Röteln (Rubella) – Folgeerkrankungen

Im Folgenden die wichtigsten Erkrankungen bzw. Komplikationen, die durch Rubella (Röteln) mitbedingt sein können:

Postnatal (nach der Geburt) erworbene Röteln

Blut, blutbildende Organe – Immunsystem (D50-D90)

  • Thrombozytopenie (Verminderung der Blutplättchen)/thrombozytopenische Purpura (Hautblutungen bei Verminderung der Blutplättchen) – seltene, aber typische hämatologische (das Blut betreffende) Komplikation postnatal erworbener Röteln; klinisch relevant bei Petechien (punktförmige Hautblutungen), Purpura oder Blutungszeichen [LL 3, LL 4]

Muskel-Skelett-System und Bindegewebe (M00-M99)

  • Arthralgie (Gelenkschmerz)/Arthritis (Gelenkentzündung) – vor allem bei Jugendlichen und Erwachsenen, insbesondere bei Frauen; meist selbstlimitierend (von selbst abklingend), chronische Verläufe sind selten beschrieben [LL 3, LL 4]

Psyche – Nervensystem (F00-F99; G00-G99)

  • Postinfektiöse Enzephalitis (Gehirnentzündung nach Infektion) – seltene neurologische (das Nervensystem betreffende) Komplikation; im UKHSA Green Book mit etwa 1:6.000 Rötelnfällen angegeben [LL 4]

Pränatal (vorgeburtlich)/kongenital (angeboren) erworbene Röteln

Grundsätzliche Differenzierung

  • Kongenitale Rötelninfektion ohne kongenitales Rötelnsyndrom – intrauterine (in der Gebärmutter gelegene) Infektion (Ansteckung) des Fetus (ungeborenes Kind) ohne klinische Zeichen eines kongenitalen Rötelnsyndroms; insbesondere nach späterer mütterlicher Infektion möglich; betroffene Säuglinge können Rötelnvirus ausscheiden [2, LL 2, LL 5]
  • Kongenitales Rötelnsyndrom (congenital rubella syndrome, CRS)/Rötelembryofetopathie (rötelnbedingte Schädigung des Embryos beziehungsweise Fetus) – klinisch manifeste Schädigung nach mütterlicher Rubellainfektion in der Schwangerschaft; Leitsymptome sind sensorineurale Hörstörung (Innenohrschwerhörigkeit), okuläre Fehlbildungen (Fehlbildungen am Auge), kongenitale Herzfehler und neurologische Entwicklungsstörungen [1, 2, 4, LL 1-5]
  • Frühinfektion mit fetalem Verlust – mütterliche Rubellainfektion in der Frühschwangerschaft kann Abort (Fehlgeburt), intrauterinen Fruchttod (Tod des ungeborenen Kindes in der Gebärmutter), Totgeburt oder neonatalen Tod (Tod des Neugeborenen) verursachen [1-4, LL 1-5]

Rötelembryopathie – kongenitale Infektion und Auftreten klinischer Manifestationen des kongenitalen Rötelnsyndroms beziehungsweise Fehlbildungen in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der mütterlichen Rötelninfektion

