Differentialdiagnosen
Leberkrebs (Leberzellkarzinom)

Leber, Gallenblase und Gallenwege – Pankreas (Bauchspeicheldrüse) (K70-K77; K80-K87)

  • Hepatitis (Leberentzündung), nicht näher bezeichnet
  • Leberzirrhose – bindegewebiger Umbau der Leber, der zu Funktionseinschränkungen führt

Neubildungen – Tumorerkrankungen (C00-D48)

  • Benigne (gutartige) Tumoren der Leber:
    • (kavernöse) Leberhämangiom (häufigste gutartige Tumor der Leber; es handelt sich dabei um eine Gefäßmissbildung in der Leber) [im Regelfall unkomplizierter Verlauf]
    • Fokale noduläre Hyperplasie (FNH; "gutartige Wucherung der Leber") [im Regelfall unkomplizierter Verlauf]
    • Leberzelladenom (HCA; gutartige Neubildung der Leber; tritt vor allem bei Frauen in gebärfähigem Alter und wird mit der Einnahme hormoneller Kontrazeptiva (Verhütungsmitteln), zum Beispiel der Antibabypille in Verbindung gebracht)
      [bei Größe ≥ 5 cm:
      • Anstieg der Komplikationen (spontane Ruptur und Blutung (- 30 % der Fälle)
      • Gefahr der malignen Transformation in ein hepatozelluläres Karzinom (HCC); dieses ist abhängig vom Geschlecht, Wachstumsverhalten und histologischen/molekularen Subtyp (β-HCA) 
      Maßnahmen:
      • Frauen: Absetzten der oralen Kontrazeption und Gewichtsreduktion sowie Verlaufskontrolle
      • Männer: Resektion wg. erhöhtes Entartungsrisikos
    • erworbene Leberzysten, Abszesse (umkapselte Eiteransammlung) und Hämatome (Bluterguss)
  • Cholangiozelluläres Karzinom (CCC) – epitheliale Neoplasie (Neubildung), die sich von den Gallengängen ausbreitet; Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen): 2-4/100.000/Jahr; zweithäufigster primärer Lebertumor nach dem hepatozellulären Karzinom; ungünstige Prognose aufgrund anatomischer Lage sowie früher lymphatischer und extrahepatischer Metastasierung (Bildung von Tochtergeschwülsten)
  • Hepatoblastom (HB); häufigster maligner (bösartige) Lebertumor im Kindesalter; höchste Inzidenz in den ersten drei Lebensjahren
  • Lebermetastasen (Tochtergeschwülste von bösartigen Tumoren in der Leber); stammen am häufigsten von Primärtumoren des Gastrointestinaltrakt; der häufigste Primärtumor ist das kolorektale Karzinom (Darmkrebs): 50 % dieser Patienten entwickeln im Krankheitsverlauf synchrone oder metachrone Lebermetastasen
  • Sekundäre Lebertumoren: Neuroendokrine Tumoren (NET); Inzidenz: 5,3/100.000/Jahr
     
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