusammensetzung variiert erheblich zwischen Produkten, Geräten und Nutzungsbedingungen [LL1, FI1].

Für langfristige neurologische, pulmonale (die Lunge betreffende) oder entwicklungsbezogene Auswirkungen einer Exposition gestillter Säuglinge liegen keine ausreichenden Daten vor. Die Empfehlung lautet daher, E-Zigaretten ebenso wie konventionelle Zigaretten möglichst vollständig abzusetzen.

Kann die Mutter nicht unmittelbar aufhören zu vapen, soll sie grundsätzlich weiterstillen, den Konsum so weit wie möglich reduzieren und niemals in der Nähe des Säuglings oder in geschlossenen Räumen vapen [LL1, FI1].

Tabakerhitzer, Wasserpfeifen und rauchlose Produkte

Tabakerhitzer führen weiterhin zu einer systemischen Nikotinaufnahme und setzen toxische Aerosolbestandteile frei. Eine gesundheitliche Unbedenklichkeit während der Stillzeit ist nicht belegt.

Wasserpfeifen sind keine risikoarme Alternative. Das große inhalierte Rauchvolumen, die lange Konsumdauer und die zusätzliche Verbrennung von Kohle können zu einer erheblichen Exposition gegenüber Nikotin, Kohlenmonoxid und weiteren Schadstoffen führen.

Rauchlose Tabakprodukte und Nikotinbeutel vermeiden die inhalative Exposition gegenüber Verbrennungsrauch, können jedoch hohe und länger anhaltende Nikotinspiegel verursachen. Sie sind daher keine unbedenklichen Alternativen während der Stillzeit [1, LL1].

Tabakentwöhnung in der Postpartalzeit

Die Postpartalzeit (Zeit nach der Geburt) ist mit einem hohen Risiko für einen Rückfall in den Tabakkonsum verbunden. Frauen, die während oder vor der Schwangerschaft aufgehört haben zu rauchen, sollen daher auch nach der Geburt wiederholt und ohne Stigmatisierung bei der Aufrechterhaltung der Abstinenz unterstützt werden.

Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Netzwerk-Metaanalyse weist darauf hin, dass insbesondere motivierende Gesprächsführung, kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen (Maßnahmen zur Veränderung von Gedanken und Verhalten) und kombinierte verhaltensbezogene Ansätze die postpartale Abstinenz unterstützen können. Die Evidenz für eine langfristige Rückfallprävention bleibt jedoch begrenzt [13].

Eine strukturierte Tabakentwöhnung umfasst:

  • Konsumanamnese: Art, Menge und Häufigkeit aller Tabak- und Nikotinprodukte
  • Abhängigkeitsgrad: Zeitpunkt des ersten Nikotinkonsums nach dem Aufstehen, Kontrollverlust und Entzugssymptome
  • Frühere Rauchstoppversuche: Dauer, verwendete Verfahren und Gründe für Rückfälle
  • Klare ärztliche Empfehlung: eindeutige Empfehlung zur vollständigen Abstinenz, verbunden mit konkreter Unterstützung
  • Motivierende Gesprächsführung: Bearbeitung von Ambivalenz und Förderung der Selbstwirksamkeit
  • Verhaltenstherapeutische Strategien: Erkennen von Auslösern und Entwicklung alternativer Bewältigungsstrategien
  • Rückfallprophylaxe: Planung des Vorgehens bei Rauchverlangen und nach einzelnen Rückfällen
  • Einbeziehung des Haushalts: gleichzeitiger Rauchstopp des Partners und weiterer Haushaltsmitglieder
  • Psychische Gesundheit: Erfassung von postpartaler Depression (Depression nach der Geburt), Angststörungen (krankhaften Angstzuständen) und psychosozialen Belastungen
  • Stillunterstützung: qualifizierte Stillberatung und Kontrolle der Gewichtsentwicklung des Säuglings

Ein einzelner Rückfall soll nicht als Scheitern bewertet werden. Er ist als Anlass zu nutzen, Auslöser zu analysieren, die Behandlung anzupassen und den Rauchstopp erneut einzuleiten.

Nikotinersatztherapie

Eine Nikotinersatztherapie (Behandlung mit medizinischen Nikotinpräparaten) ist nach dem Protokoll der Academy of Breastfeeding Medicine mit dem Stillen vereinbar. Die Auswahl des Präparats soll sich am Abhängigkeitsgrad, an den bisherigen Rauchstoppversuchen, den Entzugssymptomen und den individuellen klinischen Erfordernissen orientieren [1, LL1].

Gegenüber fortgesetztem Rauchen besitzt die Nikotinersatztherapie den entscheidenden Vorteil, dass Kohlenmonoxid, Feinstaub und die zahlreichen toxischen Verbrennungsprodukte des Tabakrauchs vermieden werden. Nikotin selbst ist jedoch weiterhin pharmakologisch wirksam und geht in die Muttermilch über.

