Nesselsucht (Urtikaria) – Medikamentöse Therapie

Therapieziel

  • Ziel der Behandlung ist eine komplette Beschwerdekontrolle mit Beschwerdefreiheit, Normalisierung der Lebensqualität und Vermeidung vermeidbarer Therapiebelastungen [Leitlinien: S3-Leitlinie Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria (Nesselsucht); Leitlinien: International EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI Guideline 2026].

Therapieempfehlungen

  • Akute Urtikaria (akute spontane Urtikaria, ASU/asU)
    • Therapie der ersten Wahl: nicht-sedierendes H1-Antihistaminikum der 2. Generation in zugelassener Standarddosierung, vorzugsweise oral (über den Mund) und regelmäßig bis zur Symptomkontrolle (Kontrolle der Krankheitszeichen) [Leitlinien: S3-Leitlinie Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria; Leitlinien: International EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI Guideline 2026].
    • Bei unzureichender Symptomkontrolle kann die Dosis eines H1-Antihistaminikums der 2. Generation kurzfristig bis auf das 4-Fache der Standardtagesdosis gesteigert werden; bei Kindern gewichts- und altersadaptiert [Leitlinien: S3-Leitlinie Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria; Leitlinien: International EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI Guideline 2026].
    • Bei schwerer akuter Urtikaria oder ausgeprägter Exazerbation (Krankheitsverschlechterung) kann ein kurzer systemischer Glucocorticoidstoß (kurzzeitige Cortisonbehandlung im ganzen Körper) über wenige Tage erfolgen, z. B. Prednisolon-Äquivalent 0,5-1 mg/kg Körpergewicht pro Tag; keine Langzeittherapie, kein routinemäßiges Ausschleichen bei sehr kurzer Therapiedauer [Leitlinien: S3-Leitlinie Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria; Leitlinien: International EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI Guideline 2026].
    • Bei Angioödem (Schwellung tiefer Hautschichten) mit Atemwegsbeteiligung (Mitbeteiligung der Atemwege), Hypotonie (niedriger Blutdruck), Bronchospasmus (Verkrampfung der Atemwege) oder Anaphylaxie (schwere allergische Sofortreaktion) ist die Behandlung nicht als isolierte Urtikaria-Therapie, sondern als Notfalltherapie der Anaphylaxie durchzuführen; Adrenalin i.m. (in den Muskel) ist dann vorrangig.
  • Chronische Urtikaria (chronische spontane Urtikaria, CSU/csU)
    • Therapie der ersten Wahl: nicht-sedierendes H1-Antihistaminikum der 2. Generation in zugelassener Standarddosierung, regelmäßige tägliche Einnahme [Leitlinien: S3-Leitlinie Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria; Leitlinien: International EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI Guideline 2026].
    • Bei unzureichender Symptomkontrolle nach 2-4 Wochen oder früher bei hoher Krankheitsaktivität: Dosissteigerung des H1-Antihistaminikums der 2. Generation bis zum 4-Fachen der Standardtagesdosis; bei Kindern alters- und gewichtsadaptiert [Leitlinien: S3-Leitlinie Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria; Leitlinien: International EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI Guideline 2026].
    • Bei weiter unzureichender Symptomkontrolle: zusätzlich Omalizumab 300 mg subkutan (unter die Haut) alle 4 Wochen ab dem 12. Lebensjahr. Omalizumab ist ein rekombinanter humanisierter monoklonaler Anti-Immunglobulin-E-Antikörper (künstlich hergestellter Abwehrstoff gegen Immunglobulin E) und ist bei chronischer spontaner Urtikaria wirksam, wenn H1-Antihistaminika nicht ausreichend helfen [1, 5, 6; Leitlinien: S3-Leitlinie Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria; Leitlinien: International EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI Guideline 2026].
    • Bei unzureichendem Ansprechen auf Omalizumab nach etwa 6 Monaten oder früher bei sehr hoher Krankheitsaktivität: Ciclosporin 3-5 mg/kg Körpergewicht pro Tag p.o. als Add-on-Therapie (Zusatzbehandlung); Off-Label-Use (Anwendung außerhalb der Zulassung), strenge Nutzen-Risiko-Abwägung und Monitoring (Überwachung) von Blutdruck, Nierenfunktion und Arzneimittelinteraktionen (Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln) erforderlich [6; Leitlinien: S3-Leitlinie Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria; Leitlinien: International EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI Guideline 2026].
    • Bei erwachsenen Patienten mit chronischer spontaner Urtikaria und persistierenden Symptomen (anhaltenden Krankheitszeichen) trotz H1-Antihistaminikum: Remibrutinib 25 mg p.o. 2-mal täglich als oral verfügbarer Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (Hemmstoff eines Enzyms der Immunzellen); EU-Zulassung für chronische spontane Urtikaria bei Erwachsenen mit unzureichendem Ansprechen auf H1-Antihistaminika [9; Leitlinien: International EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI Guideline 2026].
    • Bei moderater bis schwerer chronischer spontaner Urtikaria mit unzureichendem Ansprechen auf H1-Antihistaminika und Anti-Immunglobulin-E-naivem Status (bisher ohne Behandlung gegen Immunglobulin E): Dupilumab als Interleukin-4-/Interleukin-13-Signalweg-Hemmer (Hemmstoff bestimmter Entzündungsbotenstoffe) gemäß aktueller EU-Zulassung; Einsatz insbesondere bei geeigneter Indikation (Anwendungsgebiet) und Beachtung des Zulassungsstatus [10].
  • Chronische induzierbare Urtikaria
    • Basismaßnahme: Identifikation und Meidung beziehungsweise Reduktion des auslösenden Stimulus (Auslösers), soweit klinisch möglich.
    • Pharmakotherapie (medikamentöse Behandlung): nicht-sedierendes H1-Antihistaminikum der 2. Generation, bei unzureichendem Ansprechen Dosissteigerung bis zum 4-Fachen der Standardtagesdosis [Leitlinien: S3-Leitlinie Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria; Leitlinien: International EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI Guideline 2026].
    • Bei Kälteurtikaria mit unzureichendem Ansprechen auf Antihistaminika kann Omalizumab wirksam sein; in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie (Studie mit zufälliger Zuteilung und Vergleich mit Scheinbehandlung) sank die kritische Temperaturschwelle unter Omalizumab signifikant (statistisch bedeutsam) [4].

