Speicheldrüsenentzündung (Sialadenitis) – Medikamentöse Therapie
Therapieziele
- Bei bakterieller Infektion: Eradikation des Erregers sowie Vermeidung von Abszess (Eiteransammlung), Sepsis (Blutvergiftung) und Ausbreitung in die tiefen Halsweichteile
- Schmerzlinderung und Rückgang der entzündlichen Schwellung
- Wiederherstellung des Speichelabflusses und Erhalt der Drüsenfunktion
- Linderung von Xerostomie (Mundtrockenheit) und Hyposalivation (verminderter Speichelbildung) sowie Prävention oraler und dentaler Folgeschäden
- Ursachenspezifische Rezidivprophylaxe
Therapieempfehlungen
Grundsätze
- Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Eine Antibiose ist nur bei klinischem Verdacht auf eine bakterielle, insbesondere eitrige Sialadenitis (Speicheldrüsenentzündung) indiziert; bei rein obstruktiver, viraler oder autoimmuner Genese ist sie nicht routinemäßig angezeigt [1, 2].
- Basismaßnahmen sind ausreichende Flüssigkeitszufuhr, feucht-warme Umschläge, Drüsenmassage in Richtung Ausführungsgang, gute Mundhygiene und zuckerfreie Sialagoga, sofern keine vollständige Gangobstruktion (Verschluss des Speicheldrüsengangs) besteht [1, 2].
- Bei sichtbarer eitriger Sekretion sollte vor Beginn der Antibiose ein Abstrich beziehungsweise eine Sekretprobe zur mikrobiologischen Diagnostik einschließlich Resistenztestung gewonnen werden. Bei schwerem Verlauf darf der Therapiebeginn dadurch nicht verzögert werden.
Akute bakterielle Sialadenitis beziehungsweise akute eitrige Parotitis (Ohrspeicheldrüsenentzündung)
- Typische Konstellation: akut schmerzhafte, meist einseitige Drüsenschwellung, Druckschmerz, Fieber und/oder eitrige Sekretion aus dem Ausführungsgang. Häufigster Erreger ist Staphylococcus aureus; Streptokokken und Anaerobier sind bei der empirischen Therapie ebenfalls zu berücksichtigen [1, 2].
- Bei leichtem bis mittelschwerem Verlauf und gesicherter oraler Einnahme: Amoxicillin/Clavulansäure als empirische Erstlinientherapie [1, FI1].
- Bei schwerem Verlauf, rascher Progression, Sepsiszeichen, relevanter Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems), fehlender oraler Einnahmemöglichkeit oder Versagen der ambulanten Therapie: stationäre Behandlung und initial intravenös Ampicillin/Sulbactam [1, FI2].
- Bei Penicillin-Soforttypallergie (sofort auftretender Penicillinallergie) ist die Alternative anhand von Allergieanamnese, lokaler Resistenzlage und möglichst nach Antibiogramm festzulegen. Clindamycin kommt nur bei zu erwartender beziehungsweise nachgewiesener Empfindlichkeit in Betracht; das erhöhte Risiko einer Clostridioides-difficile-Infektion (Darminfektion durch Clostridioides difficile) ist zu berücksichtigen.
- Eine sialadenitisspezifisch standardisierte Therapiedauer ist nicht etabliert. Bei unkompliziertem Verlauf sind meist 7 bis 10 Tage ausreichend; Dauer und eine mögliche intravenös-orale Sequenztherapie richten sich nach Schweregrad, Herdsanierung und klinischem Ansprechen [1].
- Nach 48 bis 72 Stunden ohne deutliche Besserung: Diagnose, Adhärenz, Erregerspektrum und Komplikationen überprüfen; Sonographie beziehungsweise Schnittbilddiagnostik und fachärztliche Mitbeurteilung veranlassen.
- Ein Abszess muss drainiert werden. Ein Speichelstein (Stein im Speicheldrüsengang) oder eine Gangstenose (Verengung des Speicheldrüsengangs) erfordert eine ursächliche Therapie; Antibiotika ersetzen die Herdsanierung nicht [1, 2, LL1].
- Für die postoperative eitrige Parotitis gelten dieselben Grundsätze. Eine postoperative Schwellung ohne Hinweise auf eine bakterielle Infektion ist keine eigenständige Indikation zur Antibiose.
Virale Sialadenitis
- Bei Parotitis epidemica (Mumps) erfolgt eine symptomatische Therapie mit Flüssigkeitszufuhr, Schonung und Analgesie. Antibiotika sind ohne bakterielle Superinfektion (zusätzliche bakterielle Infektion) nicht indiziert.
