Folgende Medikamente – 1.Ordnung (Hauptindikation) – werden eingesetzt
- Schilddrüsenhormonsubstitution mit Levothyroxin (T4)
- Schilddrüsenhormonsubstitution mit Levothyroxin + Liothyronin (T4 + T3)
Die Therapie mit Levothyroxin wird bei klinisch gesicherter als auch bei subklinischer Hypothyreose – ohne körperliche Auffälligkeiten, aber mit den Laborauffälligkeiten – durchgeführt.
Levothyroxin wird einmal täglich, eine halbe Stunde vor dem Frühstück als Tablette eingenommen.
Die Vorteile dieses Medikaments sind
- Lange Halbwertszeit (7 Tage)
- Es handelt sich um ein Prohormon; das bedeutet, dass es in dem Zielgewebe (hier die Schilddrüse) durch Umwandlung in das stoffwechselaktive T3 überführt wird
Der durchschnittliche Tagesbedarf an Levothyroxin beträgt 2 μg/kg Körpergewicht/Tag, das entspricht 100-200 μg/Tag.
Die Einstellung der Dosis wird individuell berechnet und anhand einer erneuten Blutprobe nach 4 Wochen mit Bestimmung des TSH-Wertes auf die Dauermedikation eingestellt. Der TSH-Wert sollte bei der Kontrolluntersuchung im Normbereich liegen.
Bei jungen, herzgesunden Personen oder Personen mit leichter Hypothyreose kann man mit 50-100 μg/Tag beginnen und die Dosis schnell auf die vermutete Bedarfsdosis erhöhen.
Bei Personen mit zusätzlicher Schädigung des Herzens wie beispielsweise koronare Herzkrankheit (Erkrankung der Herzkranzgefäße) oder bei älteren Menschen beginnt man mit einer niedrigeren Dosis (12,5-25 μg/Tag) und steigert diese dann langsam in Intervallen von vier Wochen bis zur vermuteten Bedarfsdosis. Dieses Vorgehen ist notwendig, da das Medikament zu einem vermehrten Sauerstoffbedarf des Herzens führt und somit eine vorbestehende Herzerkrankung verschlechtern kann.
Bei einer sekundären Hypothyreose wie beispielsweise bei Erkrankungen der Hypophyse – diese reguliert unter anderem die Schilddrüse – wird nur eine Dosis von 75-175 μg/Tag gegeben, da meist noch eine Restfunktion der Schilddrüse besteht.













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