Zentrales Schlafapnoe-Syndrom – Differentialdiagnosen
Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00-E90)
- Obesitas-Hypoventilationssyndrom (Pickwick-Syndrom) (Atemstörung bei starkem Übergewicht) – bei Adipositas (Fettleibigkeit) mit schlafbezogener Hypoventilation (verminderter Atmung im Schlaf) und typischerweise bestehender Tageshyperkapnie (erhöhtem Kohlendioxidgehalt im Blut am Tag); Abgrenzung vom zentralen Schlafapnoe-Syndrom (Atemaussetzer durch fehlenden Atemantrieb) durch den vorwiegend hypoventilatorischen statt apnoischen Mechanismus
Psyche – Nervensystem (F00-F99; G00-G99)
- Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSA) (Atemaussetzer durch Verengung der oberen Atemwege) – wichtigste Differentialdiagnose; bei obstruktiven Apnoen (Atemaussetzern durch Verlegung der Atemwege) bleibt die Atemanstrengung trotz fehlenden Atemflusses erhalten, während sie bei zentralen Apnoen (Atemaussetzern durch fehlenden Atemantrieb) aussetzt; gemischte Apnoen (Atemaussetzer mit zentralen und obstruktiven Anteilen) können die Abgrenzung erschweren
- Schlafbezogenes Hypoventilations-Syndrom (verminderte Atmung im Schlaf) – gekennzeichnet durch eine anhaltende oder episodische Verminderung der alveolären Ventilation (Belüftung der Lungenbläschen) mit nächtlicher Hyperkapnie (erhöhtem Kohlendioxidgehalt im Blut während der Nacht) anstelle wiederholter zentraler Apnoen; Abgrenzung insbesondere durch polysomnographische CO2-Messung