- Glucocorticoide sind bei unkomplizierter Mumps-Parotitis nicht routinemäßig angezeigt. Bei neurologischen oder anderen schweren Organmanifestationen ist eine stationäre, organspezifische Behandlung erforderlich; eine prophylaktische Begleitantibiose ist nicht begründet.
Chronisch-obstruktive und chronisch-rezidivierende Sialadenitis
- Im Vordergrund stehen Hydrierung, Drüsenmassage, Speichelstimulation und die Beseitigung von Sialolithiasis (Speichelsteinerkrankung) oder Gangstenosen. Je nach Befund kommen Sialendoskopie, interventionelle Steinextraktion beziehungsweise Lithotripsie oder operative Verfahren infrage [LL1].
- Eine Antibiose ist nur im bakteriell infizierten akuten Schub indiziert. Eine antibiotische Dauer- oder Rezidivprophylaxe wird nicht empfohlen.
Juvenile rezidivierende Parotitis
- Im akuten Schub primär konservative Behandlung mit Analgesie, Hydrierung, Wärme und Massage. Antibiotika nur bei begründetem Verdacht auf eine bakterielle Superinfektion; der Nutzen einer routinemäßigen Antibiose ist nicht belegt [3].
- Bei häufigen oder schweren Rezidiven: pädiatrisch-hals-nasen-ohrenärztliche Abklärung; eine Sialendoskopie kann bei therapierefraktärem Verlauf erwogen werden [3].
Autoimmune, IgG4-assoziierte (mit Immunglobulin G4 zusammenhängende) oder granulomatöse Sialadenitis
- Behandlung der Grunderkrankung in der zuständigen Fachdisziplin. Systemische Glucocorticoide oder andere Immunmodulatoren sind keine allgemeine Sialadenitistherapie, sondern bleiben gesicherten organspezifischen Indikationen, beispielsweise IgG4-assoziierter Erkrankung, Sarkoidose (systemischer Erkrankung mit knötchenförmigen Entzündungsherden)/Heerfordt-Syndrom (Sonderform der Sarkoidose mit Speicheldrüsen- und Augenbeteiligung) oder systemischer Vaskulitis (Gefäßentzündung), vorbehalten.
- Bei Sjögren-Syndrom (Autoimmunerkrankung mit Trockenheit der Schleimhäute) werden systemische Glucocorticoide nicht allein zur Behandlung der Mundtrockenheit empfohlen [LL3].
Xerostomie und Hyposalivation
- Xerogene Arzneimittel prüfen und, sofern medizinisch vertretbar, Dosis reduzieren oder umstellen. Regelmäßige Flüssigkeitszufuhr, konsequente Mund- und Zahnhygiene, Fluoridprophylaxe sowie engmaschige zahnärztliche Kontrollen empfehlen.
- Bei erhaltener Restfunktion: zuckerfreie beziehungsweise xylithaltige Kaugummis oder Lutschpastillen; bei mittelgradiger ausgeprägter Hyposalivation kann Pilocarpin nach Prüfung der Kontraindikationen eingesetzt werden [LL2, LL3, FI3].
- Bei geringer oder fehlender Restsekretion: Speichelersatzmittel mit neutralem pH-Wert und möglichst remineralisierenden Zusätzen wie Fluorid, Calcium und Phosphat [LL2, LL3].
- Cevimelin ist in Deutschland nicht regulär zugelassen und kein Routinepräparat. Eine Anwendung käme allenfalls fachärztlich im Einzelfall im Rahmen der jeweils geltenden arzneimittelrechtlichen Voraussetzungen infrage [LL2, LL3].
- Für Anetholtrithion und für eine Überlegenheit von Ölspülungen gegenüber geeigneten Speichelersatzmitteln besteht keine ausreichende Evidenz für eine Standardempfehlung.
Beachte
Cave/Red Flags: Bei Atemwegsgefährdung, Dyspnoe (Atemnot) oder Dysphagie (Schluckstörung), ausgeprägtem Trismus (Kieferklemme), rascher Ausbreitung in die Halsweichteile, Sepsiszeichen, fluktuierender Schwellung beziehungsweise Abszessverdacht, Fazialisparese (Lähmung des Gesichtsnervs), persistierend derber oder fixierter Raumforderung (Gewebeneubildung) sowie bei schwer immunsupprimierten Patienten ist eine dringliche hals-nasen-ohrenärztliche beziehungsweise mund-kiefer-gesichtschirurgische Beurteilung und gegebenenfalls stationäre Behandlung erforderlich [1, 2]. Eine Fazialisparese oder persistierende Raumforderung ist bis zum Ausschluss eines Tumors (Geschwulst) nicht als unkomplizierte Sialadenitis zu werten.