Für die praktische Anwendung gelten folgende Grundsätze:

  • Ausreichende Wirksamkeit: Die Dosis muss Entzugssymptome und Rauchverlangen ausreichend kontrollieren, da eine Unterdosierung einen Rückfall begünstigen kann.
  • Niedrigste wirksame Dosis: Es soll die niedrigste individuell ausreichend wirksame Dosis verwendet werden.
  • Kurz wirksame Präparate: Nikotinkaugummi, Lutschtabletten oder Mundspray ermöglichen eine bedarfsorientierte Anwendung und können unmittelbar nach dem Stillen angewendet werden, um den zeitlichen Abstand bis zur nächsten Stillmahlzeit zu vergrößern.
  • Nikotinpflaster: Ein Pflaster kann bei kontinuierlichem Rauchverlangen oder ausgeprägter Abhängigkeit klinisch sinnvoller sein als eine unzureichende Bedarfsmedikation.
  • Kombinationsbehandlung: Bei starker Abhängigkeit kann eine Kombination aus Pflaster und einem kurz wirksamen Präparat erforderlich sein.
  • Doppelkonsum: Eine fortgesetzte intensive Nutzung von Zigaretten oder E-Zigaretten zusätzlich zur Nikotinersatztherapie ist zu vermeiden, da sie die Nikotinexposition erhöhen kann.

In einer pharmakokinetischen Studie bei 15 stillenden Frauen lagen die Nikotinkonzentrationen in der Muttermilch unter einem 21-mg-Nikotinpflaster in einer ähnlichen Größenordnung wie während des vorherigen Konsums von durchschnittlich 17 Zigaretten täglich. Unter Pflasterstärken von 14 mg und 7 mg waren die Konzentrationen niedriger [5].

Dieser Vergleich betrifft ausschließlich die Nikotinexposition. Die zusätzliche Belastung durch Kohlenmonoxid, Feinstaub, Aldehyde, Nitrosamine und weitere Verbrennungsprodukte entfällt bei einer regelgerecht angewendeten Nikotinersatztherapie.

Bupropion

Bupropion kann nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung zur Tabakentwöhnung während der Stillzeit eingesetzt werden. Mütterliche Tagesdosen bis 300 mg führen nach den verfügbaren Daten zu niedrigen Konzentrationen in der Muttermilch. Eine notwendige Behandlung ist grundsätzlich kein Grund zum Abstillen [12, LL1].

Die klinische Erfahrung bei gestillten Neugeborenen und Frühgeborenen ist jedoch begrenzt. Einzelne Fallberichte über mögliche Krampfanfälle bei teilweise gestillten älteren Säuglingen erlauben keinen sicheren Kausalnachweis, rechtfertigen aber eine zurückhaltende individuelle Bewertung. Bei einem Neugeborenen oder Frühgeborenen kann eine besser untersuchte Alternative vorzuziehen sein [12].

Bei gleichzeitiger Exposition gegenüber Bupropion und einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer soll der Säugling insbesondere auf Erbrechen, Diarrhoe, Unruhe, Zittrigkeit oder Sedierung (starke Beruhigung und Schläfrigkeit) beobachtet werden [12].

Vareniclin

Für Vareniclin fehlen ausreichende klinische Daten zur Anwendung während der Stillzeit und zum Übertritt in die menschliche Muttermilch. Es ist deshalb keine bevorzugte Erstlinientherapie (Behandlung der ersten Wahl) bei einer stillenden Frau.

Bei schwerer Tabakabhängigkeit, hoher gesundheitlicher Gefährdung und wiederholtem Versagen besser untersuchter Verfahren kann eine fachärztlich begleitete Entscheidung nach gemeinsamer Nutzen-Risiko-Abwägung erwogen werden. Dabei sind das Risiko des fortgesetzten Rauchens, die Erfolgsaussichten alternativer Verfahren, das Alter und die Vulnerabilität des Säuglings sowie der Stillumfang zu berücksichtigen [LL1].

Praktisches Vorgehen bei fortgesetztem Rauchen

Gelingt der vollständige Rauchstopp zunächst nicht, gelten folgende Maßnahmen:

  • Stillen fortführen: Tabakkonsum allein ist keine Indikation zum Abstillen [LL1, LL3].
  • Konsum weiter reduzieren: Jede vermiedene Zigarette vermindert die Exposition; das Behandlungsziel bleibt die vollständige Abstinenz.
  • Zuerst stillen: Wenn eine Zigarette nicht vermieden werden kann, sollte möglichst vor dem Rauchen gestillt werden.
  • Abstand maximieren: Nach dem Rauchen sollte bis zur nächsten Stillmahlzeit der größtmögliche praktikable Abstand bestehen.
  • Keine starre Wartezeit: Ein festgelegter Zeitraum gewährleistet keine nikotinfreie Muttermilch.
  • Nur außerhalb geschlossener Räume rauchen: In Wohnung, Treppenhaus, Keller, Garage, Kraftfahrzeug und anderen geschlossenen Räumen darf nicht geraucht oder gevaped werden.
  • Niemals in der Nähe des Säuglings rauchen: Insbesondere nicht beim Stillen, beim Tragen oder während der Betreuung.
  • Hände reinigen: Nach dem Rauchen sind die Hände gründlich zu waschen.
  • Äußere Kleidung wechseln: Die beim Rauchen getragene äußere Kleidung sollte vor engem Kontakt mit dem Säugling abgelegt werden.
  • Kein Bed-Sharing: Der Säugling darf bei rauchenden Eltern nicht im Erwachsenenbett schlafen [LL2, LL4].
  • Haushaltsmitglieder einbeziehen: Für Partner, Angehörige und weitere Betreuungspersonen gelten dieselben Regeln.
  • Nikotinprodukte sicher verwahren: Zigaretten, Nikotinbeutel, Nachfüllflüssigkeiten und Nikotinersatzpräparate müssen kindersicher verschlossen und vollständig unerreichbar aufbewahrt werden.

Nicht evidenzgerechte Maßnahmen

  • Abstillen allein wegen des Rauchens: Hierdurch entfällt der Nutzen des Stillens, ohne dass die Passivrauchbelastung beseitigt wird.
  • Abpumpen und Verwerfen: Das Verwerfen der Muttermilch beschleunigt die Nikotinelimination nicht.
  • Rauchen am Fenster: Ein geöffnetes Fenster verhindert die Belastung der Innenräume nicht zuverlässig.
  • Rauchen in einem anderen Zimmer: Tabakrauch verteilt sich über Luftströmungen und Oberflächen.
  • Vermeintlich leichte Produkte: Leichte Zigaretten, Mentholzigaretten, Wasserpfeifen, E-Zigaretten und Tabakerhitzer sind keine gesundheitlich unbedenklichen Alternativen.
  • Ausgleich durch Nahrungsergänzungsmittel: Vitamine, Antioxidanzien, Kräuterpräparate oder andere Nahrungsergänzungsmittel können die toxische Belastung durch Tabakrauch nicht neutralisieren.
  • Eigenständige Hochdosis-Supplementierung: Eine hoch dosierte Einnahme von Jod oder antioxidativen Mikronährstoffen zur vermeintlichen „Entgiftung“ ist nicht evidenzbasiert.

Ärztliche und pädiatrische Verlaufskontrolle

Eine engmaschigere stillmedizinische und pädiatrische Kontrolle ist insbesondere sinnvoll bei:

  • Frühgeborenen: erhöhte Vulnerabilität gegenüber respiratorischen und neurologischen Belastungen
  • Neugeborenen: geringere metabolische Eliminationskapazität
  • Hoher Nikotinexposition: intensiver Konsum oder gleichzeitige Nutzung mehrerer Nikotinprodukte
  • Unzureichender Gewichtszunahme: möglicher verminderter Milchtransfer oder verminderte Milchproduktion
  • Auffälligem Trinkverhalten: Trinkschwäche, Unruhe oder häufiges Erbrechen
  • Rezidivierenden Atemwegserkrankungen: wiederholte Bronchiolitiden oder andere Infektionen der unteren Atemwege

Zu beurteilen sind:

  • Stillverlauf: Anlegeverhalten, Saug- und Schluckmuster, Stillfrequenz und Milchtransfer
  • Wachstum: Gewicht, Länge und Kopfumfang anhand alters- und geschlechtsspezifischer Wachstumskurven
  • Allgemeinzustand: Wachheit, Schlaf, motorische Unruhe und Trinkverhalten
  • Kardiopulmonale Befunde (Herz und Lunge betreffende Befunde): Herzfrequenz, Atmung und Zeichen einer Atemwegserkrankung
  • Expositionsumgebung: Rauchfreiheit von Wohnung, Kraftfahrzeug und Betreuungssituationen

Akute Nikotinintoxikation (Nikotinvergiftung)

Besonders gefährlich ist die versehentliche orale oder dermale (über die Haut erfolgende) Aufnahme konzentrierter nikotinhaltiger Flüssigkeiten, Nikotinbeutel, Zigaretten, Tabakreste oder Nikotinersatzpräparate. Bereits kleine Mengen konzentrierter E-Liquids können bei Säuglingen eine schwere Intoxikation verursachen.