Zeitpunkt der mütterlichen Infektion Kongenitale Infektionsrate Risiko klinischer Manifestationen des kongenitalen Rötelnsyndroms (CRS) beziehungsweise Fehlbildungen Bewertung der Datenlage
Bis 10. Schwangerschaftswoche Sehr hoch; in Miller et al. lag die kongenitale Infektionsrate bei maternaler Rötelnexanthem-Erkrankung (Röteln mit Hautausschlag) in den ersten 12 Schwangerschaftswochen bei >80 % Sehr hohes CRS-/Schädigungsrisiko; in Leitlinien und Surveillance-Dokumenten bis zu etwa 90 % bei mütterlicher Primärinfektion (Erstinfektion) in den ersten 8-10 Schwangerschaftswochen; typische Manifestationen sind kongenitale Herzfehler, Katarakt (grauer Star), Retinopathie (Netzhauterkrankung), sensorineurale Hörstörung, Mikrozephalie (zu kleiner Kopf) und Wachstumsrestriktion (Wachstumseinschränkung) Sehr gut belegt durch prospektive Kohortendaten und konsistent in WHO-, CDC-, RKI- und UKHSA-Dokumenten [1, LL 1-5]
11.-12. Schwangerschaftswoche Weiterhin hoch; in Miller et al. im zusammengefassten Zeitraum bis 12 Wochen >80 % Weiterhin relevantes Risiko für klinische Schädigung; gegenüber den ersten 8-10 Wochen beginnender Risikoabfall, Mehrfachfehlbildungen bleiben möglich Gut belegt; Übergangsbereich zwischen höchstem Frühschwangerschaftsrisiko und abnehmendem Risiko im frühen zweiten Trimenon (Schwangerschaftsdrittel) [1, LL 1-5]
13.-14. Schwangerschaftswoche In Miller et al. etwa 54 % Klinische Schädigung weiterhin möglich; zunehmend dominieren isolierte oder oligosymptomatische Manifestationen (Krankheitszeichen), insbesondere sensorineurale Hörstörung Gut belegt; Infektionsrate und klinisches Fehlbildungsrisiko müssen getrennt bewertet werden [1, LL 1-5]
15.-16. Schwangerschaftswoche Abnehmend; Miller et al. beschreiben gegen Ende des zweiten Trimenons eine niedrigere kongenitale Infektionsrate als in der Frühschwangerschaft Deutlich geringeres, aber noch relevantes Risiko; UKHSA nennt für Infektionen zwischen 11 und 16 Wochen ein Risiko fetaler Schädigung von etwa 10-20 %; isolierte Hörstörung steht zunehmend im Vordergrund Gut belegt; quantitative Angaben variieren je nach Definition von Infektion, CRS und Fehlbildungsmanifestation [1, LL 3-5]
17.-20. Schwangerschaftswoche Kongenitale Infektion möglich, aber klinische CRS-Manifestationen deutlich seltener Fetale Schädigung selten; insbesondere isolierte sensorineurale Hörstörung ist bis etwa 20 Schwangerschaftswochen beschrieben Konsistent in CDC-, RKI-, WHO- und UKHSA-Dokumenten; strukturelle Mehrfachfehlbildungen deutlich seltener [LL 1-5]
Nach der 20. Schwangerschaftswoche Kongenitale Infektion weiterhin möglich Kongenitale Fehlbildungen selten; kongenitale Rötelninfektion ohne CRS bleibt möglich, einschließlich potenzieller Virusausscheidung des Neugeborenen Leitlinienkonsens; niedriges CRS-Risiko, aber Relevanz für Diagnostik, Meldung, Infektionsschutz und Nachsorge [LL 1-5]

Angeborene Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien (Q00-Q99)

  • Kongenitale Herzfehler – insbesondere persistierender Ductus arteriosus (offenbleibende Gefäßverbindung zwischen Hauptschlagader und Lungenschlagader), periphere Pulmonalarterienstenose (Verengung peripherer Lungenarterien), Ventrikelseptumdefekt (Loch in der Kammerscheidewand) und Atriumseptumdefekt (Loch in der Vorhofscheidewand); klassische Manifestationen des kongenitalen Rötelnsyndroms [1, 2, 4, LL 2, LL 5]
  • Mikrozephalie – als neurologische Fehlbildung beziehungsweise Ausdruck einer intrauterinen Hirnschädigung beim kongenitalen Rötelnsyndrom beschrieben [2, 4, LL 2, LL 5]
  • Rötelembryofetopathie/kongenitales Rötelnsyndrom – multisystemische Embryo- beziehungsweise Fetopathie mit variabler Kombination aus Hörstörung, Augenfehlbildungen, Herzfehlern, neurologischer Entwicklungsstörung, intrauteriner Wachstumsrestriktion und hämatologisch/hepatischer (blut- beziehungsweise leberbezogener) Beteiligung [1-4, LL 1-5]

Augen und Augenanhangsgebilde (H00-H59)

