Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Anamnese
Blut im Urin (Hämaturie)

Die Anamnese (Krankengeschichte) stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik der Hämaturie (Blut im Urin) dar.

Familienanamnese

  • Gibt es in Ihrer Familie Erkrankungen der Nieren bzw. der Harnwege?

Soziale Anamnese

  • Welchen Beruf üben Sie aus?
  • Sind Sie in Ihrem Beruf schädigenden Arbeitsstoffen ausgesetzt?

Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)

  • Wann ist Ihnen zum ersten Mal Blut im Urin aufgefallen?
  • Haben Sie seitdem kontinuierlich Blut im Urin?
  • Haben Sie neben dem Blut im Urin noch andere Symptome wie Schmerzen beim Wasserlassen oder häufiges Wasserlassen bemerkt?
  • Hatten Sie in letzter Zeit oder haben Sie aktuell einen Infekt?

Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese

  • Haben Sie in den letzten Tagen viel Heidelbeeren oder Rote Beete gegessen?
  • Hat sich Ihr Appetit verändert?
  • Haben Sie ungewollt an Körpergewicht verloren?
  • Treiben Sie intensiv Sport (z. B. intensives Joggen oder intensive Märsche)?
  • Rauchen Sie? Wenn ja, wie viele Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen pro Tag?
  • Nehmen Sie Drogen? Wenn ja, welche Drogen und wie häufig pro Tag bzw. pro Woche?

Eigenanamnese inkl. Medikamentenanamnese

  • Vorerkrankungen – Erkrankungen der Harnwege (z. B. Harnwegsinfekte); Mikrohämaturie in der Vergangenheit
  • Operationen – Eingriffe am Harntrakt?
  • Allergien
  • Zyklusanamnese (Wann war die letzte Regel (LR)?)
  • Schwangerschaft
  • Umweltanamnese (Vergiftung mit Blei, Karbolsäure, verschiedenen Pilzen)

Medikamentenanamnese wg. Hämaturie

  • Antibiotika
    • Penicilline
    • Sulfonamide
  • Antikoagulantien – Medikamente, die zur Blutverdünnung eingesetzt werden wie beispielsweise Heparin, Phenprocoumon, Warfarin (Coumadin)
  • Aspirin-Typ Medikamente
  • Cyclophosphamid (Cytoxan)

Sonstige Verfärbungen des Urins

  • Einnahme verschiedener Medikamente – wie vor allem von Rifampicin (Antibiotikum) oder bei chronischer Bleivergiftung
  • Verfärbung des Urins durch verschiedene Lebensmittel – wie Heidelbeeren oder Rote Beete
     
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Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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