Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Weitere Therapie
Hirntumoren

Allgemeine Maßnahmen

  • Normalgewicht anstreben! Übergewicht ist ein Risikofaktor für ein Meningeom.
    Bestimmung des BMI (Body-Mass-Index, Körpermassen-Index) bzw. der Körperzusammensetzung mittels der elektrischen Impedanzanalyse und ggf. Teilnahme an einem ärztlich betreuten Abnehmprogramm
    • BMI ≥ 25 → Teilnahme an einem ärztlich betreuten Abnehmprogramm

Impfungen

Die nachfolgenden Impfungen sind angeraten:

  • Pneumokokken-Impfung
  • Grippe-Impfung

Chemotherapie

  • Kann jeweils in Abhängigkeit von der Histologie (feingewebliche Untersuchung) in Kombination mit einer Strahlentherapie indiziert (angezeigt) sein. Abweichend davon wird in einigen Fällen wie folgt vorgegangen:
    • Bei Kindern mit Medulloblastom (bösartiger embryonaler Tumor des Kleinhirns) wird bis zum 4. Lebensjahr nach einer Operation eine Chemotherapie durchgeführt. Dieses erfolgt, da eine Strahlenbelastung für das kindliche Gehirn zu groß wäre.
    • Beim Lymphom (Tumor des Lymphgewebes) wird eine Chemotherapie angewendet. Diese erfolgt jedoch nur im Einzelfall, abhängig vom Ansprechen der Strahlentherapie, um eine effektivere Wirkung zu erreichen.

Tumortherapiefelder (Tumor Treatment Fields, TTF)

  • Patienten erhalten dabei eine Haube mit großflächigen Keramik-Gel-Pads auf den Schädel gesetzt. Diese sind an einen Stimulator angeschlossen, der ein elektrisches Wechselfeld (100-300 kHz) mit niedriger Intensität (1-3 V/cm) erzeugt. Dieses führt zur Störung der sich teilenden Zellen in der Meta-, Ana- und Telophase (Zytostatika greifen meistens die Prophase der Mitose an). Nerven und Muskeln werden dabei nicht gereizt.
    Der Schädel muss alle drei Tage rasiert werden, um den Wechselstromwiderstand gering zu halten. Patienten sollten die Haube möglichst Tag und Nacht tragen. 
    Indikationen: 
    Glioblastoma multiforme und Rezidiv eines Glioblastoma multiforme 
    Die FDA (Food and Drug Administration) hatte zuerst das Verfahren bei Tumorrezidiven genehmigt. Dabei war die TTF-Therapie gleichwertig mit der Therapie der üblichen Chemotherapie, zeigte jedoch weniger Nebenwirkungen. Inzwischen wurde eine Indikationserweiterung vorgenommen. So kann auch die Ersterkrankung des Glioblastoma multiforme in Kombination mit Temozolomid (gehört zur Gruppe der Alkylanzien) behandelt werden. Die Patienten mit TTF überlebten in der Intent-to treat-Analyse im Median 7,2 Monate progressionsfrei, mit der Standardtherapie alleine nur 4,0 Monate [1].

Psychotherapie

  • Ggf. Stressmanagement
  • Detaillierte Informationen zur Psychosomatik (inkl. Stressmanagement) erhalten Sie von uns.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300, E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de
  • Deutsche Hirntumorhilfe e. V.
    Karl-Heine-Str. 27, 04229 Leipzig
    Tel: 03437/702702 oder 0341/5909396, Fax: 0341/5909397,
    E-Mail: info@hirntumorhilfe.de Internet: http://www.hirntumorhilfe.de
  • Neuro-Onkologische Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Krebsgesellschaft – Internet: http://www.neuroonkologie.de

Falls Sie sich zu weiteren möglichen Therapiemaßnahmen informieren möchten, geben Sie in die Suche des DocMedicus Expertensystems die jeweilige Krankheit ein und klicken auf "Enter". Das Ergebnis der Suche ist u. a. eine Trefferliste zur Kategorie "Therapie".

Literatur

  1. Ecancernews: FDA approves expanded indication for medical device to treat a form of brain cancer. ECO 09.October 2015

Leitlinien

  1. Rieger CT et al.: Anti-infective vaccination strategies in patients with hematologic malignancies or solid tumors—Guideline of the Infectious Diseases Working Party (AGIHO) of the German Society for Hematology and Medical Oncology (DGHO). Annals of Oncology, Volume 29, Issue 6, 1 June 2018, Pages 1354-365. doi.org/10.1093/annonc/mdy117
     
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