Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Symptome – Beschwerden
Magen-Darm-Blutung (Gastrointestinale Blutung)

Folgende Symptome und Beschwerden können gemeinsam mit einer gastrointestinalen Blutung (Magen-Darm-Blutung) auftreten:

Leitsymptome

  • Hämatemesis (Bluterbrechen; Kaffeesatzerbrechen); falls Blutkontakt mit Magensäure (z. B. Magen- oder Duodenalblutung/Zwölffingerdarmblutung): kaffeesatzartiges Bluterbrechen
  • Meläna (Teerstuhl) – durch Blutbeimengungen abnormal schwarz gefärbter, meist auch übelriechender und glänzender Stuhl; entsteht durch bakteriellen Abbau von Blut im unteren Darmabschnitten (wird ca. 6 bis 10 Stunden nach Beginn der Blutung abgesetzt); Auftreten ab einem täglichen Blutverlust von 50-100 ml
  • Hämatochezie (roter Blutstuhl oder Rektalblutung) – bezeichnet eine Form der intestinalen Blutung oder eine massive Blutung distal des Pylorus ("nach dem Magenpförtner") mit dem Auftreten frischen Blutes im Stuhl

Begleitsymptome

  • Bewusstlosigkeit
  • Blässe (Anämie)
  • Schocksymptomatik (Hypotonie/niedriger Blutdruck, Tachykardie (zu schneller Herzschlag: > 100 Schläge pro Minute)):
    • Unauffällige Kreislaufparameter im Liegen und in aufrechter Position → Verlust von weniger als 10 % des intravasalen ("in den Gefäßen befindliche") Blutvolumens
    • Orthostatische Tachykardie und Hypotension (Regulationsstörung der Pulsfrequenz ↑ und des Blutdrucks ↑, die beim Wechsel in die aufrechte Körperhaltung auftritt) → Verlust von mindestens 10-20 % des intravasalen Blutvolumens  
    • Hypotension beim liegenden Patienten →  Verlust von 20-25 % des intravasalen Blutvolumens
  • Vertigo (Schwindel)
  • Nausea (Übelkeit)/Erbrechen

Differentialdiagnose: obere gastrointestinale Blutung (OGIB) versus untere gastrointestinale Blutung (UGIB)

Symptome 
OGIB
UGIB
Hämatemesis (Bluterbrechen)  +  
Hämatochezie (roter Blutstuhl oder Rektalblutung)  (+) 1  +
Meläna (Teerstuhl)  +  (+) 2

1 Nur bei massiver Blutung
2 Bei träger Darmpassage

Warnzeichen (red flags) [obere gastrointestinale Blutung/Magendarmblutung]

  • Synkope (kurzzeitige Bewusstlosigkeit)
  • Blut unverfärbt hellrot und schaumig → denken an: pulmonale Blutung (Lungenblutung); Auskultation (Abhören) der Lunge: i.d.R. feuchte Rasselgeräusche (RG)
  • Hämatemesis (Bluterbrechen) + Aszites (Bauchwassersucht) + Ikterus  (Gelbsucht) → Indizien für eine mögliche Blutung aus portal-venösen Kollateralen bei Leberzirrhose (irreversible Schädigung der Leber, die zu einem schrittweisen bindegewebigen Umbau der Leber mit Einschränkung der Leberfunktion führt)
  • Meläna (Teerstuhl) und Hämatemesis (Bluterbrechen) → weist hin auf eine obere intestinale Blutung

Warnzeichen (red flags) [anorektale Blutung/Enddarmblutung]

  • Anamnese:
    • Jüngere Patienten → denken an: chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED), Polypen
    • Ältere Patienten → denken an: Divertikel- und Polypenblutung, Karzinom, CED, Proktitis (Enddarmentzündung)
    • Koloskopie mit Polyektomie (Darmspiegelung mit Entfernung von Polypen)
    • Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs)
  • Synkope (Kollaps)
  • Peranaler ("durch den After") Abgang größerer Mengen Blut bzw. Koagula (geronnenes Blut)
  • Dauermedikation: s. u. Arzneimittelnebenwirkungen: "Blutung durch Medikamente"
     
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