Einleitung
Blut im Ejakulat (Hämospermie)

Hämospermie (Synonyme: Hämatospermie; Blut im Sperma; Blut im Ejakulat; ICD-10 R86.9: Abnorme Befunde in Untersuchungsmaterialien aus den männlichen Genitalorganen) bezeichnet die Blutbeimengung im Sperma. Das Sperma färbt sich daraufhin rosa bis dunkelrot oder auch bräunlich (vorwiegend bei älteren Männern). Häufig wird die Hämospermie nicht bemerkt. Daher existieren auch keine Angaben zur Prävalenz (Krankheitshäufigkeit).

Eine Hämospermie kann Symptom vieler Erkrankungen sein (siehe unter "Differentialdiagnosen"). In 50-70 % der Fälle handelt es sich um eine idiopathische Hämospermie, d. h. es ist keine Ursache zu finden.

Häufigkeitsgipfel: Das Symptom tritt vorwiegend zwischen dem 3. und 4. Lebensjahrzehnt auf.

Verlauf und Prognose: Verlauf und Prognose sind abhängig von der Ursache der Erkrankung. Eine medizinische Abklärung ist in jedem Fall erforderlich.
Eine schmerzlose Hämospermie, bei der keine Entzündung, Infektion oder maligne (bösartige) Entartung (z. B. Prostata- und Blasenkarzinom) nachweisbar ist, bildet sich spontan zurück: Rezidivfreiheit von 96,6 % nach drei Monaten, 89 % nach einem Jahr, 84,8 % nach fünf Jahren und 78,2 % nach zehn Jahren. Ursachen der Hämospemie waren Blutungen der Bläschendrüsen (42,3 %) und Prostatazysten (29,1 %) [1]. 

Literatur

  1. Furuya S et al.: Natural history of hematospermia in 189 Japanese men. Int J Urol 2016, online 12. August; doi: 10.1111/iju.13176

     
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