Weitere Hinweise

  • Antihistaminika der 1. Generation sollen wegen Sedierung (Müdigkeit), anticholinerger Nebenwirkungen, eingeschränkter Fahrtüchtigkeit, kognitiver Beeinträchtigung (Beeinträchtigung des Denkens) und ungünstigem Sicherheitsprofil nicht routinemäßig zur Urtikaria-Therapie eingesetzt werden [Leitlinien: S3-Leitlinie Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria; Leitlinien: International EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI Guideline 2026].
  • Systemische Glucocorticoide sind keine Dauertherapie der chronischen Urtikaria. Sie können bei schwerer Exazerbation kurzfristig eingesetzt werden; wiederholte oder längerfristige Gaben sollen vermieden werden.
  • Isolierte Angioödeme sind mit der Diagnose (Feststellung einer Erkrankung) einer chronischen spontanen Urtikaria vereinbar, sofern andere Differentialdiagnosen (andere mögliche Ursachen), insbesondere Bradykinin-vermittelte Angioödeme, ausgeschlossen wurden. Im Rahmen einer chronischen spontanen Urtikaria werden sie wie eine chronische spontane Urtikaria behandelt.
  • Etwa ein relevanter Anteil der Patienten mit chronischer spontaner Urtikaria spricht auf H1-Antihistaminika allein nicht ausreichend an. Für antihistaminikarefraktäre Verläufe (gegen Antihistaminika unzureichend ansprechende Verläufe) zeigen Omalizumab 300 mg s.c. alle 4 Wochen und Ciclosporin 3-5 mg/kg Körpergewicht pro Tag eine hohe Wirksamkeit; Ciclosporin erfordert wegen Toxizität (Giftigkeit) und Interaktionen (Wechselwirkungen) eine strenge Indikationsstellung [6].
  • Eine histaminarme Diät kann bei ausgewählten Patienten mit chronischer spontaner Urtikaria zur Symptomreduktion beitragen. Ein zeitlich begrenzter Therapieversuch über 3-4 Wochen ist vertretbar; eine dauerhafte restriktive Diät ohne dokumentierten Nutzen ist nicht empfohlen [3].

