Einleitung
Libidostörungen der Frau

Als Libidostörungen (Synonyme: Appetenzstörung; Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD); Libido disorder; Libidostörung - Frau; Sexuelle Appetenzstörung; ICD-10 F52.0a: Libidostörung der Frau) werden "Störungen des Geschlechtstriebes" bezeichnet. Dabei handelt es sich meistens um einen Libidomangel.

Neben dem Libidomangel gibt es noch eine gesteigerte Libido, die meist bei der Paraphilie (von der Norm abweichende Sexualität) vorkommt. Dazu zählt vor allem der Exhibitionismus und der Fetischismus.

Die Hypoactive Sexual Desire Disorder (HSDD) ist die häufigste sexuelle Störung der Frau.

Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) einer reduzierten Libido bei prämenopausalen Frauen im Alter von 20 bis 49 Jahren wird auf 22-43 % geschätzt [1, 2].

Verlauf und Prognose: Die Prognose hängt zum Großteil von der Ursache der Libidostörung ab. Bei organischen Erkrankungen stellt sich nach deren Therapie wieder ein normales Lustempfinden ein. Schwieriger und vor allem zeitintensiver wird die Behandlung, falls psychische Ursachen der Libidostörung zugrunde liegen.

Literatur

  1. Shifren JL et al.: Sexual problems and distress in United States women: prevalence and correlates. Obstet Gynecol 2008 Nov;112(5):970-8. doi: 10.1097/AOG.0b013e3181898cdb.
  2. Leiblum SR et al.: Hypoactive sexual desire disorder in postmenopausal women: US results from the Women’s International Study of Health and Sexuality (WISHeS). Menopause 2006 Jan-Feb;13(1):46-56.

     
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