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Ursachen
Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Pathogenese (Krankheitsentstehung)

Die Gingivitis wird durch Erreger verursacht, die sich meist durch eine unzureichende Zahnreinigung ausbreiten können und dann das Zahnfleisch (Gingiva) schädigen. So wird eine Entzündung ausgelöst. In deren Folge können Zahnfleischtaschen entstehen, in denen sich Bakterienbelag ansammelt. Bei nicht erfolgter Therapie verfestigt sich dieser Belag und führt zu Zahnstein. Dieser wiederum begünstigt die Unterhaltung des Entzündungsprozesses.

Ätiologie (Ursachen)

Biographische Ursachen

  • Hormonelle Faktoren – während der Pubertät (Pubertätsgingivitis) oder Gravidität (Schwangerschaft)

Verhaltensbedingte Ursachen

  • Ernährung
    • Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe) – siehe Prävention mit Mikronährstoffen
  • Genussmittelkonsum
    • Alkohol
    • Tabak (Rauchen)
  • Drogenkonsum
    • Amphetamine (indirektes Sympathomimetikum): Ecstasy (3,4-Methylendioxy-N-Methylamphetamin, MDMA), Crystal Meth (Methamphetamin) oder Methylphenidat
  • Psycho-soziale Situation
    • Stress
  • Mangelnde Mundhygiene: nicht regelmäßig entfernter Zahnbelag

Krankheitsbedingte Ursachen

  • Allergische Erkrankungen
    • z. B. Reaktionen auf Nickel, Kunststoffe, Zahnpasten, Nahrungsmittelzusätze
  • Diabetes mellitus
  • Infektionen mit
    • spezifischen Bakterien
      • β-hämolysierenden Streptokokken (Streptokokkeninfektionen)
      • Neisseria gonorrhoe (Gonorrhoe; Tripper)
      • Spirochäten, Fusobakterien und P. intermedia (akute, nekrotisierende, ulceröse Gingivitis, ANUG)
      • Treponema pallidum (Syphilis)
    • spezifischen Mykosen (Pilzerkrankungen)
      • z. B. Candia ssp. (Candidose)
    • spezifischen Viren
      • Coxsackie-Virus (Hand-Fuß-Mund-Krankheit)
      • Cytomegalie-Virus (CMV)
      • Epstein-Barr-Virus (EBV; Auslöser der Mononukleose/Pfeiffersches Drüsenfieber)
      • Herpes simplex (Gingivostomatitis herpetica)
      • Herpes zoster (Zoster)
      • MKS-Viren (Maul- und Klauenseuche)
  • Leukämie (Blutkrebs)
  • Systemische Erkrankungen
    • Erythema exsudativum multiforme (Synonyme: Erythema multiforme, Kokarden-Erythem, Scheibenrose) – im oberen Korium (Lederhaut) auftretende akute Entzündung, die zu typischen kokardenförmigen Läsionen führt; man unterscheidet eine Minor- und eine Major-Form
    • Lichen planus – Lichen planus (LP) –  T-Zell-vermittelte Autoimmunreaktion gegen die basalen epithelialen Keratinozyten (hornbildende Zellen); häufig mit Erosionen (Hautdefekt) am Introitus vaginae (Scheideneingang) sowie im chronifizierten Zustand mit netzförmiger Hyperkeratose (Wickham-Streifen) einhergehend
    • Lupus erythematodes – Gruppe von Autoimmunerkrankungen, bei der es zur Bildung von Autoantikörpern kommt
    • Pemphigoid – Autoimmunerkrankung, die Blasenbildung auf der Haut hervorruf
    • Pemphigus vulgaris – seltene schwere Autoimmunkrankheit, bei der sich unterschiedlich große Bullae (Blasen) auf der Haut, der Mundschleimhaut und anderen Schleimhäuten bilden
  • Vitamin C-Mangel

Medikamente

  • Anabolika – häufig als Doping-Mittel genutzte Medikamente, die den Muskelaufbau fördern
  • Calciumantagonisten – Medikamente, die bei Hypertonie (Bluthochdruck) eingesetzt werden wie Amlodipin oder Nifedipin
  • Hydantoine – Medikamente, die früher bei Epilepsie eingesetzt wurden; heute wird nur noch Phenytoin aus dieser Gruppe verwendet
  • Immunsuppressiva – Medikamente wie Ciclosporin (Cyclosporin A), die zur Unterdrückung des körpereigenen Immunsystems eingesetzt werden
     
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