Wirkstoffe (Hauptindikation)

H1-Antihistaminika der 2. Generation

Wirkstoff Besonderheiten
Bilastin Nüchtern einnehmen; Einnahme nicht zusammen mit Fruchtsäften; bei Urtikaria leitliniengerecht bis zum 4-Fachen steigerbar.
Cetirizin Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz (Nierenschwäche); geringe Sedierung möglich; bei Urtikaria leitliniengerecht bis zum 4-Fachen steigerbar.
Desloratadin Vorsicht bei schwerer Niereninsuffizienz; bei Urtikaria leitliniengerecht bis zum 4-Fachen steigerbar.
Fexofenadin Bei chronischer idiopathischer/spontaner Urtikaria übliche Tagesdosis 180 mg; bei Überempfindlichkeit kontraindiziert (nicht anzuwenden); bei Urtikaria leitliniengerecht bis zum 4-Fachen steigerbar.
Levocetirizin Kontraindiziert bei Überempfindlichkeit und terminaler Niereninsuffizienz; bei Urtikaria leitliniengerecht bis zum 4-Fachen steigerbar.
Loratadin Dosisanpassung bei schwerer Leberinsuffizienz (Leberschwäche); bei Urtikaria leitliniengerecht bis zum 4-Fachen steigerbar.
Rupatadin Zusätzlicher Plättchenaktivierender-Faktor-Antagonismus; bei Urtikaria leitliniengerecht bis zum 4-Fachen steigerbar.
  • Wirkweise: Hemmung von H1-Rezeptoren und dadurch Reduktion von Quaddeln, Juckreiz und Angioödemkomponente.
  • Dosierungsempfehlungen
    • Regelmäßige tägliche Einnahme, nicht nur bedarfsweise, bis zur stabilen Symptomkontrolle.
    • Bei unzureichender Symptomkontrolle nach 2-4 Wochen oder früher bei hoher Krankheitsaktivität: Dosissteigerung bis zum 4-Fachen der Standardtagesdosis; bei Kindern alters- und gewichtsadaptiert.
    • Keine routinemäßige Kombination mehrerer verschiedener H1-Antihistaminika; bevorzugt wird die Dosissteigerung eines Antihistaminikums der 2. Generation.
  • Nebenwirkungen: Müdigkeit beziehungsweise Sedierung, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm-Beschwerden); sedierende und anticholinerge Effekte sind bei Wirkstoffen der 2. Generation deutlich geringer als bei Antihistaminika der 1. Generation.

Systemische Glucocorticoide

Wirkstoff Besonderheiten
Prednisolon Nur kurzfristiger Cortisonstoß bei schwerer akuter Urtikaria oder schwerer Exazerbation; keine Dauertherapie der chronischen Urtikaria.
Prednisolon i.v. Nur bei schwerer systemischer Reaktion, ausgeprägtem Angioödem oder Notfallkonstellation; bei Anaphylaxie ersetzt dies nicht Adrenalin i.m.
Methylprednisolon Alternative zum Prednisolon; gleiche Restriktion auf kurze Anwendung.
  • Wirkweise: Antiphlogistisch (entzündungshemmend), immunsuppressiv (das Immunsystem dämpfend), antiallergisch.
  • Indikationen: Kurzzeitige Zusatztherapie bei schwerer akuter Urtikaria oder schwerer Exazerbation der chronischen Urtikaria.
  • Dosierungsempfehlungen
    • Kurzer Cortisonstoß über wenige Tage, z. B. Prednisolon-Äquivalent 0,5-1 mg/kg Körpergewicht pro Tag.
    • Keine Langzeittherapie und keine wiederholten Steroidzyklen ohne erneute kritische Indikationsprüfung.
  • Kontraindikationen und Vorsicht: Ulkuskrankheit (Geschwürkrankheit), bestehende Infektionen, schlecht eingestellter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), schwere arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), Glaukom (grüner Star), Osteoporose (Knochenschwund), psychiatrische Steroidreaktionen, Schwangerschaft; kurzfristige Notfalltherapie bleibt bei vitaler Indikation möglich.

