Labordiagnostik
Rückenschmerzen

Die Diagnose wird zumeist nur anhand der Anamnese und der körperlichen Untersuchung gestellt. Nur bei Vorliegen von konkreten Verdachtsdiagnosen (wie Tumorerkrankungen oder Infektionen) ist eine Labordiagnostik erforderlich.

Liegen Warnhinweise ("red flags") vor, sollen je nach Verdachtsdiagnose und Dringlichkeit weitere bildgebende oder Laboruntersuchungen und/oder Überweisungen in spezialfachärztliche Behandlung eingeleitet werden [1].

Laborparameter 2. Ordnung – in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Anamnese, körperlichen Untersuchung etc. – zur differentialdiagnostischen Abklärung

  • Kleines Blutbild
  • Entzündungsparameter – CRP (C-reaktives Protein) bzw. BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)
  • Urinuntersuchung – Teststreifen, Harnsediment, Urinkultur (Bakteriologie: Erreger, Resistogramm)
  • Alkalische Phosphatase (AP)-Isoenzyme, Ostase, Calcium im Urin (die Tumorhypercalcämie (Synonym: tumorinduzierte Hypercalcämie (Calciumüberschuss), TIH) ist eine der häufigsten Symptome bei paraneoplastischen Syndromen), PTHrP (Parathormon-related Protein; die Konstellation mit verminderten Parathormon (PTH) und erhöhtem PTHrP ist typisch für die Tumorhypercalcämie) – bei Verdacht auf Knochenmetastasen
  • Desoxypyridinolin (DPD) – ist zu > 98 % knochenspezifisch – ein guter Index für die Knochenresorptionsrate
    (erhöht bei: peri- und postmenopausale Osteoporose (frühe Erkennung bei noch normaler Knochendichtemessung möglich); Knochenmetastasen; Plasmozytom (multiples Myelom); Morbus Paget; primärer Hyperparathyreoidismus (Nebenschilddrüsenüberfunktion)
  • Tumormarker: CEA (carcinoembryonales Antigen), TPA (tissue polypeptid antigen); PSA (prostataspezifische Antigen)
  • Serumelektrophorese – bei Verdacht auf das multiple Myelom (Plasmozytom)

Leitlinien

  1. S3-Leitlinie: Nationale VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz: Nicht-spezifischer Kreuzschmerz (AWMF-Registernummer: nvl-007), Dezember 2016 Kurzfassung Langfassung 

 


     
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