Einleitung
Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Craniomandibuläre Dysfunktion (Synonyme: CMD; CVD; Cranio-Vertebrale Dysfunktion; Kraniomandibuläre Dysfunktion; Myoarthropathie; Myofaziale Dysfunktion; TMDs; TMJ; Temporo-mandibular-Joint-Disease; Temporomandibular Disorders; ICD-10: #D76: Kraniomandibuläre Dysfunktion) ist ein Begriff für eine Vielzahl von Beschwerden der Kiefergelenke, des Kausystems sowie der mit diesen in Verbindung stehenden Gewebe.

Es fällt auf dass Personen, die häufig Stress ausgesetzt sind oder die sich in Krisensituation befinden, häufig Parafunktionen (Zungenpressen, Zähnepressen, Zähneknirschen) entwickeln, die dann zu CMD führen können.
Frauen sind durch die mehrfache Belastung in Beruf, Familie und Haushalt oft unausgeglichen und kompensieren dies über funktionelle Störungen. 

Die craniomandibuläre Dysfunktion wird nach den Ursachen der Beschwerden in drei Gruppen unterteilt:

  1. Primär dento-/okklusogener Ursache – zahnbezogene/verschlussbezogene (jeder Kontakt der Zähne des Oberkiefers mit denen des Unterkiefers) Ursachen
  2. Primär myogener Ursache – muskelbezogene Ursachen
  3. Primär arthrogener Ursache – gelenkbezogene Ursachen

Geschlechterverhältnis: Männer zu Frauen beträgt 1 : 1,5-2.

Häufigkeitsgipfel: Im Kleinkindalter ist die Erkrankung selten anzutreffen. Die Häufigkeit nimmt bis zur Pubertät zu. Die Erkrankung tritt vorwiegend bei Frauen im gebärfähigen Alter auf (der Höhepunkt liegt bei 40 Jahren). Nach der Menopause (Klimakterium; Wechseljahre) nimmt die Häufigkeit ab. Im Alter ist die Erkrankung sehr selten.

Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) liegt bei 5-10 % der Erwachsenen (in Deutschland). Nur ca. 3 % sind wegen dieser Beschwerden in Behandlung.

Verlauf und Prognose: Die Fehlregulationen können sehr schmerzhaft sein. Um die Beschwerden erfolgreich behandeln zu können, ist es notwendig die Ursache(n) festzustellen. Durch eine adäquate Therapie, die nicht selten fachübergreifend ist, kann die Erkrankung vollständig geheilt werden. Wurden die Ursachen allerdings nicht beseitigt, kann die Erkrankung rezidivieren (wiederkehren).


     
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