Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Weitere Therapie
Entzündung des äußeren Genitales (Vulvitis)

Nachfolgende lokale Maßnahmen sind unabhängig von den Ursachen der Erkrankung.

Allgemeine Maßnahmen

  • Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen!
  • Richtige Miktionshaltung beim kleinen Mädchen: der Urin soll auf kürzestem Weg in die Toilette gelangen; verwenden eines Kindertoiletteneinsatzes oder von Fußbänken zum Abstützen der Beine; dabei die Oberschenkel spreizen und leicht nach vorn beugend Wasserlassen
  • Genitalhygiene
    • Einmal am Tag sollte der Genitalbereich mit einem pH-neutralen Pflegemittel gewaschen werden. Mehrmaliges tägliches Waschen mit Seife, Intimlotion oder Desinfektionsmittel zerstört den natürlichen Säureschutzmantel der Haut. Reines Wasser trocknet die Haut aus, häufiges Waschen reizt die Haut.
    • Es empfiehlt sich die Verwendung von Einmalwaschlappen.
    • Duschen ist besser als Baden (Aufweichen der Haut)
    • Haare separat waschen, um ein Benetzen der Vulva mit dem Shampoo zu vermeiden.
    • Trocknen der Haut tupfend mit einem weichen, saugfähigen Handtuch oder einem weit weg gehaltenen kühlen Haartrockner.
    • Anziehen der Unterwäsche erst bei absolut trockener Haut.
    • Die Unterwäsche sollte täglich gewechselt werden und atmungsaktiv sein (Baumwollmaterialien).
    • Luftundurchlässige Synthetikmaterialien schaffen einen idealen Nährboden für Krankheitserreger.
    • Fett- und oder Feuchtigkeitscremes evtl. gekühlt mehrmals täglich auftragen.
    • Verwendung von einfachem, nicht-farbigem Toilettenpapier
    • Verwendung nicht parfümierter Damenbinden oder Slipeinlagen
  • Kleidung
    • Vermeidung von Feuchtigkeit, Schwitzen, Wärme (evtl. Verstärkung der Vulvitis, idealer Nährboden für Krankheitserreger) durch Tragen von weiter, atmungsaktiver Baumwollunterwäsche (möglichst 100 %)
    • Vermeiden von Nylon  oder sonstiger synthetischer Unterwäsche
    • Vermeidung eng anliegender Kleidung (Leggins, Hosen, Strumpfhosen, Radlerhosen); Röcke und Kleider lassen die Luft besser zirkulieren
    • Täglicher Unterwäschewechsel
  • Verzicht auf Unterwäsche, z. B. nachts, zu Hause
  • Potentielle allergische oder sonstige Induktoren einer Vulvitis
    • Intimpiercing
    • Kondome: Möglichkeit einer Latexallergie
    • Rasur des Genitalbereiches
    • Waschmittel oder Weichspüler können zu Unverträglichkeit, Reizung, Allergie und Vulvitis führen, ggf. probeweiser Wechsel
    • Vaginalspülungen
  • Bewährt haben sich:
    • bei unbewusstem nächtlichen Kratzen das Tragen von Baumwollhandschuhen
    • bei Schlafstörungen durch nächtlichen Pruritus (Juckreiz) die Einnahme von Antihistaminika mit sedierender Wirkung
  • Bei rezidivierenden Infektionen sollte der Partner mitbehandelt werden.
  • Nikotinrestriktion (Verzicht auf Tabakkonsum)
  • Überprüfung der Dauermedikation wg. möglicher Auswirkung auf die vorhandene Krankheit
  • Vermeidung psychosozialer Belastungen:
    • Stress

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

  • Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen

Ernährungsmedizin

  • Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
  • Ernährungsempfehlungen gemäß einem Mischköstler unter Berücksichtigung der vorliegenden Erkrankung. Das bedeutet u. a.:
    • täglich insgesamt 5 Portionen frisches Gemüse und Obst (≥ 400 g; 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst)
    • ein- bis zweimal pro Woche frischen Seefisch, d. h. fette Meeresfische (Omega-3-Fettsäuren) wie Lachs, Hering, Makrele
    • ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornprodukte)
  • Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen:
    • Ernährung reich an:
      • Vitaminen (D, E)
      • Spurenelement (Zink)
      • Omega-3-Fettsäuren (Meeresfisch)
      • probiotischen Lebensmitteln (ggf. Nahrungsergänzungsmittel mit probiotischen Kulturen)
  • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)"
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns.

Psychotherapie

  • Ggf. Stressmanagement
  • Detaillierte Informationen zur Psychosomatik (inkl. Stressmanagement) erhalten Sie von uns.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de
     
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Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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