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Medikamentöse Therapie
Harninkontinenz

Folgende Medikamente – 1.Ordnung (Hauptindikation) – werden eingesetzt

  • Alphablocker – Medikamente zur Behandlung des Bluthochdrucks und der Prostatahyperplasie – gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse – wie beispielsweise Prazosin
  • Anticholinergika – Substanzen wie Oxybutynin, die die Wirkung von Acetylcholin – einem – Transmitter – Überträgerstoff – unterdrücken, führen so zu einer verminderten Aktivität des Schließmuskels bei Dranginkontinenz
  • Lokale Östrogensubstitution bei Belastungsinkontinenz* –  Scheidencremes oder -zäpfchen müssen zwei- bis dreimal pro Woche angewandt werden; die Therapie ist angezeigt bei Belastungsinkontinenz
Eine lokale Östrogentherapie kommt vor allem für Frauen in der Postmenopause infrage. Aber auch jüngere Frauen können, wenn sie Kontrazeptiva nehmen, einen relativen Östrogenmangel haben.
Östrogene stimulieren die Östrogen-Rezeptoren im Urethra-Epithel und sensibilisieren so die Alpha-Rezeptoren. Dadurch erhöht sich der Harnröhrentonus. Zudem fördern Östrogene den Aufbau des Epithels in der Urethra. Deshalb sind sie als Scheidencremes oder -zäpfchen in Kombination mit den obigen Medikamenten oder Beckenbodentraining für die Inkontinenztherapie sinnvoll.

     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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