Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Medizingerätediagnostik
Karies

Üblicherweise werden zur Diagnostik der Interdentalkaries (Karies zwischen den Zähnen) Röntgenaufnahmen, sogenannte Bissflügelaufnahmen oder Zahnfilmaufnahmen einzelner Zähne angefertigt.

Mittels Bissflügeltechnik (Bissflügelaufnahmen) kann eine Einteilung der Karies vorgenommen werden:

  • D0 – keine Karies
  • D1 – Radioluzenz in der äußeren Schmelzhälfte
  • D2 – Radioluzenz bis zu inneren Schmelzhälfte
  • D3 – Radioluzenz bis zur äußeren Dentinhälfte
  • D4 – Radioluzenz bis zur inneren Dentinhälfte

Nachteil des Verfahrens ist die Verwendung ionisierender Strahlen, des weiteren werden Kariesläsionen meist erst erkannt, wenn eine Dentinschädigung vorliegt.

Weitere unterstützende Diagnosegeräte können eingesetzt werden:

  • Elektrische Widerstandsmessung – Diagnostik der Fissurenkaries (Kariesform, die von den Fissuren (Grübchen im Kauflächenrelief der Seitenzähne) auf der Okklusalfläche (Kaufläche) des befallenen Zahns ausgeht)
  • Sonographie (Ultraschalluntersuchung)
  • Fiberoptische Transillumination (FOTI): Durchleuchtung des Zahnes zur Erkennung von Hartsubstanzveränderungen – Dentin- oder Schmelzkavitationen (lat. cavitare = aushöhlen) im Approximalbereich (Bereich der Nachbarzahnkontakte)
    Neuerdings gibt es sog. DIFOTI-Geräte (Digital Imaging Fiber-Optic Transillumination), die eine Weiterentwicklung der FOTI-Technik, mit der Möglichkeit den approximalen Raum besser zu applizieren, darstellen. Das Verfahren hat eine höhere Sensitivität für die Detektion von frühen Läsionen, die nicht röntgensichtbar sind [1].
    Mit einer Wellenlänge von 780 nm liegt DIFOTI im Nahinfrarotbereich. Dadurch ist das Durchdringen des Lichts im Zahn erhöht. Es führt dazu, dass der Schmelz durchsichtig erscheint. Die DIFOTI-Aufnahmen korrelieren bei kleinen Läsionen mit der klinischen Defekttiefe.

  • Laserfluoreszenz: die Eindringtiefe hängt von der Wellenlänge ab; die Intensität der Laserfluoreszenz bei 655 nm ist in gesunder Zahnhartsubstanz höher als in kariöser – zur Diagnostik der initialen Schmelzkaries

Literatur

  1. Bin-Shuwaish M, Yaman P, Dennison J, Neiva G: The correlation of DIFOTI to clinical and radiographic images in class II carious lesions. J Am Dent Assoc 2008;139(10):1374-1381
     
Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
DocMedicus Suche

 
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
ArztOnline.jpg
 
DocMedicus                          
Gesundheitsportal

Unsere Partner DocMedicus Verlag