Wirkstoffe (Hauptindikationen)
Analgetika und Antipyretika
| Wirkstoff | Besonderheiten |
| Paracetamol | Bei niedrigem Körpergewicht, chronischem Alkoholkonsum, Mangelernährung, Dehydratation (Flüssigkeitsmangel) oder Leberfunktionsstörung (eingeschränkter Leberfunktion) niedrigere Tageshöchstdosis beziehungsweise längeres Dosierungsintervall nach Fachinformation; keine relevante antiphlogistische Wirkung [FI4] |
| Ibuprofen | Niedrigste wirksame Dosis für die kürzestmögliche Dauer; Nierenfunktion, gastrointestinales und kardiovaskuläres Risiko sowie Begleitmedikation beachten [FI5] |
- Wirkweise: Paracetamol wirkt analgetisch und antipyretisch, jedoch kaum antiphlogistisch. Ibuprofen hemmt Cyclooxygenasen reversibel und wirkt analgetisch, antipyretisch und antiphlogistisch.
- Indikationen: Entzündungsbedingte Schmerzen und Fieber im Rahmen einer Sialadenitis; die Auswahl erfolgt nach individuellem Risikoprofil.
- Kontraindikationen: Paracetamol bei schwerer Leberfunktionsstörung; Ibuprofen unter anderem bei aktivem peptischem Ulkus (Geschwür) oder gastrointestinaler Blutung (Magen-Darm-Blutung), schwerer Nieren-, Leber- oder Herzinsuffizienz (schwerer Funktionsschwäche von Niere, Leber oder Herz) sowie im dritten Trimenon (Schwangerschaftsdrittel). Präparatebezogene Fachinformation beachten.
- Nebenwirkungen: Paracetamol insbesondere hepatotoxisch bei Überdosierung; Ibuprofen unter anderem gastrointestinale Ulzera und Blutungen, Nierenfunktionsstörung, Flüssigkeitsretention (Wassereinlagerung), Blutdruckanstieg, kardiovaskuläre Ereignisse und Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen).
Antidot bei Paracetamolintoxikation (Paracetamolvergiftung): N-Acetylcystein; die Behandlung erfolgt unverzüglich nach toxikologischer beziehungsweise notfallmedizinischer Beurteilung.
Antibiotika
| Wirkstoff | Besonderheiten |
| Amoxicillin/Clavulansäure | Ambulante empirische Erstlinie; Dosisanpassung beziehungsweise andere Wirkstärke bei Nierenfunktionsstörung; Leberfunktion bei längerer Behandlung kontrollieren [1, FI1] |
| Ampicillin/Sulbactam | Stationäre Initialtherapie; Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung; mikrobiologischen Befund zur gezielten Therapie nutzen [1, FI2] |
- Wirkweise: Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese durch das Betalaktamantibiotikum; der Betalaktamaseinhibitor erweitert die Aktivität gegenüber empfindlichen betalaktamasebildenden Erregern.
- Indikationen: Akute bakterielle, insbesondere eitrige Sialadenitis beziehungsweise postoperative eitrige Parotitis. Keine Routineindikation bei viraler, rein obstruktiver oder autoimmuner Entzündung.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Penicilline oder andere Betalaktamantibiotika; für Amoxicillin/Clavulansäure zusätzlich anamnestisch damit assoziierte cholestatische Gelbsucht beziehungsweise Leberfunktionsstörung. Fachinformation beachten.
- Nebenwirkungen: Allergische Reaktionen bis zur Anaphylaxie (schweren allergischen Sofortreaktion), Exanthem (Hautausschlag), Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe (Durchfall), antibiotikaassoziierte Kolitis (Dickdarmentzündung), Transaminasenanstieg und selten arzneimittelinduzierte Leberschädigung.
Sialagoga
| Wirkstoff | Besonderheiten |
| Pilocarpin | Nur bei vorhandener Restfunktion der Speicheldrüsen sinnvoll. Bei fehlender Besserung nach 2 bis 3 Monaten absetzen; während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit und abends mit einem Glas Wasser einnehmen [LL2, LL3, FI3] |
- Wirkweise: Direkter muskarinischer Agonist; stimuliert die Sekretion exokriner Drüsen.
- Indikationen: Xerostomie und Hyposalivation nach Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich sowie beim Sjögren-Syndrom bei erhaltener Drüsenrestfunktion.
- Kontraindikationen: Unkontrollierte kardiorenale Erkrankung (Herz- und Nierenerkrankung), unkontrolliertes Asthma bronchiale (Asthma der Atemwege) sowie Erkrankungen, bei denen eine cholinerge Stimulation unerwünscht ist; akute Iritis (Regenbogenhautentzündung) und weitere Situationen, in denen eine Miosis (Pupillenverengung) vermieden werden muss [FI3].