  • Kongenitale Katarakt – klassische okuläre Manifestation des kongenitalen Rötelnsyndroms; häufig zusammen mit Hörstörung und Herzfehlern beschrieben [1, 2, 4, LL 2, LL 5]
  • Kongenitales Glaukom (grüner Star) – seltener als Katarakt, aber definierendes okuläres Zeichen im CRS-Surveillance-Schema der WHO [LL 2]
  • Mikrophthalmie (zu kleines Auge) – okuläre Fehlbildung im Rahmen des kongenitalen Rötelnsyndroms; kann mit Katarakt, Retinopathie oder Visusminderung assoziiert sein [4, LL 2, LL 5]
  • Pigmentretinopathie/„salt-and-pepper“-Retinopathie – typische retinale Manifestation des kongenitalen Rötelnsyndroms [4, LL 2, LL 5]
  • Visusminderung (Sehminderung)/Blindheit – Folge kongenitaler Katarakt, Glaukom, Mikrophthalmie oder Retinopathie [4, LL 2, LL 5]

Bestimmte Zustände, die ihren Ursprung in der Perinatalperiode haben (P00-P96)

  • Abort/Totgeburt/neonataler Tod – schwerwiegende Folgen maternaler Rubellainfektion in der Frühschwangerschaft; Risiko besonders hoch bei Infektion im ersten Trimenon [1-4, LL 1-5]
  • Frühgeburt – als ungünstiger perinataler (die Zeit um die Geburt betreffender) Ausgang nach maternaler Rötelninfektion beschrieben [2, 4, LL 2, LL 5]
  • Intrauterine Wachstumsrestriktion/niedriges Geburtsgewicht – häufige perinatale Manifestation des kongenitalen Rötelnsyndroms [4, LL 2, LL 4, LL 5]
  • Kongenitale Rötelninfektion ohne CRS – Labor- oder PCR-gesicherte (Polymerase-Kettenreaktion-gesicherte) intrauterine Infektion ohne klinische Zeichen eines kongenitalen Rötelnsyndroms; insbesondere nach späterer maternaler Infektion möglich [2, LL 2, LL 5]
  • Virusausscheidung des Neugeborenen – Säuglinge mit kongenitaler Rötelninfektion beziehungsweise kongenitalem Rötelnsyndrom können über Monate, nach WHO-Angaben bis zu einem Jahr oder länger, infektiöses Virus ausscheiden [LL 1, LL 2, LL 5]

Blut, blutbildende Organe – Immunsystem (D50-D90)

  • Thrombozytopenie/thrombozytopenische Purpura – typische frühe Manifestation des kongenitalen Rötelnsyndroms; kann mit Petechien, Purpura und Blutungsneigung einhergehen [4, LL 2, LL 5]

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00-E90)

  • Diabetes mellitus Typ 1 (Zuckerkrankheit Typ 1) – als spätere autoimmune (durch eine fehlgeleitete Immunreaktion bedingte) Folge beziehungsweise Langzeitassoziation nach kongenitalem Rötelnsyndrom beschrieben [4, LL 2, LL 5]
  • Thyreoiditis (Schilddrüsenentzündung)/Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) – autoimmune beziehungsweise endokrine (das Hormonsystem betreffende) Langzeitmanifestation nach kongenitalem Rötelnsyndrom beschrieben [4, LL 2, LL 5]

Herzkreislaufsystem (I00-I99)

  • Pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck) – mögliche schwere kardio-pulmonale (Herz und Lunge betreffende) Folge bei kongenitalen Herzfehlern, insbesondere bei persistierendem Ductus arteriosus oder Pulmonalarterienstenose im Rahmen des kongenitalen Rötelnsyndroms [4, LL 5]

Infektiöse und parasitäre Krankheiten (A00-B99)

  • Kongenitale Rötelninfektion – intrauterin erworbene Rubellainfektion mit oder ohne klinisches kongenitales Rötelnsyndrom; surveillance-relevant, da betroffene Säuglinge Virus ausscheiden und Infektionsketten auslösen können [LL 2, LL 5]

Leber, Gallenblase und Gallenwege – Pankreas (K70-K77; K80-K87)

  • Hepatitis (Leberentzündung)/hepatische Entzündung – als frühe Organbeteiligung im Spektrum des kongenitalen Rötelnsyndroms beschrieben, häufig im Kontext von Ikterus (Gelbsucht) und Hepatosplenomegalie [4, LL 2, LL 4, LL 5]

