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Einleitung
Polyzystisches-Ovar-Syndrom (PCO-Syndrom)

Das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCO-Syndrom oder Stein-Leventhal-Syndrom) bezeichnet einen Symptomenkomplex, der durch eine hormonelle Funktionsstörung der Ovarien (Eierstöcke) gekennzeichnet ist.
Die Erkrankung zeigt sich meist ab dem zweiten oder dritten Lebensjahrzehnt.

Das Polyzystische Ovar-Syndrom ist mit einer Prävalenz von fünf bis zwölf Prozent eine der häufigsten Endokrinopathien (Erkrankung des Hormonsystems) der Frau. 

Definition des PCO-Syndroms
Nach dem Rotterdam Consensus Workshop 2003 liegt ein PCO-Syndrom vor, wenn zwei der nachfolgenden Kriterien erfüllt sind

  • Zyklusstörungen – Oligomenorrhoen bis Oligo-Amenorrhoen (verlängerte Abstände zwischen den Regelblutungen bis zu ausbleibenden Regelblutungen)
  • Hyperandrogenämie – vermehrte Bildung von männlichen Geschlechtshormonen; Gesamttestosteronspiegel > 2,08 nmol/l beziehungsweise als Serum-Dehydroepiandrostendion-Sulfat (DHEA-S)-Spiegel > 6,6 mol/l; und/oder Merkmale eines Hyperandrogenismus wie Hirsutismus (vermehrte Behaarung nach dem männlichen Verteilungsmuster), Akne, Seborrhoe (fettige Haut)
  • Polyzystische Ovarien – wenn mindestens ein Ovar (Eierstock) ein Volumen von mindestens 10 ml aufweist und/oder 12 Follikel von jeweils zwei bis neun Millimeter vorliegen

     
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