Einleitung
Polymenorrhoe

Eine Polymenorrhoe (Synonyme: Blutungsanomalie – (Intervall < 25 Tage); Blutungsanomalie – Polymenorrhoe (Intervall < 25 Tage); Menstruationsblutung (Intervall < 25 Tage); Polymenorrhea; Polymenorrhö; Zyklusstörung – Polymenorrhoe (Intervall < 25 Tage); ICD-10 N92.0: Zu starke oder zu häufige Menstruation bei regelmäßigem Menstruationszyklus: Polymenorrhoe) ist eine Rhythmusstörung. Das Intervall zwischen den Blutungen ist kleiner als 25 Tage, die Blutungen treten also zu oft auf.

Die Blutungsanomalien (Blutungs- bzw. Zyklusstörungen) werden nach Rhythmusstörungen und Typusstörungen unterschieden.

Zu den Rhythmusstörungen gehören:

  • Polymenorrhoe – das Intervall zwischen den Blutungen ist < 25 Tage, d.h. die Blutungen treten zu oft auf
  • Oligomenorrhoe – das Intervall zwischen den Blutungen ist > 35 Tage und ≤ 90 Tage, d.h. die Blutungen treten zu selten auf
  • Amenorrhoe – keine Menstruationsblutung bis zum 15. Lebensjahr (primäre Amenorrhoe) oder keine Menstruationsblutung seit > 90 Tage (sekundäre Amenorrhoe)

Bei einer Polymenorrhoe liegt meistens eine ovarielle Störung (Störung der Eierstockfunktion) vor, welche häufig hypothalamisch-dysfunktional bedingt ist. 
Der Hypothalamus ist Teil des Diencephalon (Zwischenhirns) und dient als oberstes Regulationszentrum für alle endokrinen und vegetativen Vorgänge.

Häufigkeitsgipfel: Das Maximum des Auftretens der Polymenorrhoe ist nach der Menarche (erste Regelblutung) und vor dem Klimakterium (weibliche Wechseljahre), da zu beiden Zeitpunkten im Körper endokrinologische (hormonelle) Veränderungen stattfinden.
Eine Polymenorrhoe kann auch postpartal (d.h. nach der Entbindung) auftreten.

Verlauf und Prognose: Falls Polymenorrhoen mehr als zwei Jahre nach der Menarche (Zeitpunkt der ersten Regelblutung) andauern, sind diese Zyklusstörungen abzuklären. 
Die Therapie erfolgt ursachenbezogen. Ist Stress der Auslöser
für eine Polymenorrhoe oder andere psychische Belastungen, ist meist keine Pharmakotherapie (medikamentöse Therapie) erforderlich der Zyklus normalisiert sich von selbst wieder, wenn die auslösenden Faktoren wegfallen.


     
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