Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Differentialdiagnosen
Gesichtsrötung (Flush)

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00-E90)

  • Diabetes mellitus (Rubeosis diabetica)
  • Hypoglykämie (Unterzuckerung)
  • Morbus Cushing – Gruppe von Erkrankungen, die zum Hyperkortisolismus (Hypercortisolismus; Überangebot von Cortisol) führen
  • Zollinger-Ellison-Syndrom – Neoplasie (Neubildung), die zu vermehrter Gastrinproduktion führt und deshalb auch Gastrinom genannt wird

Haut und Unterhaut (L00-L99) 

  • Atopischen Ekzem (AE), umgangssprachlich Neurodermitis (im Sinne einer Gesichtsrötung)
  • Rosacea chronische entzündliche Hauterkrankung, die sich im Gesicht manifestiert; typisch sind Papeln (Knötchen) und Pusteln (Eiterbläschen) sowieTeleangiektasien (Erweiterung kleiner, oberflächlicher Hautgefäße)

Herzkreislaufsystem (I00-I99)

  • Mitralklappenläsion (Wangenröte, Facies mitralis)

Neubildungen – Tumorerkrankungen (C00-D48)

  • ACTH-sezernierendes bronchogenes Karzinom (Lungenkrebs)
  • Katecholamin-produzierende Tumoren – Neubildungen wie das Phäochromozytom (Tumor der Nebenniere), die Katecholamine wie Noradrenalin bilden
  • Mastozytose – zwei Hauptformen: kutane Mastozytose (Hautmastozytose) und systemische Mastozytose (Mastozytose des gesamten Körpers); klinisches Bild der kutanen Mastozytose: gelblich-braune Flecken mit unterschiedlicher Größe (Urticaria pigmentosa); bei der systemischen Mastozytose treten zudem episodisch gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm-Beschwerden), (Nausea (Übelkeit), brennende Abdominalschmerzen und Diarrhoe (Durchfall)), Ulkuskrankheit sowie gastrointestinale Blutungen (Magen-Darmblutungen) und Malabsorption (Störung der Nahrungsresorption) auf; bei der systemischen Mastozytose kommt es zu einer Anhäufung von Mastzellen (Zelltyp, der u. a. an allergischen Reaktionen beteiligt ist) im Knochenmark, wo sie gebildet werden, sowie zur Anhäufung in der Haut, den Knochen, der Leber, der Milz und dem Gastro-Intestinal-Trakt (GIT; Magen-Darm-Trakt); Mastozytose ist nicht heilbar; Verlauf in der Regel benigne (gutartig) und Lebenserwartung normal; extrem selten entarten Mastzellen (= Mastzellleukämie (Blutkrebs))
  • Medulläres Schilddrüsenkarzinom – Form des Schilddrüsenkrebses, das Calcitonin produziert
  • Nierenzellkarzinom (Nierenzellkrebs)
  • POEMS-Syndrom (Synonym: Crow-Fukase-Syndrom) – seltene Variante des multiplen Myeloms bzw. damit assoziierte Paraneoplasie  (Symptome und Befunde, die durch Fernwirkung eines Tumors zustande kommen): Zusammentreffen von peripherer Neuropathie (P; Schädigung peripherer Nerven), monoklonalem Plasmozytom (M) und weiteren paraneoplastischen Symptomen, am häufigsten Organomegalie (O;  abnorme, häufig krankhafte, Vergrößerung eines oder mehrerer Organe), Endokrinopathie (E; Erkrankungen, die das endokrine System betreffen), und Hautveränderungen (skin, S); Manifestationsalter: Erwachsenenalter, ältere Erwachsene
  • Plasmozytom (multiples Myelom) –  maligne (bösartige) Systemerkrankung. Sie zählt zu den Non-Hodgkin-Lymphomen der B-Lymphozyten
  • Polycythaemia vera – Erkrankung, bei der es zu einer Vermehrung aller drei Blutzellreihen (insbesondere Erythrozyten, jedoch auch Thrombozyten (Blutplättchen) und Leukozyten/weiße Blutkörperchen) im Blut kommt
  • Serotonin-produzierende Karzinoide (Synonyme: diffuse neuroendokrine Neoplasie (Neubildung); neuroendokrine Tumoren, NET; gastoenteropankreatische neuroendokrine Neoplasie (GEP-NEN)) – Lokalisation: In Abhängigkeit von der Lokalisation werden unterschieden: das Bronchuskarzinoid, Thymuskarzinoid, Appendixkarzinoid, Ileumkarzinoid, Duodenalkarzinoid, Magenkarzinoid, Rektumkarzinoid (Kolon-NET), Pankreaskarzinoid (Pankreas-NET); ca. 80 Prozent der Tumoren sind im terminalen Ileum beziehungsweise Appendix lokalisiert.
    Symptome: Erster Hinweis ist häufig eine anhaltende Diarrhoe (Durchfall). Typisch für die Karzinoide (GEP-NEN) ist die „Flush-Symptomatik“ (Flush-Syndrom); darunter wird eine plötzliche blau-rote Verfärbung von Gesicht, Hals und unter Umständen des Oberkörpers verstanden,
    des Weiteren Hypoglykämien (Unterzuckerungen) oder Duodenalulzera (Geschwüre des Zwölffingerdarms).
  • Vasoactive intestinal Peptide (VIP)-produzierende Tumoren – Neubildungen, die Hormone produzieren, die physiologisch im Verdauungstrakt synthetisiert werden

