Lactoseunverträglichkeit (Lactoseintoleranz) – Körperliche Untersuchung
Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:
- Allgemeine körperliche Untersuchung
- Allgemeinzustand und Ernährungszustand
- Körpergewicht, Körpergröße und Body-Mass-Index (BMI); bei Kindern zusätzlich Beurteilung des altersentsprechenden Wachstums und Gedeihens
- Hydratationszustand (Flüssigkeitszustand) – insbesondere bei ausgeprägter Diarrhoe (Durchfall) [trockene Schleimhäute, verminderter Hautturgor (Hautspannung)]
- Untersuchung des Abdomens (Bauches)
- Inspektion (Betrachtung) [abdominelle Distension (Aufblähung des Bauches)]
- Auskultation (Abhören) [gesteigerte Darmgeräusche, Borborygmi (Darmkollern)]
- Perkussion (Abklopfen) [tympanitischer Klopfschall (hohl klingender Klopfschall) bei Meteorismus (Blähbauch)]
- Palpation (Abtasten) [diffuse abdominelle Druckempfindlichkeit (Druckschmerzhaftigkeit des Bauches)]
- Weiterführende körperliche Untersuchung
- Bei Verdacht auf eine sekundäre Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit infolge einer anderen Erkrankung) gezielte Untersuchung auf klinische Hinweise einer zugrunde liegenden gastrointestinalen Erkrankung (Magen-Darm-Erkrankung)
- Zwischen symptomatischen Phasen kann die körperliche Untersuchung bei Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) vollständig unauffällig sein; pathognomonische (für die Erkrankung beweisende) körperliche Befunde bestehen nicht.
In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.