Medizingerätediagnostik
Basalzellkarzinom (Basaliom)

Fakultative Medizingerätediagnostik – in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Anamnese, körperlichen Untersuchung, Labordiagnostik und obligater Medizingerätediagnostik – zur differentialdiagnostischen Abklärung

  • Dermatoskopie (Auflichtmikroskopie; erhöht die diagnostische Sicherheit; differentialdiagnostische Abgrenzung gegenüber amelanotischen Melanom, Morbus Bowen und Plattenepithelkarzinom)
    • [Basalzellkarzinom: 
    • Vorkommen von multiplen Gefäßmustern (baumartige Gefäße)
    • glänzenden, weißen Streifen; große blaugraue ovoide Nester
    • multiple blaugraue Globuli (pl., lat. für "Kügelchen")
    • radspeichenartige Strukturen
    • Erosionen (oberflächliche auf die Epidermis beschränkte Substanzdefekte, ohne Narbenbildung)
    • Ulzeration (Geschwürbildung)]
  • Optische Kohärenztomographie (OCT): das Verfahren beruht auf beruht auf einer kohärenten Lichtinterferometrie; dabei wird die Haut mit breitbandigem Licht bestrahlt; das vom Gewebe reflektierte Licht ermöglicht die Errechnung und Darstellung von zweidimensionalen Tiefenschnittbildern auf einem Monitor; Eindringtiefe ist größer als die konfokale Laserscanmikroskopie (KLSM), geht allerdings auf Kosten einer geringeren Auflösung (Eindringtiefe: ins subkutane Gewebe (1-2 mm), aber mit niedrigeren Auflösung: 10-20 μm).
    Indikationen: nicht melanozytäre Hauttumoren, insbesondere Basalzellkarzinome, aktinische Keratosen, Bowen-Karzinome sowie spinozelluläre Karzinome (Plattenepithelkarzinome der Haut) [1]
  • Konfokale Laserscanningmikroskopie (LSM; konfokale Laserscanmikroskopie) – konfokale 3D Laser-Mikroskopie, die sich für Messungen im Nanometerbereich
    [Sensitivität (Prozentsatz erkrankter Patienten, bei denen die Krankheit durch die Anwendung des Tests erkannt wird, d. h. ein positives Testresultat auftritt) beim Nachweis eines Basalzellkarzinoms per konfokaler Laserscanmikroskopie war ähnlich hoch wie unter Verwendung einer Stanzbiopsie (100 % versus 93,94 %); erwartungsgemäß war die Spezifität (Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich Gesunde, die nicht an der betreffenden Erkrankung leiden, im Test auch als gesund erkannt werden) per Stanzbiopsie deutlich höher (79 % versus 38 %) [2]]
  • Fluoreszenzdiagnostik (FD; Synonym: Photodynamische Diagnostik, PDD); zur in-vivo-Diagnostik von nicht-melanozytären Tumoren wie Basalzellkarzinomen oder Plattenepithelkarzinome der Haut, sowie auch von Präkanzerosen (Krebsvorstufewie der Aktinischen Keratose
  • Abdomensonographie (Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane) – je nach Lokalisation zur Bestimmung der Tiefe/Ausbreitung
  • Computertomographie (CT; schnittbildgebendes Verfahren (Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Richtungen mit rechnerbasierter Auswertung)) – je nach Lokalisation zur Bestimmung der Tiefe/Ausbreitung
  • Magnetresonanztomographie (MRT; computergestütztes Schnittbildverfahren (mittels magnetischer Felder, das heißt ohne Röntgenstrahlung)) – je nach Lokalisation zur Bestimmung der Tiefe/Ausbreitung

Literatur

  1. Welzel J SS. Nichtinvasive Diagnostik in der Dermatologie. J Dtsch Dermatol Ges. 2017;15(10):999-1017  doi: 10.1111/ddg.13347_g.
  2. Kadouch DJ et al. Diagnostic accuracy of confocal microscopy imaging vs. punch biopsy for diagnosing and subtyping basal cell carcinoma. JEADV 2017; online 11. August. doi http://dx.doi.org/10.1111/jdv.14253
     
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