Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Medikamentöse Therapie
Soziale Phobie

Therapieziel

Verbesserung der Symptomatik

Therapieempfehlungen

  • Ggf. Antidepressiva:
    • Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI): Paroxetin, Escitalopram, Sertralin
    • Selektive Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI): Venlafaxin
    • Monoaminooxidasehemmer: Moclobemid
  • Ggf. kurzfristig, d. h. 2- 4 Wochen (wg. Gefahr der Abhängigkeit): Lorazepam, Temazepam (Benzodiazepine)
  • Der Einsatz von Medikamenten kann nur bei gleichzeitiger Psychotherapie befriedigende Therapieergebnisse erzielen.
  • Siehe auch unter "Weitere Therapie".

Weitere Hinweise

  • In einer Netzwerkmetaanalyse wurden nachfolgende Therapiemethoden zur Erstbehandlung gegenüber der "Wartegruppe" dargestellt [1]:
    • Pharmakologische Therapie: Signifikante Wirkung gegenüber der Wartegruppe zeigten Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI; haben für diese Indikation die höhere Evidenz im Vergleich zu den nachfolgenden Pharmaka)/Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Inhibitor (SNRI), Benzodiazepine und MAO-Hemmer (Phenelzin).
    • Psychotherapeutische Behandlung: Signifikante Wirkung gegenüber der Wartegruppe zeigten Verhaltenseinzeltherapie und Gruppenverhaltenstherapie. Dabei hatte die einzeltherapeutische Behandlung einen größeren Effekt als die Gruppentherapie.
    • Kombinierte Behandlung: Kombination aus pharmakologischer und verhaltenstherapeutischer Behandlung zeigte einen signifikanten Therapieeffekt im Vergleich zur Wartegruppe.
    Fazit: Für die Erstbehandlung Erwachsener mit sozialer Phobie sind eine erhaltenstherapeutische Einzelbehandlung, eine Medikation mit SSRI/SNRI und eine Kombination aus beidem gleichwertig.

Literatur

  1. Mayo-Wilson E, Dias S, Mavranezouli I et al.: Psychological and pharmacological interventions for social anxiety disorder in adults: a systematic review and network meta-analysis. Lancet Psychiatry 2014; 1: 368-76

     
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