Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Weitere Therapie
Hepatitis A (Hepatitis epidemica)

Allgemeine Maßnahmen

  • Partnermanagement, d. h. ggf. infizierte Partner müssen ausfindig gemacht und behandelt werden (Kontakte müssen abhängig vom geschätzten Zeitpunkt der Infektion oder bis zu zwei Wochen vor Einsetzen des Ikterus (Gelbsucht) rückverfolgt werden) [European Guidelines].
  • Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen!
  • ggf. Bettruhe (abhängig vom Zustand des Patienten)
  • Beim Auftreten von Fieber:
    • Bettruhe und körperliche Schonung (auch bei nur geringem Fieber)
    • Fieber unter 38.5 °C muss nicht unbedingt behandelt werden!
      (Ausnahmen: Kinder, die zu Fieberkrämpfen neigen; alte, geschwächte Menschen; Patienten mit einem geschwächten Immunsystem)
    • Bei Fieber ab 39 °C können Wadenwickel helfen, die Temperatur zu senken, was oft zu einer Verbesserung des Befindens führt.
    • Nach dem Fieber noch einen fieberfreien Tag Schonung, ggf. auch länger (überwiegend Bettruhe und im Haus bleiben). 
  • Alkoholkarenz (vollständiger Verzicht auf Alkohol)
  • Nikotinrestriktion (Verzicht auf Tabakkonsum)
  • Begrenzter Koffeinkonsum (max. 240 mg Koffein pro Tag; das entspricht 2 bis 3 Tassen Kaffee bzw. 4 bis 6 Tassen grünen/schwarzen Tee)
  • Überprüfung der Dauermedikation wg. möglicher Auswirkung auf die vorhandene Krankheit
    • Medikamente, die über die Leber verstoffwechselt werden wie beispielsweise Paracetamol, Benzodiazepine und Sulfonylharnstoffe und viele weitere, dürfen nicht eingenommen werden

Impfungen

Die nachfolgenden Impfungen sind angeraten, da eine Infektion häufig zur Verschlechterung der vorliegenden Erkrankung führen kann:

  • Grippe-Impfung
  • Hepatitis B

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

  • Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen

Ernährungsmedizin

  • Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen während der Erkrankung:
    • Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme! Da es im Verlauf einer fieberhaften Erkrankung zu starken Flüssigkeitsverlusten kommt, sollte die Flüssigkeitsaufnahme bei nieren- und herzgesunden Erwachsenen nach folgender Faustregel erfolgen: bei jedem Grad Körpertemperatur über 37 °C zusätzlich 0,5-1 Liter pro °C. Am besten geeignet sind Tees.
    • Bei Erbrechen: Solange das Erbrechen anhält, sollte auf den Verzehr jeglicher Nahrung verzichtet werden. Der Flüssigkeitsverlust sollte allerdings unbedingt ausgeglichen werden. Dazu empfiehlt es sich, Flüssigkeiten wie z. B. Kräutertees (Fenchel-, Ingwer-, Kamille-, Pfefferminz- und Kümmeltee) oder Wasser zunächst in kleineren Mengen, eventuell löffelweise zuzuführen. Wenn das Erbrechen aufgehört hat, werden zuerst kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel wie Zwieback, Toast und Salzstangen gut vertragen. Die Mahlzeiten sollten klein sein und über den Tag verteilt gegessen werden. Auf Genussmittel ist während des Erbrechens und auch noch eine Woche danach zu verzichten.
    • Bei Durchfall: Im Rahmen der Durchfallerkrankung hat sich eine "Tee-Zwieback-Diät" (Dauer: drei Tage, ggf. länger; soweit keine anderen Erkrankungen dagegen sprechen) bewährt.
    • Nach der akuten Magen-Darm-Erkrankung empfiehlt sich eine leichte Vollkost. Im Rahmen dieser Ernährung sollte auf folgende Lebensmittel und Zubereitungsverfahren verzichtet werden, da sie erfahrungsgemäß häufig Beschwerden verursachen:
      • voluminöse und fettreiche Mahlzeiten 
      • Hülsenfrüchte und Gemüse wie Weißkohl, Grünkohl, Paprika, Sauerkraut, Lauch, Zwiebeln, Wirsing, Pilze
      • rohes Stein- und Kernobst
      • frisches Brot, Vollkornbrot
      • hartgekochte Eier
      • kohlensäurehaltige Getränke
      • frittierte, panierte, geräucherte, sehr stark gewürzte oder sehr süße Lebensmittel
      • zu kalte bzw. zu heiße Lebensmittel
    • Ernährung reich an:
      • Vitaminen (Vitamin C) – Auf Grund des Fiebers kann es zu einem Mangel an Vitamin C kommen. Zudem ist Vitamin C wichtig für das Immunsystem. Vitamin C-reiche Lebensmittel sind Gemüse wie Spinat und Obst (Apfelsinen, Erdbeeren, Kiwis, Johannisbeeren), die zudem während einer Infektion gut vertragen werden.
  • Nach der Genesung ggf. Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
    • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
    Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.
    Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.

  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns. 

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de
  • Deutsche Leberhilfe e. V.
    Luxemburgerstr. 150, 50937 Köln
    Telefon.: 0221 / 28 299-80, Fax: 0221/2829981,  Internet: www.leberhilfe.org.
    Beratungstelefon: Mo bis Do von 9 bis 16, Fr 9 bis 14 Uhr, Tel.: 02 21 / 28 29 98-0.
  • Bundesverband "Selbsthilfegruppen Hepatitis e.V."
    Ensingerstraße 25, 89073 Ulm
    Beratungstelefon: 0731/9213436, Fax: 0731/9213436

Leitlinien

  1. Tiplica GS et al.: 2015 European guidelines for the management of partners of persons with sexually transmitted infections. JEADV 2015; online 7. Mai 2015
     
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