Symptome – Beschwerden
Basalzellkarzinom (Basaliom)

Folgende Symptome und Beschwerden können auf ein Basalzellkarzinom (BZK; Basaliom) hinweisen:

  • unauffällige, meist flach erhabene gelblich-rötliche Papeln (lat.: papula „Bläschen“ oder Knötchen), die von einem perlschnurartigen Randsaum begrenzt sind und an deren Oberfläche Teleangiektasien (kleine Blutgefäße) durchschimmern
  • andere Wachstumsformen sind: rote Flecken (oft am Rumpf) oder weißlich und atrophische (narbige) Veränderungen, die oft gar nicht als Tumor erkannt werden.
  • bei fortgeschrittenen Basalzellkarzinomen können Erosionen (oberflächliche auf die Epidermis beschränkte Substanzdefekte, ohne Narbenbildung)/Ulzerationen (Geschwürbildungen) an diesen Veränderungen auftreten

Prädilektionsstellen (Körperregionen, an denen die Erkrankung bevorzugt auftritt) des BZK sind Kopf und Hals, gefolgt von Rumpf und Extremitäten:

Lokalisation

  • Vorkommen ausschließlich an behaarter Haut
  • Die 5 häufigsten Lokalisationen eines Basalzellkarzinoms [1]
    • Stirn 9 %
    • Nase 20 %
    • Präaurikulär ("vor dem Ohr") 12 %
    • Wangen 9 %
    • Rücken 9 %
  • Geschlechtsspezifische Lokalisationen des Basalzellkarzinoms (aufgeführt das jeweils stärker betroffene Geschlecht) [1]
    •  Männer
      • Ohr 7,42 %
      • Rücken 9,65 %
      • Oberarm 6,39 %
      • Präaurikulär 12,93 %
      • Retroaurikulär ("hinter dem Ohr") 3,1 %
    • Frauen
      • Nase 22,93 %
      • Auge 8,13 %
      • Lippen 3,8 %
      • Wange 9,7 %
      • Stirn 9,91 %
  • Ohne frühe In-situ-Vorstufen v. a. an lichtexponierten Hautarealen (80 % der Fälle: Gesichtshaut, Kopf und Hals; Dekolleté). Des Weiteren können Basalzellkarzinome gehäuft in einem Naevus sebaceus (Talgdrüsennaevus) entstehen.
  • Sehr seltene Lokalisationen sind: Lippenbereich; am Übergang zur Columella (Nasensteg)

Diese Veränderungen entwickeln sich über Monate bis Jahre.

Weitere Formen des Basalzellkarzinoms:

  • Superfizielles Basalzellkarzinom (sBZK; Synonyme: Rumpfhautbasaliom; Rumpfhaut-BCCs); multizentrisch-oberflächliches Basalzellkarzinom (ca. 25 %); Lokalisation: bevorzugt an Rumpf und Extremitäten; zeigt ein eher ekzemähnliches klinisches Bild: es lassen sich solide (knotenförmige) von superfiziellen (flach erhabenen) Plaques (flächenhafte oder plattenartige Substanzvermehrung der Haut) abgrenzen; charakteristisch sind erythematöse, oft multiple Maculae (fleckige farbliche Veränderung der Haut) oder Plaques, meist mit Erosionen (oberflächliche auf die Epidermis beschränkte Substanzdefekte, ohne Narbenbildung), die im Zentrum und leicht bluten.
  • Sklerodermiformes Basalzellkarzinom; Lokalisation: chronisch lichtexponierten Arealen wie Gesicht, Kopfhaut und Dekolleté; narbig-flaches Basalzellkarzinom; klinisches Bild: weißlich und atrophisch; sklerodermiforme Basalzellkarzinom gehört zu den infiltrativ wachsenden Varianten des Basalzellkarzinoms
  • Ulzero-noduläre Formen des Basalzellkarzinoms: charakteristisch sind perlmuttfarbene Knoten mit Teleangiektasien (Erweiterung kleiner, oberflächlicher Hautgefäße) und erhabenem Randbereich, häufig mit zentraler Ulzeration (Geschwürbildung), zuweilen auch zystisch; noduläres Basalzellkarzinom (Synonym: solides (knotiges) Basaliom) ist mit ca. 50 % aller BZK die häufigste Form

Literatur

  1. Lobeck A et al.: Betrachtung des dermatochirurgischen Patientenkollektivs an einem Hauttumorzentrum in Deutschland. Hautarzt Ausgabe 5/2017 doi 10.1007/s00105-017-3951-2
     
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