Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Körperliche Untersuchung
Hirntumoren

Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:

  • Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Puls, Körpergewicht, Körpergröße; des Weiteren:
    • Inspektion (Betrachtung)
      • Haut, Schleimhäute und Skleren (weiße Teil des Auges)
      • Gangbild [Gangstörungen]
  • Augenärztliche Untersuchung – inklusive Ophthalmoskopie (Augenspiegelung) des Augenhintergrundes [Sehstörungen; Papillenödem (Schwellung (Ödem) an der Einmündung des Sehnervs in die Netzhaut, das sich als Vorwölbung des Sehnervenkopfes bemerkbar macht; Stauungspapille i. R. beidseitig)?]
  • HNO-ärztliche Untersuchung – bei Dysosmie (Riechstörungen)
  • Neurologische Untersuchung – obligat mit Beurteilung der Reflexe, Motorik und Sensibilität [Paresen/Lähmungen]
    • Bei der Untersuchung von Kindern empfehlen sich für die neurologische Untersuchung folgende gezielte Tests:
      • Gangbild bei Laufen lassen (möglichst auch rennen)
      • Einbeinstand
      • Seiltänzergang (ein Fuß vor den anderen auf einer gedachten Linie setzen; vorwärts und rückwärts)
      • Finger-Nase-Versuch bei geschlossenen Augen (Dysmetrieprüfung)
        • Ergebnisse:
          • Eumetrie – Ziel wird getroffen
          • Hypermetrie* – Bewegung geht über das Ziel hinaus
          • Intentionstremor* – zunehmendes Zittern bei Annäherung ans Ziel
          • Hypometrie** – Ziel wird nicht (ganz) erreicht
          *hinweisend für eine Funktionsstörung des Kleinhirns
          **meist Folge einer Lähmung des jeweiligen Arms
      Weitere Diagnostik in Abhängigkeit von der möglichen Tumorlokalisation:
      • Hintere Schädelgrube (ca. zwei Drittel aller Hirntumoren bei Kindern): Untersuchung auf Störung der Okulomotorik (Doppelbilder, Sakkaden (schnelle, ruckartige Rückbewegungen der Bulbi nach einer Augenbewegung, bei der ein Gegenstand fixiert wird.) und pathologischen Nystagmus (schnelle rhythmische Augenbewegungen))
      • Supratentoriell (oberhalb des Kleinhirnzelts, also in der mittleren oder vorderen Schädelgrube; ca. ein Drittel der Hirntumoren bei Kindern): spezifische neurologische Ausfälle (möglich sind Paresen und sensible Ausfälle)
      Im Zweifelsfall in 4 Wochen wieder einbestellen und die Untersuchung wiederholen!

In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.

     
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Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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