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Magenentfernung (Magenresektion/Gastrektomie)

Bei der Gastrektomie handelt es sich um ein operatives Verfahren zur vollständigen Entfernung des Magens. Wird nur ein Teil des Magens entfernt, so spricht man von einer Magenresektion bzw. Magenteilresektion.

Indikationen (Anwendungsgebiete) 

Eine Magenresektion (Magenteilentfernung) bzw. Gastrektomie (Magenentfernung) wird durchgeführt bei:

  • Magenkarzinom* (Magenkrebs) – hier wird eine totale Gastrektomie mit Lymphadenektomie (Lymphknotenentfernung) durchgeführt; nur bei Frühdiagnostik eines Magenkarzinoms kann evtl. eine Teilresektion durchgeführt werden
  • Magenulzera (Magengeschwüre) – hierbei wird meist eine Magenteilresektion durchgeführt; die Methode wird nur bei therapieresistenten Ulzera durchgeführt

*Ziel der operativen Therapie ist die komplette Tumorentfernung als R0-Resektion (Entfernung des Tumors im Gesunden; in der Histopathologie ist kein Tumorgewebe im Resektionsrand nachweisbar). Der notwendige Sicherheitsabstand beträgt beim intestinalen Karzinom 5 cm, beim diffusen Typ 8cm in situ.
Ganz entscheidend bei kurativer Therapie eines Magenfrühkarzinoms ist die Beachtung einer möglichen Lymphknotenmetastasierung.

Die Operationsverfahren

Nach Entfernung des Magens oder eines Magenteils wird der Ösophagus (Speiseröhre) mit dem verbleibenden Magenanteil oder dem Duodenum (Zwölffingerdarm) vernäht, um eine Nahrungspassage weiterhin zu ermöglichen.

Man kann mehrere Operationsverfahren – in Abhängigkeit von der  Indikationen – unterscheiden:

  • Antrumresektion – Entfernung des letzten Magenabschnitts vor dem Übergang in das Duodenum (Zwölffingerdarm)
  • Billroth-I-Resektion – Teilentfernung des Magens; nachfolgende Anastomose (Verbindung) zwischen dem Magenrest und dem Duodenum (Zwölffingerdarm)
  • Billroth-II-Resektion – Teilentfernung des Magens; nachfolgende Anastomose (Verbindung) zwischen dem Magenrest und dem Jejunum (Leerdarm); der vorgeschaltete Darmanteil endet blind und wird mit dem abführenden Jejunum-Anteil verbunden
  • Roux-Y-Resektion – Rekonstruktionsverfahren nach Gastrektomie; Anastomose (Verbindung) zwischen Magenrest und Jejunum (Leerdarm); das Duodenum (Zwölffingerdarm; physiologisch vorgeschaltet) wird ebenfalls mit dem Jejunum verbunden (sogenannte End-zu-Seit-Anastomose)
  • Totale Gastrektomie – totale Magenentfernung

Mögliche Komplikationen

  • Blutungen
  • Infektionen
  • Wundheilungsstörungen
  • Narbenhernie – Bauchwandbruch im Bereich der Operationsnarbe
  • Nahtinsuffizienz – Unfähigkeit der Naht, die Gewebe zu adaptieren
  • Dumping-Syndrom (Postgastrektomie-Syndrom)
  • Anastomosenstenose – Verengung der Verbindungsnaht
  • Anastomosenulkus – Bildung von Geschwüren im Bereich der Verbindungsnaht
  • Thromboembolie – Verschluss einer Lungenarterie durch einen Blutpfropf
  • Pneumonie (Lungenentzündung)
  • Malnutrition (Fehlernährung)
  • Alkalische Refluxösophagitis – Speiseröhrenentzündung ohne das Magensäure oder Pepsin eine Rolle spielt
  • Eisenmangelanämie – Blutarmut durch Eisenmangel

Die perioperative Mortalität (Sterberate im Rahmen einer Operation) bei Standardresektionen liegt in erfahrenen Zentren deutlich unter 5 %. 


     
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