Prävention
HPV

Die HPV-Impfung ist die wichtigste und wirksamste präventive Maßnahme gegen HPV-Infektionen. Eine Schutzimpfung gegen die Hochrisikotypen 6, 11, 16 und 18 (tetravalenter Wirkstoff) ist verfügbar.

Zur Prävention der Humanen Papillomaviren muss des Weiteren auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden.

Verhaltensbedingte Risikofaktoren

  • Genussmittelkonsum
    • Tabak (Rauchen)
  • Drogenkonsum
    • Cannabis (Haschisch und Marihuana)
  • Sexuelle Übertragung 
    • Promiskuität (sexueller Kontakte mit relativ häufig wechselnden verschiedenen Partnern)
    • Prostitution
    • Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)
    • Sexuelle Kontakte im Urlaubsland
    • Ungeschützter Koitus
  • Sexuelle Praktiken mit hohem Risiko der Schleimhautverletzung (z. B. ungeschützter Analverkehr)

Medikamente

  • Immunsuppressiva – Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken
  • Kombinierte hormonelle Kontrazeptiva (KHK; Verhütungsmittel) führen wahrscheinlich zu einer leichteren Transmission (Übertragung) und einer längeren Persistenz (Fortbestehen) von HPV [1]

Weitere Risikofaktoren

  • Multiparität – Geburt vieler Kinder

Präventionsfaktoren

  • Regelmäßige Verwendung von Kondomen. Diese reduzieren die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion mit HPV um 30-60 %. Ein vollständiger Schutz durch Kondome gegen eine HPV-Infektion ist deshalb nicht möglich, da diese nicht alle Hautstellen im Genitalbereich abschirmen, die befallen sein können.

Beachte:  Die elektive Sectio caesarea kann eine HPV-Infektion des Kindes nicht verhindern!

Literatur

  1. Ludwig M, Böhmer G, Heizmann W (2012) Auswirkung hormoneller Kontrazeptiva an Vagina und Cervix uteri. Frauenarzt 2012, 7:638-642

Leitlinien

  1. S2k-Leitlinie: Anale Dysplasien und Analkarzinome bei HIV-Infizierten: Prävention, Diagnostik, Therapie. (AWMF-Registernummer: 055-007), September 2013 Langfassung
  2. S3-Leitlinie: Impfprävention HPV-assoziierter Neoplasien. (AWMF-Registernummer: 082 - 002), Dezember 2013 Kurzfassung Langfassung
     
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