Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Ursachen
Mutterkuchenschwäche (Plazentainsuffizienz)

Pathogenese (Krankheitsentstehung)

Die Plazenta als Verbindungsglied zwischen mütterlichem und kindlichem Organismus hat einerseits die Aufgabe, das Kind mit den notwendigen Nahrungsstoffen zu versorgen, andererseits dient es als Entsorger von Ausscheidungsprodukten des Kindes. Dies geschieht durch Diffusion (Übertritt eines Stoffes von einem Verteilungsraum in einen anderen), Metabolisierung (Verstoffwechselung) und Inaktivierung (Unwirksammachung). In der Wechselwirkung zwischen Mutter und Kind hat die Hormonproduktion und die immunologische Barrierefunktion (wirksames Hindernis gegenüber Zellen bzw Stoffe im Sinne der Selbst- und Fremderkennung) der Plazenta eine wichtige zusätzliche Funktion. Eine zentrale Aufgabe ist es aber auch, für die eigene Entwicklung, Ausreifung und Funktionstüchtigkeit zu sorgen. Dieses ganze System wird deshalb auch als feto-maternale-plazentare (Kind-Mutter-Mutterkuchen), feto-plazentare oder uteroplazentare Einheit bezeichnet.

Störungen dieses komplexen Systems sind vielfältig und nur zum Teil pathogenetisch (krankheitsentstehend) geklärt.

Bei der akuten Plazentainsuffizienz führt in erster Linie eine Störung des Gasaustausches z. B. durch ein Vena-cava-Kompressionssyndrom (Synonym: Hypotensives Syndrom; Schwangerschaftskomplikation, bedingt durch eine Kreislaufstörung der Mutter durch Druck des Kindes in der Gebärmutter auf die untere Hohlvene (Vena cava inferior) mit Behinderung des Blutflusses zum Herzen) oder eine Nabelschnurkompression zur fetalen Hypoxie (kindliche Minderversorgung des Kindes mit Sauerstoff).

Bei der chronischen Plazentainsuffizienz steht eine Mangelversorgung des Kindes mit Nährstoffen, gefolgt von einer intrauterinen Wachstumsretardierung (krankhafte kindliche Wachstumsverzögerung) im Vordergrund, die sekundär bei einer Belastung wie z. B. der Wehentätigkeit zur Sauerstoffmangelversorgung führt. Pathogenetisch kommen Erkrankungen der Mutter z. B. Hypertonie (Bluthochdruck), Plazentationsstörungen und Störungen der Ausreifung sowie des Wachstums der Plazenta infrage.

Ätiologie (Ursachen)

Verhaltensbedingte Ursachen

  • Ernährung
    • Mangelernährung
    • Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe) – siehe Mikronährstofftherapie
  • Genussmittelkonsum
    • Alkohol 
    • Tabak (Rauchen)
  • Drogenkonsum
    • Drogen, nicht näher bezeichnet
  • Übergewicht (BMI ≥ 25; Adipositas)

Krankheitsbedingte Ursachen

  • Anämie (Blutarmut)
  • Diabetes mellitus
  • Fetale Ursachen:
    • Chromosomenstörungen und syndromale Erkrankungen
    • Intrauterine Infektionen (vor allem Cytomegalie, Toxoplasmose, Röteln, Varizellen)
    • Mehrlingsschwangerschaft
  • Herzerkrankungen
  • Hypertonie (Bluthochdruck), Präeklampsie (in der Schwangerschaft auftretende Erkrankung, die durch erhöhten Blutdruck (Hypertonie), erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) und Wassereinlagerungen (Ödeme) gekennzeichnet ist), Eklampsie (plötzlich auftretende, schwere Erkrankung vor allem im letzten Trimenon (Schwangerschaftsdrittel), die mit Krampfanfällen einhergeht), HELLP-Syndrom (H = hemolysis (Hämolyse/Auflösung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) im Blut), EL = elevated liver enzymes (Erhöhung der Leberenzyme), LP = low platelets (Thrombozytopenie/Verminderung der Blutplättchen); Sonderform der Präeklampsie, die mit Blutbildveränderungen einhergeht)
  • Nierenerkrankungen
  • Systemischer Lupus erythematodes (SLE) – Gruppe von Autoimmunerkrankungen, bei der es zur Bildung von Autoantikörpern kommt. Sie zählt zu den Kollagenosen.

Röntgenstrahlen

  • Strahlenexposition 

Weitere Ursachen 

  • Ursachen für eine akute Plazentainsuffizienz
    • Nabelschnurkomplikationen (Nabelschnurknoten, Nabelschnurumschlingung, zu kurze Nabelschnur, Nabelschnurkompression)
    • Placenta praevia Blutungen (Placenta praevia: Fehllage der Plazenta (Mutterkuchen); sie ist in der Nähe des Gebärmutterhalses eingenistet und überdeckt den Geburtskanal ganz oder teilweise)
    • Uterusruptur
    • Vena-cava-Kompressionssyndrom (Synonym: Hypotensives Syndrom) – Schwangerschaftskomplikation, bedingt durch eine Kreislaufstörung der Mutter durch Druck des Kindes in der Gebärmutter auf die untere Hohlvene (Vena cava inferior) mit Behinderung des Blutflusses zum Herzen)
    • Vorzeitige Plazentalösung
    • Wehenanomalien (hypertone, unkoordinierte, anhaltende Uteruskontraktionen/Wehen)
  • Ursachen für eine chronische Plazentainsuffizienz
    • Überschreitung des Geburtstermins (z. B. bei Diabetes mellitus)
    • Übertragung 
     
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