Ohren – Warzenfortsatz (H60-H95)

  • Sensorineurale Schwerhörigkeit/Taubheit (Gehörlosigkeit) – häufigste und oft persistierende Manifestation des kongenitalen Rötelnsyndroms; kann isoliert auftreten und teilweise erst postnatal beziehungsweise im Verlauf erkannt werden [1, 2, 4, LL 1-5]

Psyche – Nervensystem (F00-F99; G00-G99)

  • Autismus-Spektrum-Störung (tiefgreifende Entwicklungsstörung) – als neuroentwicklungsbezogene Langzeitassoziation nach kongenitalem Rötelnsyndrom beschrieben [4, LL 2, LL 5]
  • Entwicklungsverzögerung/intellektuelle Beeinträchtigung (geistige Beeinträchtigung) – häufige Langzeitfolge des kongenitalen Rötelnsyndroms, insbesondere bei ZNS-Beteiligung (Beteiligung des zentralen Nervensystems) und sensorischen Defiziten (Sinnesbeeinträchtigungen) [4, LL 2, LL 5]
  • Meningoenzephalitis (Hirn- und Hirnhautentzündung) – definierendes neurologisches Zeichen in Surveillance-Kriterien zum kongenitalen Rötelnsyndrom; Teil des kongenitalen Rötelnsyndroms [LL 2, LL 5]
  • Zerebrale Schädigung (Hirnschädigung)/Zerebralparese (frühkindliche Hirnschädigung mit Bewegungsstörung) – im Spektrum neurologischer Folgen des kongenitalen Rötelnsyndroms beschrieben [4, LL 5]

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (O00-O99)

  • Spontanabort – mögliche Folge einer maternalen Rubellainfektion, besonders bei Infektion in der Frühschwangerschaft [1-4, LL 1-5]
  • Totgeburt/intrauteriner Fruchttod – mögliche schwere Folge maternaler Rubellainfektion in der Schwangerschaft [1-4, LL 1-5]
  • Schwangerschaftsabbruch nach gesicherter maternaler Infektion und fetaler Risikokonstellation (Risikokonstellation des ungeborenen Kindes) – historisch und surveillance-epidemiologisch als Folge schwerwiegender Rötelninfektionen in der Schwangerschaft dokumentiert [2, LL 4, LL 5]

Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind (R00-R99)

  • Hepatosplenomegalie (Leber- und Milzvergrößerung) – frühes klinisches Zeichen des kongenitalen Rötelnsyndroms und Bestandteil der WHO-Kriteriengruppe B [4, LL 2, LL 5]
  • Ikterus in den ersten 24 Lebensstunden – Bestandteil der WHO-Kriteriengruppe B des kongenitalen Rötelnsyndroms [LL 2]
  • Purpura/„blueberry muffin“-Exanthem – frühes klinisches Zeichen bei kongenitalem Rötelnsyndrom, häufig Ausdruck extramedullärer Hämatopoese (Blutbildung außerhalb des Knochenmarks) und/oder Thrombozytopenie [4, LL 2, LL 5]

