Operative Therapie
Blinddarmentzündung (Appendicitis)

Patienten mit dem klinischen Bild einer komplizierten Appendicitis sollten zügig operiert werden.

1. Ordnung

  • Appendektomie (operative Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis)):
    • 3-Trokar-Laparoskopie, d. h. minimal invasiv per Bauchspiegelung (Goldstandard; ca. 70 % der Fälle) oder 
    • Laparotomie (Bauchschnitt)

Weitere Hinweise

  • Kinder mit Appendicitis müssen nicht zwingend umgehend nach einer Klinikeinlieferung operiert werden. Eine Studien zeigt, dass ein Aufschub bis maximal 24 Stunden nach Diagnose das Komplikationsrisiko nicht erhöht [1].
  • Eine rezidivierende Appendicitis eines Kindes sollte, wenn die Entzündung durch die Antibiotikatherapie abgeheilt ist, und sich das Kind in einem stabilen Zustand befindet, operativ entfernt werden. Dieses erfolgt im Regelfall durch eine minimalinvasive Intervallappendektomie, die als besonders sicher gilt und sehr selten mit Komplikationen einhergeht.
  • Siehe wg. einer unkomplizierten Appendicitis bei Kindern und Erwachsenen auch unter "Medikamentöser Therapie".

Literatur

  1. Serres SK et al.: Time to Appendectomy and Risk of Complicated Appendicitis and Adverse Outcomes in Children JAMA Pediatr. 2017; online 19. Juni 2017; doi:10.1001/jamapediatrics.2017.0885
     
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