Mögliche Warnzeichen sind:

  • Gastrointestinal: Übelkeit, Erbrechen, Hypersalivation (übermäßiger Speichelfluss) und abdominelle Beschwerden (Bauchbeschwerden)
  • Neurologisch: Unruhe, Tremor (Zittern), Muskelschwäche, Bewusstseinsstörung oder Krampfanfälle
  • Kardiovaskulär: initial Tachykardie und Hypertonie (Bluthochdruck), später Bradykardie (zu langsamer Herzschlag) und Hypotonie (niedriger Blutdruck)
  • Respiratorisch (die Atmung betreffend): Dyspnoe (Atemnot), Hypoventilation (zu geringe Atmung) oder Apnoe (Atemstillstand)

Bei vermuteter Aufnahme oder ausgeprägten Symptomen ist unverzüglich eine notfallmedizinische Abklärung unter Einbeziehung einer Giftinformationszentrale erforderlich. Erbrechen darf nicht eigenständig ausgelöst werden.

Evidenzbewertung

Randomisierte kontrollierte Studien, in denen Säuglinge gezielt Tabakrauch oder Nikotin ausgesetzt werden, sind ethisch nicht vertretbar. Die Evidenz zu klinischen Langzeitfolgen beruht deshalb überwiegend auf Beobachtungsstudien. Pränatale Exposition, postnataler Passivrauch, Nikotin in der Muttermilch, sozioökonomische Faktoren und elterliches Gesundheitsverhalten treten häufig gemeinsam auf und lassen sich statistisch nicht vollständig voneinander trennen.

Die Evidenz kann folgendermaßen eingeordnet werden:

  • Hohe pharmakokinetische Sicherheit: Nikotin tritt in die Muttermilch über; die Konzentration ist dosis-, produkt- und zeitabhängig [1, 5].
  • Konsistente Beobachtungsevidenz: Rauchen ist mit geringerem Stillbeginn, kürzerer Stilldauer und teilweise verminderter Milchproduktion assoziiert [1, 3, 4].
  • Metaanalytische Evidenz: Passivrauch erhöht das Risiko für Infektionen der unteren Atemwege im Säuglingsalter [8].
  • Metaanalytische Evidenz mit Dosis-Wirkungs-Beziehung: Pränatale und postnatale Tabakrauchbelastung erhöhen das Risiko für plötzlichen Säuglingstod [10].
  • Leitlinienkonsens: Kann die Mutter nicht unmittelbar aufhören, soll das Stillen fortgeführt und die Exposition konsequent minimiert werden [LL1, LL3].
  • Leitlinienkonsens: Eine Nikotinersatztherapie ist mit dem Stillen vereinbar und gegenüber fortgesetztem Rauchen zu bevorzugen [1, LL1].
  • Begrenzte Evidenz: Die klinische Bedeutung einzelner Veränderungen der Muttermilchzusammensetzung ist nicht abschließend geklärt [2, 11].
  • Unzureichende Evidenz: Ein eigenständiger kausaler Effekt der Nikotinaufnahme ausschließlich über die Muttermilch auf Intelligenz oder langfristige neurokognitive Entwicklung ist nicht nachgewiesen.

Fazit

Während der Laktationsphase ist vollständige Tabak- und Nikotinabstinenz anzustreben. Nikotin tritt in die Muttermilch über, und Rauchen ist mit einer verminderten Milchproduktion, einem früheren Abstillen sowie Veränderungen einzelner Milchbestandteile assoziiert. Passivrauch erhöht insbesondere das Risiko für Infektionen der unteren Atemwege und plötzlichen Säuglingstod.

Ein mütterlicher Tabakkonsum ist dennoch grundsätzlich keine Indikation zum Abstillen. Kann ein sofortiger Rauchstopp nicht erreicht werden, soll die Mutter weiterstillen, den Konsum möglichst reduzieren, vor und nicht nach Möglichkeit unmittelbar vor einer Stillmahlzeit rauchen, den größtmöglichen Abstand bis zur nächsten Stillmahlzeit einhalten und eine vollständig rauchfreie Umgebung gewährleisten. Bei rauchenden Eltern ist Bed-Sharing zu vermeiden.

Eine indizierte Nikotinersatztherapie ist mit dem Stillen vereinbar und gegenüber fortgesetztem Rauchen klar zu bevorzugen. Bupropion kann nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden. Für Vareniclin fehlen ausreichende Laktationsdaten. Verhaltensbezogene Unterstützung, Rückfallprophylaxe und die Einbeziehung aller Haushaltsmitglieder sind zentrale Bestandteile einer erfolgreichen Tabakentwöhnung.

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Leitlinien

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  2. S1-Leitlinie Prävention des Plötzlichen Säuglingstods. (AWMF-Registernummer 063-002) November 2022 Langfassung
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Fachinformationen

  1. Centers for Disease Control and Prevention: Tobacco and Electronic Cigarettes. Breastfeeding Special Circumstances. Aktualisiert am 23. September 2025. Website