Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Körperliche Untersuchung
Mutterkuchenschwäche (Plazentainsuffizienz)

Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:

  • Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Puls, Körpergewicht, Körpergröße; des Weiteren:
    • Inspektion (Betrachtung)
      • Haut und Schleimhäute
      • Bauchdecke und Inguinalregion (Leistenbereich)
    • Auskultation (Abhören) des Herzens 
    • Auskultation der Lunge
  • Gynäkologische Untersuchung
    • Inspektion
      • Vulva (äußere, primäre Geschlechtsorgane der Frau) [Entzündung?]
      • Spekulum-Einstellung
        • Vagina (Scheide) [Fluor? Blut? Schleim? Fruchtwasser? ]
        • Cervix uteri (Gebärmutterhals), bzw. Portio (Muttermund; Übergang vom Gebärmutterhals (Cervix uteri) in die Vagina (Scheide)) [Geschlossen? Eröffnet? Fruchtblase sichtbar oder gesprungen?]
    • Palpation (Abtasten):
      • Cervix uteri (Gebärmutterhals) [verkürzt in % oder cm? sakral ("auf das Kreuzbein bezogen")? intermediär? zentriert? Muttermund eröffnet in cm oder Fingerkuppe einlegbar? evtl. Beurteilung mittels Bishop-Score s.u.]
      • Beziehung des vorangehenden Teiles des Kindes zum Becken
    • Palpation des Abdomens und des Uterus (Gebärmutter) 
      • Uterus [Weich? Kontraktionsbereit? Erhöhte Grundspannung? Kontraktionen/Wehen?]
      • Fundusstand – 1. Leopoldscher-Handgriff (mit beiden Handkanten wird – beginnend am Rippenbogen – versucht, den Fundusstand/gewölbte, obere Rand der Gebärmutter des Uterus/Gebärmutter zu ertasten. Im späteren Verlauf der Schwangerschaft (spätes zweites und drittes Trimenon/Schwangerschaftsdrittel) kann die Lage des Fetus bestimmt werden; so lässt sich z. B. bei Beckenendlage (BEL) der Kopf des Kindes in Fundus tasten) [zeitgerecht? zu niedrig als Zeichen einer ev. Wachstumsretardierung/Wachtumsverzögerung, Symphysen-Fundus-Abstand-Messung als evtl. Hinweis für eine Wachstumsretardierung, welcher Teil des Kindes befindet sich im Fundus?]
      • Lage des Rückens und der kleinen Teile – 2. Leopoldscher-Handgriff (dient der Ermittlung der Stellung des kindlichen Rückens, dabei werden die Hände links und rechts vom tastbaren Uterus/Gebärmutter angelegt; durch leichten Druck werden Arme und Beine (kleine Teile) auf der einen und der Rücken auf der anderen Seite ertastet.)
      • Beziehung des vorangehenden Teiles zum Beckeneingang
        • 3. Leopoldscher-Handgriff: Kopf oder Steiß vorangehend? (Voraussetzung ist, dass der vorangehende Teil noch ganz oder weitgehend über dem Beckeneingang steht und bewegt werden kann)
        • 4. Leopoldscher-Handgriff (dient der Ermittlung der Lage des Fetus, das heißt, ob Schädel- oder Beckenendlage vorliegen; der Untersucher legt hierzu die Hand oberhalb der Symphyse (Schambeinfüge) auf und versucht mit Daumen und Zeigefinger den Schädel des Kindes hin- und her zu stoßen (́ballotiereń); liegt das Kind in Beckenendlage, ist dies nicht möglich): Er dient der Prüfung inwieweit der vorangehende Teil schon in das Becken eingetreten ist

In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.

Bishop-Score

Der Bishop-Score lässt eine zwar subjektive, aber einigermaßen vergleichbare, Beurteilung der Geburtsreife der Cervix bzw. des Muttermundes zu. Je höher der Score, desto geburtsreifer ist die Cervix.

 Befund  0 Punkte  1 Punkt  2 Punkte  3 Punkte
 Portiolänge (Länge des "Scheidenteils der Gebärmutter)  > 2 cm  1 cm  verstrichen  -
 Portiostellung  sakral  mediosakral  zentriert  -
 Portiokonsistenz  derb  mittel  weich  -
 Muttermundsweite   geschlossen  1 cm  2 cm  > 3 cm
 Höhenstand des
 vorangehenden
 Teils
 2 cm über der
 Interspinalebene
 1 cm über
 oder in der  
 Interspinalebene
 unter der
 Interspinalebene
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