Einleitung
Schambeinentzündung (Symphysitis)

Eine Symphysitis (lat. Osteitis pubis; Ostitis pubis) (Synonym: Pubalgia; Pubalgie; ICD-10-GM M85.8-: Sonstige Veränderung der Knochendichte und -struktur) ist eine schmerzhafte nicht-infektiöse Entzündung von Schambeinfuge (Symphysis pubica), Schambeinknochen (Os pubis) und in der Nähe befindlicher Strukturen.

Von der Symphysitis mitbetroffene Strukturen sind die Adduktoren (Gruppe der Skelettmuskeln, die zum Heranziehen (Adduktion) eines Körpergliedes gehören), die Bauchmuskulatur und die Faszien (derbe Hüllschicht aus Bindegewebe).

Maßgebliche Ursache einer Schambeinentzündung sind wiederholte Mikrotraumata, die durch eine Fehl- oder Überbelastung entstehen.

Betroffen sind vor allem Leistungssportler von Sportarten mit Sprints und schnellen Richtungswechseln (z. B. Handball-, Basketball-, Fußball- und Tennisspieler).

Geschlechterverhältnis: Männer sind wesentlich häufiger betroffen als Frauen.

Häufigkeitsgipfel: Das Durchschnittsalter liegt bei Männern bei ca. 30 Jahren und bei Frauen bei ca. 35 Jahren.

Die Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen) der Symphysitis beträgt unter Sportlern zwischen 0,5-7 %.

Verlauf und Prognose: Die Beschwerden verschwinden im Regelfall nach Wochen bis mehreren Monaten spontan. Bei äußerst schmerzhaftem Verlauf der Erkrankung, was nicht selten vorkommt, müssen Sportler eine längerfristige Trainings- und Wettkampfunterbrechung erdulden. Im Vordergrund stehen konservative Therapien (z. B. Physiotherapie, Ultraschallbehandlung, Kryo- und Elektrotherapie). 
Leistungssportlern wird ggf. auch eine operative Therapie angeboten.
Ein großer Teil der Leistungssportler/Athleten behält die Probleme länger als 3 Jahre oder beendet seine Karriere als Folge der Erkrankung.


     
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