Monoklonale Antikörper

Wirkstoff Besonderheiten
Omalizumab Zugelassen ab dem 12. Lebensjahr bei chronischer spontaner Urtikaria mit unzureichendem Ansprechen auf H1-Antihistaminika; Dosis unabhängig vom Gesamt-Immunglobulin E.
Dupilumab EU-Zulassung bei moderater bis schwerer chronischer spontaner Urtikaria mit unzureichendem Ansprechen auf H1-Antihistaminika und Anti-Immunglobulin-E-naivem Status; Einsatz gemäß aktueller Fachinformation [10].
  • Omalizumab
    • Wirkweise: Rekombinanter humanisierter monoklonaler Antikörper gegen Immunglobulin E.
    • Indikation: Chronische spontane Urtikaria ab 12 Jahren mit unzureichendem Ansprechen auf H1-Antihistaminika.
    • Wirksamkeit: Omalizumab vermindert Quaddeln, Juckreiz und Angioödeme bei chronischer spontaner Urtikaria signifikant [1, 5].
    • Dosierung: 300 mg subkutan alle 4 Wochen.
    • Cave: Seltene Anaphylaxie möglich; Beobachtung nach Injektion entsprechend Risikoprofil. Für Omalizumab wurde in der EXCELS-Studie ein leicht erhöhtes Risiko kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Ereignisse (Herz-Kreislauf- und Gehirngefäß-Ereignisse) diskutiert [2].
    • Schwangerschaft und Stillzeit: Anwendung nur nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung; keine routinemäßige Neueinstellung ohne zwingende Indikation.
  • Dupilumab
    • Wirkweise: Monoklonaler Antikörper gegen die Interleukin-4-Rezeptor-alpha-Untereinheit mit Hemmung der Interleukin-4- und Interleukin-13-Signalwege.
    • Indikation: Moderate bis schwere chronische spontane Urtikaria mit unzureichendem Ansprechen auf H1-Antihistaminika und Anti-Immunglobulin-E-naivem Status gemäß aktueller EU-Zulassung.
    • Wirksamkeit: In Phase-3-Studien reduzierte Dupilumab bei Anti-Immunglobulin-E-naiven Patienten mit chronischer spontaner Urtikaria Juckreiz und Urtikariaaktivität; bei Omalizumab-intoleranten oder unzureichend auf Omalizumab ansprechenden Patienten war der Effekt geringer [10].
    • Nebenwirkungen: Injektionsreaktionen, Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Eosinophilie (Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen), Herpesvirusinfektionen; indikationsspezifische Fachinformation beachten.

Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren

Wirkstoff Besonderheiten
Remibrutinib EU-Zulassung für Erwachsene mit chronischer spontaner Urtikaria und persistierenden Symptomen trotz H1-Antihistaminikum; nicht für andere Urtikariaformen indiziert.
  • Wirkweise: Selektive Hemmung der Bruton-Tyrosinkinase mit Reduktion mastzell- und basophilenvermittelter Degranulation sowie Histaminfreisetzung.
  • Indikation: Chronische spontane Urtikaria bei Erwachsenen mit unzureichendem Ansprechen auf H1-Antihistaminika.
  • Wirksamkeit: Remibrutinib führte in Phase-3-Studien zu einer signifikanten Verbesserung von Juckreiz, Quaddelzahl und Krankheitsaktivität gegenüber Placebo (Scheinbehandlung) [9].
  • Besonderheiten: Orale Therapieoption; aktuelle Fachinformation und lokale Verfügbarkeit beachten.

Calcineurininhibitoren

Wirkstoff Besonderheiten
Ciclosporin Off-Label-Use bei therapierefraktärer chronischer spontaner Urtikaria; Add-on nach unzureichendem Ansprechen auf hochdosierte H1-Antihistaminika und Omalizumab; engmaschiges Monitoring erforderlich.
  • Wirkweise: Calcineurininhibition mit verminderter T-Zell-Aktivierung und reduzierter Mastzellaktivierung.
  • Indikation: Therapierefraktäre chronische spontane Urtikaria nach Versagen leitliniengerechter Vortherapie.
  • Monitoring: Blutdruck, Kreatinin, geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (geschätzte Nierenfilterleistung), Elektrolyte (Blutsalze), Leberparameter, Arzneimittelinteraktionen und Infektionsrisiko.
  • Nebenwirkungen: Hypertonie, Nephrotoxizität (Nierenschädlichkeit), Tremor (Zittern), Hypertrichose (vermehrte Behaarung), Gingivahyperplasie (Zahnfleischwucherung), Infektionsrisiko, Arzneimittelinteraktionen.