- Nebenwirkungen: Vor allem Schwitzen; außerdem Kopfschmerzen, Schwindel, Flush (Hautrötung), Übelkeit, Diarrhoe, vermehrter Harndrang, Tränenfluss, Sehstörungen, Bradykardie (verlangsamter Herzschlag), Hypotonie (niedriger Blutdruck) und Bronchospasmus (Verkrampfung der Bronchien).
Speichelersatzmittel
| Wirkstoff | Besonderheiten |
| Muzin- oder hydrogelbasierte Speichelersatzmittel | Neutraler pH-Wert, zuckerfreie Zusammensetzung und möglichst Fluorid, Calcium und Phosphat bevorzugen [LL2, LL3] |
| Carboxymethylcellulosehaltige Speichelersatzmittel | Die Eignung hängt wesentlich von pH-Wert, titrierbarer Säure und Mineralzusammensetzung des Gesamtpräparats ab; saure beziehungsweise demineralisierende Präparate vermeiden |
- Wirkweise: Befeuchtung und Gleitfilmbildung auf Mundschleimhaut und Zahnhartsubstanz; keine Wiederherstellung der Drüsenfunktion.
- Indikationen: Symptomatische Behandlung von Xerostomie und Hyposalivation unterschiedlicher Genese, insbesondere bei geringer oder fehlender Restsekretion.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des jeweiligen Präparats; produktspezifische Angaben beachten.
- Nebenwirkungen: Lokale Reizung, Geschmacksbeeinträchtigung, Übelkeit oder Unverträglichkeit einzelner Hilfsstoffe; bei sauren Präparaten erhöhtes Risiko der Zahnhartsubstanzdemineralisation (Mineralverlust an der Zahnhartsubstanz).
Abkürzungsverzeichnis
- ASCO: American Society of Clinical Oncology
- AWMF: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
- doi: Digital Object Identifier
- FI: Fachinformation
- IgG4: Immunglobulin G4
- ISOO: International Society of Oral Oncology
- i.v.: intravenös
- KG: Körpergewicht
- LL: Leitlinie
- MASCC: Multinational Association of Supportive Care in Cancer
- mg: Milligramm
- mg/d: Milligramm pro Tag
- p.o.: per os (über den Mund)
- pH: Maß für den sauren oder basischen Charakter einer Lösung
- PMID: PubMed-Identifier
- S2k: konsensbasierte Leitlinie der Entwicklungsstufe S2k
Literatur
- Moore J, Simpson MTW, Cohen N, Beyea JA, Phillips T. Approach to sialadenitis. Can Fam Physician. 2023;69(8):531-536. doi:10.46747/cfp.6908531
- Kim MJ, Milliren A, Gerold DJ Jr. Salivary Gland Disorders: Rapid Evidence Review. Am Fam Physician. 2024;109(6):550-559. PMID: 38905553
- Wood J, Toll EC, Hall F, Mahadevan M. Juvenile recurrent parotitis: Review and proposed management algorithm. Int J Pediatr Otorhinolaryngol. 2021;142:110617. doi:10.1016/j.ijporl.2021.110617
Leitlinien
- S2k-Leitlinie: Obstruktive Sialadenitis. (AWMF-Registernummer 017-025), November 2019; Gültigkeit abgelaufen, Leitlinie in Überarbeitung. Langfassung [LL1]
- Mercadante V, Al Hamad A, Lodi G, Porter S, Fedele S. Salivary Gland Hypofunction and/or Xerostomia Induced by Nonsurgical Cancer Therapies: ISOO/MASCC/ASCO Guideline. J Clin Oncol. 2021;39(25):2825-2843. doi:10.1200/JCO.21.01208 [LL2]
- Ramos-Casals M, Brito-Zerón P, Bombardieri S et al. EULAR recommendations for the management of Sjögren's syndrome with topical and systemic therapies. Ann Rheum Dis. 2020;79(1):3-18. doi:10.1136/annrheumdis-2019-216114 [LL3]
Fachinformationen
- Amoxicillin/Clavulansäure AAA-Pharma 875 mg/125 mg Filmtabletten. Aktuelle Fachinformation. Fachinformation [FI1]
- Ampicillin/Sulbactam Kabi. Aktuelle Fachinformation. Fachinformation [FI2]
- Salagen 5 mg Filmtabletten. Fachinformation, Stand Juli 2023. Fachinformation [FI3]
- Paracetamol-ratiopharm 500 mg Tabletten. Aktuelle Produkt- und Dosierungsinformation. Produktinformation [FI4]
- Ibu-ratiopharm 400 mg/600 mg/800 mg Filmtabletten. Fachinformation, Stand Juni 2026. Fachinformation [FI5]