Psyche – Nervensystem (F00-F99; G00-G99)

  • Alkoholabusus (chronischer Alkoholmissbrauch)
  • Epilepsie (Aura)
  • Krampfanfälle, die vom Zwischenhirn ausgehen
  • Somatoforme Störung – psychischen Erkrankung, die zu körperlichen Symptomen führt, ohne dass körperliche Befunde zu erheben wären

Urogenitalsystem (Nieren, Harnwege – Geschlechtsorgane) (N00-N99)

  • Klimakterische Störungen der Frau (Wechseljahrbeschwerden) / Menopause (Wechseljahre der Frau)

Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98)

  • Histaminintoleranz (Histaminose) – siehe auch unter Pseudoallergie (nicht-immunologische Reaktion)

Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen (Z00-Z99)

  • Stress: Erythema e pudore – bei Anstrengung und Erregung (wg. sympathikoton vermittelten Vasodilatation)

Weiteres

  • Alkohol (Facies alcoholica)
  • Fototoxische und fotoallergische Reaktionen
  • Frauen in der Postmenopause (Intermittierend und manchmal anfallsartig)
  • Glutamatgenuss
  • Hitze
  • Scharfes Essen mit Capsaicin (CPS); aus Pflanzen der Gattung Capsicum (Paprika, aus der Familie der Nachtschattengewächse Solanaceae)

Medikamente

  • Calciumantagonisten (Amlodipin, Diltiazem, Felodipin, Fendilin, Gallopamil, Lacidipin, Lercanidipin, Nitrendipin, Nifedipin, Nimodipin, Nicardipin, Isradipin, Nisoldipin, Nilvadipin, Manidipin, Verapamil)
  • Disulfiram, Chlorpromazin und Metronidazol in Kombination mit Alkoholgenuss
  • Disulfiram und Chlorpromazin [bei Asiaten]
  • Hormone
    • Prostaglandinanaloga (Alprostadil/Prostaglandin E)
  • Niacin (Vitamin B3) [Dosierung: > 30 mg]
  • Nitrate wie Isosorbiddinitrat (ISDN)
  • Parasympatikomimetika (Bethanechol)
  • Phosphodiesterase-5-Hemmer/PDE5-Hemmer (Avanafil, Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil)
  • Röntgenkontrastmittel (als Sofortreaktion)
  • Selektive Prostazyklin-IP-Rezeptor-Agonisten (Selexipag)
     
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