Externa

Wirkstoffgruppe Wirkstoff Besonderheiten
Externa Polidocanol Symptomatisch antipruritisch; keine kausale Therapie der Urtikaria.
  • Wirkweise: Lokalanästhetischer und juckreizlindernder Wirkstoff.
  • Indikation: Ergänzende symptomatische Behandlung von Juckreiz; ersetzt keine systemische Urtikaria-Therapie.
  • Nebenwirkungen: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Brennen, Schwellung oder Hautrötung.

Literatur

  1. Maurer M, Rosén K, Hsieh HJ, Saini S, Grattan C, Gimenéz-Arnau A et al.: Omalizumab for the treatment of chronic idiopathic or spontaneous urticaria. N Engl J Med. 2013;368(10):924-935. https://doi.org/10.1056/NEJMoa1215372
  2. U.S. Food and Drug Administration. Xolair (omalizumab): Drug Safety Communication - Slightly elevated risk of cardiovascular and cerebrovascular serious adverse events. Posted 26.09.2014. https://www.drugs.com/fda-alerts/1748-1117.html
  3. Wagner N, Dirk D, Peveling-Oberhag A, Reese I, Rady-Pizarro U, Mitzel H et al.: A popular myth - low-histamine diet improves chronic spontaneous urticaria - fact or fiction? J Eur Acad Dermatol Venereol. 2017;31(4):650-655. https://doi.org/10.1111/jdv.13966
  4. Metz M, Schütz A, Weller K, Gorczyza M, Zimmer S, Staubach P, et al.: Omalizumab is effective in cold urticaria - results of a randomized, placebo-controlled trial. J Allergy Clin Immunol. 2017;140(3):864-867.e5. https://doi.org/10.1016/j.jaci.2017.01.043
  5. Lapeere H, Maekelberg M, De Swerdt A, De Keyser S, Van Gasse A, Sabato V et al.: A retrospective analysis of omalizumab treatment patterns in patients with chronic spontaneous urticaria: a real-world study in Belgium. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2020;34(2):e74-e76. https://doi.org/10.1111/jdv.15684
  6. Kendziora B, Wolf H, Zuberbier T, Asady A, Maurer M, Weller K. Efficacy and safety of medications for antihistamine-refractory chronic spontaneous urticaria: a systematic review and network meta-analysis. Allergo J Int. 2023;32(3):83-92. https://doi.org/10.1007/s40629-022-00235-4
  7. Zuberbier T, Abdul Latiff AH, Abuzakouk M, Aquilina S, Asero R, Baker D et al.: The international EAACI/GA²LEN/EuroGuiDerm/APAAACI guideline for the definition, classification, diagnosis, and management of urticaria. Allergy. 2022;77(3):734-766. https://doi.org/10.1111/all.15090
  8. Zuberbier T, Hameed Ansari Z, Abdul Latiff AH et al.: The International Guideline for the Definition, Classification, Diagnosis and Management of Urticaria. Allergy. 2026. https://doi.org/10.1111/all.70210
  9. Metz M, Maurer M, Giménez-Arnau AM et al.: Remibrutinib in chronic spontaneous urticaria. N Engl J Med. 2025;392:1098-1110. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2408792
  10. Maurer M, Casale TB, Saini SS, Ben-Shoshan M, Giménez-Arnau AM, Bernstein JA et al.: Dupilumab in patients with chronic spontaneous urticaria (LIBERTY-CSU CUPID): two randomized, double-blind, placebo-controlled, phase 3 trials. J Allergy Clin Immunol. 2024;154(1):184-194. https://doi.org/10.1016/j.jaci.2024.01.028

Leitlinien

  1. Zuberbier T, et al. Deutsche S3-Leitlinie zur Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria, adaptiert von der internationalen S3-Leitlinie. (AWMF-Register-Nr. 013-028) Version 3.0, Stand 01.02.2022, gültig bis 31.01.2025, aktuell in Überarbeitung.
    https://register.awmf.org/assets/guidelines/013-028l_S3_Klassifikation-Diagnostik-Therapie-Urtikaria_2022-04.pdf
  2. Zuberbier T, Hameed Ansari Z, Abdul Latiff AH, et al. The International Guideline for the Definition, Classification, Diagnosis and Management of Urticaria. Allergy. 2026. https://doi.org/10.1111/all.70210