Charakterisierend ist der segmentale (abschnittsweise) Befall der Darmschleimhaut, das heißt es können mehrere Darmabschnitte befallen sein, die durch gesunde voneinander getrennt sind.
Sehr häufig sind mit 87 % das terminale Ileum – letzter Teil des Dünndarms, der in den Dickdarm übergeht – sowie in 69 % der Fälle der Dickdarm betroffen. Seltener sind Speiseröhre (ca. 0,5 %), Magen (ca. 6 %), Zwölffingerdarm (ca. 4,5 %), vordere Abschnitte des Dünndarms (ca. 3 %) und Mastdarm (ca. 21 % der Fälle) erkrankt. Jährlich treten 5,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner auf. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. In den Industrieländern nimmt die Zahl der Erkrankungen stetig zu.
Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auf – es sind also vergleichsweise junge Menschen betroffen. Insgesamt leiden etwa 320.000 Deutsche an den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (engl. inflammatory bowel diseases) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Nach einem Krankheitsverlauf von mehr als zehn Jahren liegt bei Morbus Crohn-Patienten ein erhöhtes Risiko vor, am kolorektalen Kazinom (Darmkrebs) zu erkranken. Dabei ist das Risiko höher, an einem Dünndarmkarzinom zu erkranken als an einem Dickdarmkarzinom.













Arztsuche
Newsletter bestellen
DocMedicus Expertenrat