Prognosefaktoren

  • Zeitpunkt der maternalen Infektion – stärkster Prognosefaktor; Infektion in den ersten 8-10 Schwangerschaftswochen mit höchstem Risiko für multiple Fehlbildungen, Infektion nach 20 Schwangerschaftswochen mit deutlich niedrigerem Risiko für ein kongenitales Rötelnsyndrom [1, LL 1-5]
  • Nachweis einer maternalen Primärinfektion – höhere Relevanz als alleinige klinische Exanthem-Diagnose, da klinische Röteln unspezifisch und häufig mild beziehungsweise asymptomatisch (ohne Krankheitszeichen) verlaufen [LL 1, LL 3, LL 5]
  • Vorliegen von Mehrfachanomalien (mehrere Fehlbildungen) – ungünstiger als isolierte Hörstörung; insbesondere Kombination aus Herzfehler, Katarakt, Hörstörung, Mikrozephalie und Wachstumsrestriktion [4, LL 2, LL 5]
  • Sensorineurale Hörstörung – häufigste persistierende Langzeitfolge; kann initial übersehen werden und erfordert strukturierte audiologische Nachsorge [4, LL 2-5]
  • Kardiale Beteiligung – persistierender Ductus arteriosus, Pulmonalarterienstenose und pulmonale Hypertonie erhöhen Morbidität (Krankheitslast) und Frühletalität (frühe Sterblichkeit) [4, LL 5]
  • Neurologische Beteiligung – Mikrozephalie, Meningoenzephalitis, Entwicklungsverzögerung und Zerebralparese bestimmen Langzeitprognose und Rehabilitationsbedarf (Bedarf an Wiederherstellung/Training) [4, LL 2, LL 5]
  • Versorgungszugang und Nachsorge – frühzeitige ophthalmologische (augenärztliche), audiologische (das Hören betreffende), kardiologische (herzärztliche), neuropädiatrische (kindernervenärztliche) und entwicklungsmedizinische Diagnostik verbessert funktionelle Prognose, beseitigt aber die primäre Organschädigung nicht [4, LL 2, LL 5]
  • Impfstatus und Populationsimmunität (Immunität in der Bevölkerung) – hohe Durchimpfung verhindert postnatale Rubella und ist die zentrale Maßnahme zur Vermeidung des kongenitalen Rötelnsyndroms; sinkende Impfquoten erhöhen das Risiko importierter beziehungsweise reemergenter Infektionen [3, 5, LL 1, LL 3-5]

Literatur

  1. Miller E, Cradock-Watson JE, Pollock TM. Consequences of confirmed maternal rubella at successive stages of pregnancy. Lancet. 1982;2(8302):781-784. https://doi.org/10.1016/S0140-6736(82)92677-0 
  2. Bukasa A, Campbell H, Brown K, Bedford H, Ramsay M, Amirthalingam G, Tookey P. Rubella infection in pregnancy and congenital rubella in United Kingdom, 2003 to 2016. Euro Surveill. 2018;23(19):17-00381. https://doi.org/10.2807/1560-7917.ES.2018.23.19.17-00381 
  3. Vynnycky E, Knapp JK, Papadopoulos T, Cutts FT, Hachiya M, Miyano S, Reef SE. Estimates of the global burden of Congenital Rubella Syndrome, 1996-2019. Int J Infect Dis. 2023;137:149-156. https://doi.org/10.1016/j.ijid.2023.09.003 
  4. De Melo LC, Rugna MM, Durães TA, Pereira SS, Callado GY, Pires P, Traina E, Araujo Júnior E, Granese R. Congenital Rubella Syndrome in the Post-Elimination Era: Why Vigilance Remains Essential. J Clin Med. 2025;14(11):3986. https://doi.org/10.3390/jcm14113986 
  5. Frey K. Congenital Rubella Syndrome Does Not Increase with Introduction of Rubella-Containing Vaccine. Vaccines (Basel). 2024;12(7):811. https://doi.org/10.3390/vaccines12070811 

Leitlinien

  1. World Health Organization. Rubella vaccines: WHO position paper – July 2020. Weekly Epidemiological Record. 2020;95(27):306-324. https://www.who.int/publications/i/item/WHO-WER9527 
  2. World Health Organization. Congenital Rubella Syndrome. WHO Vaccine-Preventable Diseases Surveillance Standards. Last updated: 5 September 2018. https://cdn.who.int/media/docs/default-source/immunization/vpd_surveillance/vpd-surveillance-standards-publication/who-surveillancevaccinepreventable-03-crs-r2.pdf 
  3. Robert Koch-Institut. RKI-Ratgeber – Röteln. https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_Roeteln.html 
  4. UK Health Security Agency. Rubella. The Green Book, chapter 28. Updated 9 January 2026. https://assets.publishing.service.gov.uk/media/6964e762e8b93f59c3aeccd4/UKHSA_Green_Book_Chapter_Rubella_09_01_2026.pdf 
  5. Centers for Disease Control and Prevention. Chapter 15: Congenital Rubella Syndrome. Manual for the Surveillance of Vaccine-Preventable Diseases. Updated 10 February 2026. https://www.cdc.gov/surv-manual/php/table-of-contents/chapter-15-congenital-rubella-syndrome.html